• Grenzübertritt Guinea – Elfenbeinküste

    December 12, 2024 in Ivory Coast ⋅ ☀️ 29 °C

    Heute steht der Grenzübertritt von Guinea in die Elfenbeinküste an, und das ist ein echter Verwaltungs-Marathon! Auf der guineischen Seite müssen wir mehrere Stationen durchlaufen. Zuerst geht es zu Customs und Immigration, bevor wir weiterfahren bis zur eigentlichen Grenze. Dort wartet die Polizei auf uns, um Stempel in unsere Dokumente zu setzen. An jedem Halt werden alle relevanten Informationen akribisch in große Bücher per Hand geschrieben! Name, Passnummer, Ablaufdatum,m, Wohnsitz, Nationalität – und auch die Daten aus dem Fahrzeugschein. Digitalisierung? Fehlanzeige! Alles läuft hier noch komplett händisch, was viel Zeit kostet. Anschließend können wir auf die Seite der Elfenbeinküste wechseln. Hier läuft es ein bisschen effizienter: Alle Formalitäten werden in zwei Orten abgewickelt. In einem Gebäude erhalten wir die nötigen Stempel und Ausweisdaten, aber leider tragen die Beamten hier auch die Daten händisch in ein Buch ein. In einem Zelt, werden die Gelbfiebernachweise geprüft. Beim Zoll geben wir die Fahrzeugdaten an – auch hier wird wieder alles fein säuberlich per Hand in ein Buch eingetragen. Dann haben wir es endlich geschafft. Das ganze Procedere hat nun mehr als 2 Std. gedauert. Zum Glück gibt es an der Grenze einen Trinkwasserbrunnen, an dem wir unsere Tanks auffüllen. Das Wasser trinken wir zwar nicht, aber wir nutzen es zum Duschen.
    Nicht weit entfernt lockt ein nahegelegener Wasserfall, an dem wir uns nach der Hitze des Tages abkühlen. Es gibt dort kleine Becken, in denen wir entspannen – auch Marie hat viel Spaß. Danach fahren wir weiter in Richtung der Stadt Man, die wir über die Overlander-App entdeckt haben. Dort gibt es eine christliche Mission mit einem angeschlossenen Krankenhaus, wo wir drei Nächte bleiben können, um uns von den Strapazen der letzten Fahrtage zu erholen. In Man entdecken wir wieder viele Produkte im Supermarkt, die wir in Guinea vermisst haben: Milch, frisches Obst und Gemüse, und sogar Bier, das umgerechnet weniger als einen Euro kostet. Milch ist mit etwa zwei Euro zwar teurer als in Europa, aber insgesamt sind manche Dinge hier günstiger und manche teurer. Wir nutzen die Tage, um uns zu versorgen und die Ruhe an diesem schönen Ort zu genießen. Wir besuchen auch in einem nahegelegenen Wald die einheimischen Löwenäffchen. Wir dürfen diese sogar füttern und besonders Marie hat viel spaß daran.
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