• Strandurlaub in Diani Beach

    Jan 15–24 in Kenya ⋅ ⛅ 29 °C

    Wir verbringen zehn Tage in Diani Beach, südlich von Mombasa, direkt am Indischen Ozean. Schon nach den ersten Schritten im Sand ist klar: Es fühlt sich an wie Sansibar. Eigentlich sieht es auch genauso aus. Feiner, heller Sand, flaches türkisfarbenes Wasser, ein vorgelagertes Riff und dieses besondere Licht, das alles weich wirken lässt. Einfach wunderschön.

    Hier weht fast täglich ein guter Wind zum Kitesurfen. Genau deshalb sind wir hier.

    Der Start ist allerdings holprig. Nach der Verladung unseres Campers sind wir müde und kommen in unserem gebuchten Hotel an nur um zu hören, dass es überbucht ist. Wir buchen schließlich ein Zimmer in dem Hotel unserer Freunde Leslie und Jerome. Da es aber etwa zwei Kilometer vom Strand entfernt ist, entscheiden wir uns für eine andere Unterkunft, die wir vorher schon von r der Verladung unseres Campers besichtigt hatten. Sie ist etwas in die Jahre gekommen, aber liegt direkt am Strand. Für rund 30 Euro pro Nacht bekommen wir ein großes Zimmer mit kleiner Küche. Die afrikanische Reinheit gleicht auch hier nicht unserem europäischen Standards, aber für diesen Preis und diese Lage ist es absolut in Ordnung.

    Wir laufen am Strand entlang und betrachten den richtig guten Kitespot. Gleich nebenan liegt der Beach Club Le Café. Eigentlich wollen wir nur einen Kaffee, doch mit einem Mindestumsatz von ca. 13 Euro pro Person dürfen wir Pool, Sonnenliegen und die ganze Luxus-Ferienanlage nutzen. Wir verbringen dort einige Tage und genießen den Kaffee, das Mittagesse, den Meerblick und den großen Pool.

    Nachts plagen uns einige Mücken, sonst passt alles. Regina gewöhnt sich langsam an die afrikanische Sauberkeit. Die große Spinne vor dem Balkon bleibt für Regina eine tägliche Herausforderung. Wegen der neugierigen und diebischen Affen sind überall Netze gespannt. Einmal kommt tatsächlich einer auf unseren Balkon, turnt über die Wäscheleine und verschwindet wieder. Glück gehabt, nichts erbeutet.

    Im Beach Club lernen wir Astrid und Jürgen kennen, zwei unglaublich liebe Deutsche Afrikaliebhaber. Die Gespräche sind intensiv, herzlich und lang. Marie fasst sofort Vertrauen, Astrid passt auf sie auf, während Jens kiten geht. Zufällig stellen wir fest: Ihre Tochter arbeitet in einer Kite-Schule auf Sansibar und Regina dort sogar schon mit ihr gesprochen. Die Welt ist so klein.

    Zwischendurch fahren wir mit dem Tuk-Tuk in die Stadt, treffen Jerome und Leslie, gehen essen, sitzen im Café. Diani ist stellenweise erstaunlich westlich.

    Dann treffen wir Idris, einen jungen Niederländer der eine ähnliche Reiseroute hinter sich hat. Er hat unser Auto schon zweimal in der Elfenbeinküste gesehen aber wir haben uns nie getroffen. Jetzt begegnen wir uns doch noch an unseren letzten Tagen unserer Afrika-Reise. Ein besonderer Moment.

    Gemeinsam machen wir eine Schnorcheltour zum Riff. Ohne GoPro, aber mit großen Augen. Muräne, bunte Fische, ein Glasbodenboot für Marie. Seesterne, Seeigel, alles darf angefasst werden. Pure Freude.

    Nachmittags kommt fast immer der Wind. Wir wechseln uns mit dem Kiten ab, Marie spielt im Sand und im Pool. Alles fühlt sich leicht an.

    Am letzten Tag lernt Marie Luca, den vierjährigen Niederländer kennen. Sie spielen den ganzen Tag zusammen und kommunizieren ganz selbstverständlich auf englisch. Am Abend heißt es Abschied nehmen – am nächsten Tag verlassen wir nach 16 Monaten den afrikanischen Kontinent und fliegen wir weiter auf die arabische Halbinsel.
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