• Bei den Götter im Olymp

    May 20 in Greece ⋅ ⛅ 13 °C

    Nach ein paar Tagen am Meer fahren wir weiter zum Olymp. Den mächtigen Berg haben wir schon von der anderen Seite gesehen. Mit 2.917 Metern ist er der höchste Berg Griechenlands und in der Mythologie der Sitz der Götter. Schon von weitem wirkt das Gebirge beeindruckend und fast schon mystisch.

    Die Anfahrt dauert etwas länger, weil wir in Griechenland meist die Autobahnen meiden. Die Maut ist uns einfach zu teuer, also fahren wir über kleine Landstraßen. Das dauert zwar länger, aber wir sehen viel mehr vom Land. Von unserem Stellplatz am Meer sind es am Ende nur noch etwa dreißig Minuten bis zum Startpunkt der Wanderung.

    Wir fahren hinauf bis Prionia und finden dort direkt einen Parkplatz. Schnell werden die Rucksäcke gepackt und es geht los. Der Weg führt zuerst an einem klaren Gebirgsbach entlang, dessen Wasser direkt aus den Quellen des Olymp kommt und trinkbar ist.

    Der Aufstieg ist anstrengend. Anderthalb Stunden wandern wir durch den Wald bergauf. Marie macht das super mit, auch wenn wir zwischendurch immer wieder motivieren müssen. Schließlich wartet eine kleine Überraschung auf sie, ein versteckter Schatz, der die Anstrengung schnell vergessen lässt.

    Bis zu den Gipfeln wäre es noch ein weiter Weg, mehrere Stunden durch alpines Gelände. Immer wieder begegnen wir Wanderern, die weiter hinauf wollen oder in der Berghütte übernachten. Für uns reicht heute die Atmosphäre im Nationalpark vollkommen aus. Wir waren den Göttern hier schon ziemlich nah.

    Der Rückweg ist deutlich leichter. Nach knapp drei Stunden sind wir wieder unten am Parkplatz. Bevor wir weiterfahren, füllen wir unsere Flaschen mit frischem Quellwasser vom Olymp, unserem kleinen Glückswasser.

    Dann verlassen wir das Gebirge wieder und fahren weiter Richtung Westen. Der Olymp bleibt im Rückspiegel zurück, aber sicher nicht so schnell aus unseren Gedanken.
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