Zwischen Traum und Tourismus
April 26 in Turkey ⋅ ☁️ 24 °C
Die geschwungene Küstenstraße begleitet uns lange und wir genießen jeden Kilometer. Doch kurz vor Alanya verändert sich alles. Aus der ruhigen Straße wird eine breite, mehrspurige Trasse direkt am Meer. Das Grün verschwindet, stattdessen ragen Hotelanlagen in die Höhe. Ein Hotel folgt dem nächsten, verbunden durch Brücken zum Strand, der oft auf der anderen Seite der Straße liegt.
Wir fragen uns, warum man so baut. Die Straße ist laut, schnell und ständig präsent. Die Idylle weicht Lärm und Hektik. Der Strand bleibt schön, verliert aber an Ruhe. Viele Hotels sind noch leer, vereinzelt sehen wir Einheimische, Touristen und auch immer mehr russische Urlauber. Nach einem kurzen Einkauf fahren wir weiter Richtung Antalya. Kilometerlang reiht sich eine Hotelanlage an die nächste. Es wirkt fast surreal.
Zwischen Alanya und Side finden wir spät einen Platz direkt am Meer. Doch es ist laut, hell und unruhig. Musik, Autos und Licht lassen uns nur mäßig schlafen. Am nächsten Morgen sind wir froh, weiterzufahren.
Vor Side entdecken wir einen Schotterplatz mit Blick auf die Stadt. Schnell kommen wir mit anderen Reisenden ins Gespräch. Eine Schweizer Familie mit ihrem kleinen Sohn Damian steht neben uns. Die Kinder verstehen sich sofort, spielen stundenlang zusammen. Am Abend grillen wir gemeinsam, probieren Künefe und genießen die Runde.
Doch gegen 22 Uhr kommt die Polizei und schickt uns weiter. Also packen wir zusammen und fahren durch das beleuchtete Side zu einem neuen Platz. Dort treffen wir einen jungen Mann, der Hilfe beim Zeltaufbau braucht. Wir helfen ihm, geben ihm etwas zu essen und Decken. Seine Geschichte bleibt etwas rätselhaft, aber er ist freundlich und dankbar.
Am nächsten Tag erkunden wir Side. Regina erkennt kaum etwas wieder, alles wirkt neu und touristisch, aber dennoch schön gestaltet. Danach fahren wir weiter zu einem Overlanderspot namens kleiner Hafen. Hier kehrt endlich wieder Ruhe ein. Kiefernwald, weiter Strand und eine entspannte Atmosphäre.
Am Abend machen wir ein Feuer und kochen im gusseisernen Topf. Später sitzen wir zusammen, hören Musik und genießen die Stimmung. Die Kinder schlafen schon, während wir noch lange am Feuer sitzen und der Reihe um unsere Lieblingslieder hören.
Am nächsten Morgen heißt es Abschied nehmen. Die Kinder spielen noch einmal zusammen am Strand, bevor sich unsere Wege trennen. Und wieder nehmen wir ein Stück dieser Begegnungen mit auf unseren weiteren Weg.Read more























TravelerNicht zu glauben was man den Leuten alles verkaufen kann🙃 Die Urlaubsidylle mit Pool neben der vierspurigen Schnellstrasse und trotzdem sieht es im Katalog vermutlich gut aus. Wir fanden die Strecke auch "gruselig".