• Ostern in Jordanien

    April 6 in Jordan ⋅ ⛅ 19 °C

    Es ist Ostersonntag. Marie fragt immer wieder, wann denn endlich Ostern ist. Wir entscheiden, es heute nicht zu feiern. Wir sind zu aufgewühlt, zu müde und der Platz hier ist völlig vermüllt. Es fühlt sich nicht richtig an. Also vertrösten wir sie auf einen anderen Tag. Sie weiß ja noch nicht, welcher Wochentag ist.

    Ein deutsches Reisepärchen kommt mit ihrem gelben Sprinter-Van und ihren 2 Hunden vorbei. Wir unterhalten uns und erählen von unseren letzten Grenzerfahrungen. Jessie und Frank wollen es dennoch versuchen die Grenze in den Irak alleine zu überqueren. Wir bleiben in der Stadt mit Jerome und Leslie und warten ab.

    Spät in die Nacht kommt die Nachricht, dass sie es nicht in den Irak geschafft haben. Niemand kommt aktuell durch den Irak und keiner weiß, wann sich das ändern wird.

    Das Gefühl ist mulmig. Es gibt kaum Optionen. In WhatsApp Gruppen tauschen sich die betroffenen Overlander aus. Jeder recherchiert, manche fahren zu ihren Botschaften. Hilfe bekommt niemand. Wir ziehen in Erwägung unseren Sprinter von Akaba aus in einem Container zu Verschiffen.

    Am nächsten Tag fahren wir weiter zu einem ruhigen Platz, wo wir Jessie und Frank mit ihren Hunden und ihrem gelben Sprinter treffen. Dort holen wir dann endlich die Ostereiersuche für Marie nach. Mitten in einem weiten Stein- Vulkanfeld sind kleine Körbchen versteckt. Jens hat den Osterhasen in der Ferne weghoppeln sehen und tatsächlich ist er auch zu ihr gekommen. Es ist schön zu sehen, wie Marie sie aufgeregt sucht und sich darüber freut dass der Osterhase sie sogar hier in der Wüste gefunden hat.

    Dann fahren wir weiter in Richtung Amman der Hauptstadt Jordaniens. Unterwegs spricht Jens noch einen Autotransporterfahrer an, um herauszufinden ob wir unsere Reisemobile per LKW durch den Irak transportieren lassen können. Der Fahrer hat einen Verwandten in Deutschland mit dem wir telefonieren. Vielleicht ergibt sich eine Chance.

    Mit vielen Gedanken im Kopf fahren wir weiter nach Amman und überlegen dort, wie es weitergeht.
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