• Unterwegs an der türkischen Küste

    April 20 in Turkey ⋅ ☀️ 20 °C

    Die türkische Küste liegt vor uns und wir staunen jeden Tag ein bisschen mehr. Wir entscheiden uns bewusst gegen die Berge. Dort ist es kälter und das Wetter unbeständiger. Dabei sehen wir vom Meer aus sogar schneebedeckte Gipfel im Inland. Dieses Zusammenspiel wirkt fast unwirklich. Doch uns zieht es jetzt ans Wasser. Wir wollen Sonne, Wärme und den Blick aufs Meer.

    Wir folgen der südlichen Küste von Osten nach Westen. Die Straßen führen entlang von Felsen und Buchten und hinter jeder Kurve eröffnet sich ein neues Panorama. Das Mittelmeer liegt ruhig und tiefblau vor uns. Immer wieder halten wir an, gehen baden und genießen die Sonne. Das Wasser ist noch frisch, aber genau richtig, um sich abzukühlen.

    Nach den heftigen Regenfällen in Bezin fühlt sich das wie ein Neuanfang an. Die Tage sind heller und leichter. Wir besuchen auch eine Tropfsteinhöhle, die uns beeindruckt. Gleichzeitig merken wir, dass viele Sehenswürdigkeiten teuer sind, vor allem für Touristen. Deshalb wählen wir bewusst aus, was wir uns anschauen.

    Unterwegs reisen wir immer wieder gemeinsam mit Daniel und Aline. Es ist ein entspanntes Miteinander. Morgens ziehen wir los, erkunden etwas und suchen Plätze. Am Nachmittag treffen wir uns wieder, verbringen den Abend zusammen, machen Feuer oder Grillen. Diese einfachen Momente machen die Reise besonders.

    An einem Strand bleiben wir zwei Tage. Regina und Jens gehen ins Wasser, die Kinder spielen. Marie freundet sich mit einem türkischen Jungen an. Sie sprechen keine gemeinsame Sprache und verstehen sich trotzdem. Regina unterhält sich mit der Mutter. Sie erzählt vom Leben hier, von steigenden Preisen und davon, wie schwierig es geworden ist, nach Deutschland zu gehen. Es sind ehrliche Gespräche, die nachwirken.

    Später finden wir ganz im Süden der Türkei einen Stellplatz direkt am Meer. Hier stehen mehrere Overlander. Wir begrüßen uns, kommen schnell ins Gespräch und tauschen Geschichten aus. Ein Paar kennen wir sogar aus dem Oman wieder. Wir treffen auch Evelyn und Frank mit ihrem Hund Eddy. Marie ist sofort begeistert und spielt mit ihm. Nach und nach entsteht eine kleine Gemeinschaft am Strand.

    Am Nachmittag setzt ein starker thermischer Wind ein. Er bläst kräftig und in Böen, alles muss festgehalten werden. Trotzdem ziehen wir unseren Plan durch und kochen Gulasch im gusseisernen Topf über dem Feuer. Jens kümmert sich ums Feuer, es dauert eine Weile, aber am Ende schmeckt es richtig gut. Dazu gibt es Kartoffeln und Rotkohl und wir genießen gemeinsam das Essen.

    Kitesurfen ist später wegen des unbeständigen Winds nicht mehr möglich, obwohl Jens am Vormittag noch gute Bedingungen hatte. Wir bleiben zwei Tage hier und genießen die Zeit.

    In der Region werden viele Erdbeeren und Bananen angebaut. Überall sehen wir Gewächshäuser und Felder. Wir kaufen frische Früchte direkt vor Ort. Sie sind reif, süß und schmecken besonders gut. Ein kleiner Luxus, über den wir uns sehr freuen.
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