• Riad

    March 4 in Saudi Arabia ⋅ 🌬 18 °C

    Nach der langen und anstrengenden Grenzerfahrung schlafen wir am nächsten Morgen erst einmal aus. Unser Übernachtungsplatz liegt ruhig mitten in der Wüste. Es ist windig, überraschend frisch und sogar bedeckt. Ganz anders, als wir uns die Wüste Saudi-Arabiena vorgestellt haben. So bleiben wir länger als geplant im Camper liegen und schlafen tatsächlich bis nach acht. Alles geht heute etwas langsamer.

    Erst gegen halb elf sind wir wieder auf der Straße und fahren Richtung Riad. Fünf Stunden liegen vor uns, eine eintönige Strecke, die scheinbar endlos geradeaus durch die Wüste führt. Der Wind kommt stark von der Seite, immer wieder weht Sand auf die Straße. An manchen Stellen sehen wir sogar Bagger, die die Fahrbahn von Dünen freischaufeln. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit beginnt es tatsächlich leicht zu regnen, draußen zeigt das Thermometer nur 20 Grad. Für Saudi-Arabien wirkt das fast unwirklich.

    Unterwegs tanken wir noch einmal Diesel für umgerechnet 41 Cent pro Liter und füllen auch unseren Wassertank auf. Wasserstellen finden wir hier erstaunlich gut, oft an Moscheen. Die Menschen helfen freundlich oder zeigen uns, wo wir Wasser bekommen. Unser 100-Liter-Tank reicht etwa fünf Tage, damit kommen wir gut zurecht.

    Am späten Nachmittag erreichen wir die Umgebung von Riad und suchen uns einen neuen Übernachtungsplatz. Der erste Spot existiert leider nicht mehr, doch wir finden schnell eine Alternative. Jens wirft wie so oft einen Blick in den Motorraum, denn der Tempomat hält die Geschwindigkeit nicht mehr zuverlässig. Ein weiteres Rätsel, das wir in Riad klären wollen. Wir fahren durch die Hauptstadt um einen entsprechenden Eindruck von ihr zu gewinnen. Der Verkehr ist chaotisch und der vorherrschende Fahrstiel äußerst rücksichtslos. Das Stadtbild ist sehr gemischt und geprägt von moderner Architektur und dem Zeugnis vergangener Epochen. Aufgrund der aktuellen Sicherheitslage wollen wir nicht in der Stadt verweilen. Wir treffen uns noch kurz auf einen Kaffee mit unseren Freunden Jerome und Leslie bevor wir weiter in die Wüste zum nächsten Highlight dem "Edge of the World" fahren.
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