• Ankunft in Oman

    Jan 28–Feb 1 in Oman ⋅ ☀️ 25 °C

    Schon beim Check in in Dubai fällt uns eine Gruppe von etwa zehn bis fünfzehn Frauen auf, die gemeinsam ins Flugzeug einsteigt. Sie sind komplett schwarz gekleidet und voll verschleiert, auch das Gesicht ist bedeckt. Wahrscheinlich waren sie zusammen unterwegs. Sie setzen sich direkt hinter uns. Vorne im Flugzeug sitzen Frauen mit Kindern, Männer sehen wir keine. Erst später wird uns klar, dass die Männer weiter hinten sitzen und getrennt von den Frauen reisen. Das wirkt für uns ungewohnt.

    Bei der Passkontrolle im Oman sehen wir die Frauen wieder, diesmal mit ihren Männern. Auf einen Mann kommen mehrere Frauen mit Kindern. Für Omanis gibt es separate Schalter. Die Frauen ganz in Schwarz, die Männer in weißen Gewändern. Vor allem für Marie ist das erst einmal befremdlich. Wir müssen etwas warten, werden dann aber freundlich begrüßt und im Oman willkommen geheißen.

    Die Koffer kommen schnell und wir fahren mit dem Taxi zur Unterkunft, wo Jerome und Leslie bereits warten. Der Container mit unseren Autos ist schon am Vortag in Salalah angekommen. Die Versicherung ist organisiert, die Unterlagen sind beim Agenten. Wir kommen am 28. abends an, reden noch kurz und fallen dann müde ins Bett. Unsere kleine Studiowohnung mit Küche ist praktisch, auch wenn die Sauberkeit nicht perfekt ist.

    Am nächsten Morgen warten wir auf eine Antwort vom Agenten. Nichts passiert. Also gehen wir frühstücken und schauen uns die Moschee an. Die Frauen tragen lange Kleidung und ein Tuch, aus Respekt. Die Moschee ist groß, gepflegt und sehr sauber, draußen wächst sogar Gras. Eintritt zahlen wir keinen.

    Salalah wirkt weitläufig mit breiten Straßen und großen Häuserblöcken. Fast alle fahren Auto, zu Fuß ist kaum jemand unterwegs. Frauen sehen wir draußen kaum. Auch im kleinen Restaurant nahe unserer Unterkunft sitzen mittags nur Männer. Das Essen ist günstig und sehr gut, und Marie bekommt Mangosaft geschenkt.

    Die Tage vergehen mit Warten. Am Donnerstag passiert nichts, am Freitag ist Feiertag. Marie nimmt ihre letzte Malaria Prophylaxe in Form eines Cocktails. Regina und Jens müssen noch einen Monat ihre Tabletten weiternehmen. Wir fahren an den Strand, das Wasser ist ruhig und klar. Regina badet etwas bedeckter. Beim Spazierengehen treffen wir deutsche Overlander, die durch den Irak gefahren sind und begeistert erzählen. Das macht uns Mut.

    Das Essen im Oman ist gut, aber oft scharf. Wir sagen immer extra dazu, dass es nicht scharf sein soll. Marie fühlt sich im Restaurant inzwischen sehr wohl, geht alleine hinein und kommt wieder mit Mangosaft und Parfümgeruch zurück. Regina erklärt ihr ruhig, dass sie Grenzen setzen darf.

    Am Samstag warten wir weiter auf Nachrichten. Wir fahren noch einmal an den Strand und schauen gebannt den Fischern beim Einholen der Netze zu. Der Oman wirkt karg und wüstenhaft, gleichzeitig sind die Temperaturen angenehm, abends um die zwanzig Grad, tagsüber um die dreißig.

    Wir besuchen eine saubere Mall mit großem Supermarkt und guter Auswahl. Marie freut sich über Erdbeeren. In einem libanesischen Restaurant bekommen wir sogar den Nachtisch geschenkt. Die Menschen sind sehr freundlich und gastfreundlich.

    Am Samstagabend sitzen wir in der Lobby und warten weiter. Wir entscheiden uns für eine gemeinsame Wohnung mit Jerome und Leslie. Später kommt dann die Nachricht, dass die Fahrzeugübernahme es erst Sonntag erfolgen wird. Sonntag ist hier ein Arbeitstag. Am nächsten Morgen frühstücken wir, warten noch einmal und gehen mittags essen. Um halb zwei kommt endlich der Anruf. Jetzt geht es endlich los.
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