• Ein paar Tage in Dubai

    Jan 24–28 in the United Arab Emirates ⋅ ☁️ 22 °C

    Einen Direktflug von Mombasa nach Salalah gibt es nicht, also fliegen wir über Dubai und entscheiden, dort ein paar Tage zu bleiben. Unser Flug landet abends gegen 22 Uhr. Schon an der Passkontrolle fühlen wir uns willkommen. Männer in traditionellen Gewändern empfangen uns überaus freundlich, alles wirkt sehr sauber, ruhig und gut organisiert.

    Bis wir Gepäck und Kontrollen hinter uns haben, ist es so spät, dass keine Metro-Bahn mehr fährt. Ein freundlicher Polizist schickt uns zum Bus welcher uns in die Innenstadt bringt. Ohne es zu ahnen, machen wir damit fast eine kleine Stadtrundfahrt. Marie schläft unterwegs ein, muss am Ende aber noch ein Stück laufen. Erst gegen ein Uhr nachts kommen wir im Hotel an.

    Das Apartment ist riesig, größer als so manche Berliner Wohnung. Die Sauberkeit ist nicht perfekt, die Küche sehr spärlich ausgestattet, aber wir sind zu müde, um uns lange darüber zu ärgern. Kurz darauf schlafen wir ein.

    Am nächsten Morgen werden wir von der Sonne und von Marie geweckt. Dubai fühlt sich sofort wie ein Kulturschock an. Alles ist extrem sauber, ordentlich und klimatisiert. Wir wohnen nahe einer Mall und müssen sogar durch sie hindurch zur Metro laufen. Westliche Läden gibt es hier überall, Starbucks, bekannte Marken und vertraute Namen. Die Preise sind hoch, ein Kaffee kostet etwa fünf Euro, Essen in der Mall ist aber erschwinglich.

    Unsere Shoppingtour ist erfolgreich. Marie bekommt neue Schuhe, Jens Sandalen, Hosen und Shirts und Regina bekommt tatsächlich nagelneue Birkenstocks, die gleichen wie wir auf der Fähre von Sansibar verloren haben. Alle drei sind zufrieden.

    Am Nachmittag fahren wir in den Zabeel Park mit Blick auf den Dubai Frame. Es ist Sonntag, Familien picknicken, Kinder spielen, überall herrscht Leben. Der Spielplatz ist riesig und Marie sofort begeistert. Nach einem kurzen Regenschauer tobt sie ausgelassen weiter und ist am Ende dreckig, aber glücklich.

    Am nächsten Tag erkunden wir das alte Dubai rund um Al Fahidi. Alles ist restauriert und touristisch aufbereitet. Kleine Läden, Cafés und Gewürzstände prägen das Bild. Marie wird müde, also legen wir eine lange Pause am Kanal ein, bevor wir mit dem Wassertaxi zu den Souks fahren.

    Hier zeigt sich eine andere Seite der Stadt. Engere Gassen, kleine Werkstätten, mehr Verkehr und weniger Glanz. Im Gold Souk funkelt alles, Juwelier reiht sich an Juwelier. Beeindruckend, aber sehr touristisch. Wir schauen nur.

    In den folgenden Tagen erkunden wir weitere Teile Dubais. Die Stadt ist riesig und weitläufig. Die Metro ist sauber und immer voll. Uns fällt auf, dass viele Inder und Asiaten unterwegs sind, deutlich mehr als arabisch aussehende Menschen. Wir sehen verschleierte Frauen, Touristen in kurzen Hose und sehr westlich geprägte Lebensstile nebeneinander. Tradition und Moderne in sichtbarer Koexistenz.

    Besonders gefallen uns die Parks und Spielplätze. Für einen kleinen Eintritt ist alles gepflegt, sauber und ohne Müll. Auch die Marina begeistert uns. Zwischen Hochhäusern schlängelt sich der Kanal, wir laufen bis zum Strand, sehen das große Riesenrad und sind viel zu Fuß unterwegs.

    Natürlich besuchen wir auch die Dubai Mall. Sie ist unfassbar groß. In mehreren Stunden sehen wir nur einen Teil, verlaufen uns sogar und entdecken eine Eisbahn und einen riesigen Wasserfall. Draußen stehen wir schließlich vor dem See und dem höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa.

    Es ist dunkel und obwohl Marie müde ist, warten wir auf die Fontänenshow. Musik setzt ein, Wasser schießt im Takt in die Höhe, der Burj Khalifa leuchtet in wechselnden Farben. Rund um den See haben sich viele Menschen versammelt. Es ist beeindruckend.

    Am Abend fahren wir mit der Metro zurück, kochen im Hotel Nudeln und gehen noch in den Pool auf dem Dach. Regina nutzt spontan die Sauna und das Dampfbad. Müde und zufrieden endet der Tag.

    Dubai hinterlässt bei uns viele Eindrücke. Es ist faszinierend, beeindruckend und gleichzeitig ein wenig unrealistisch. Alles ist groß, sauber und teuer. Günstiger wird es in Malls oder im Supermarkt, sogar Carrefour gibt es hier.

    Dubai ist eine Stadt der Extreme, in der Gegensätze nebeneinander existieren und genau das macht diesen Aufenthalt so intensiv.
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