A bit of a rough start
July 15, 2025 in England ⋅ 🌧 15 °C
HUTTON-LE-HOLE * Hm. Was war das denn jetzt? Nach meinem wunderbaren und sehr ausführlichen English Breakfast habe ich meine Sachen gepackt, und bin in Richtung Autovermietung aufgebrochen. Zu Fuß circa 15 Minuten, hat super geklappt, ich habe es sofort gefunden. Die Abholzeiten werden ja relativ genau genommen, ich war sogar 10 Minuten vor der Zeit da, um 9:50 Uhr.
Die Anmietung war völlig problemlos, bis es darum ging, die Kaution von meiner neuen Kreditkarte abzubuchen. Letztendlich stellte sich heraus, dass das Limit der Kreditkarte nicht ausreicht. Ich hatte die Miete mit der gleichen Kreditkarte bereits online bezahlt, und dabei nicht darauf geachtet, dass das Rest-Limit für diesen Monat dann nicht mehr für die Kaution reicht. 200 € haben gefehlt. Mein Fehler.
Die Mietwagenfirma hat mir bis 12:00 Uhr eingeräumt, die Reservierung vorzuhalten. Ich habe dann versucht das Limit per Überweisung rasch zu erhöhen. Keine schöne Situation, dann circa anderthalb Stunden bis 12:00 Uhr in einer britischen Kantine zu sitzen (immerhin auf einem Sessel), und immer wieder zu schauen, ob das Limit erhöht wurde. Das war für mich eine gute Übung, die Ruhe zu bewahren, unter Stress verschiedene Optionen durchzugehen, Mietwagenpreise für eine Anmietung innerhalb von 2-3 Stunden anderswo zu prüfen, und mit verschiedensten Hotlines zu telefonieren.
Alternative: um die erforderliche Kaution zu vermindern, müsste ich ein Versicherungspaket direkt beim Vermieter abschließen. Zusätzlich zu meinem bereits vorhandenen, umfangreichen Versicherungen, online gebucht bei der Anmietung über billiger-mietwagen.de.
Lange Rede, kurzer Sinn: um 12:00 Uhr war das Limit nicht erhöht, die Reservierung drohte zu verfallen. Das Geld hätte ich nicht zurückbekommen. Ich habe die zusätzliche Versicherung abgeschlossen, und die Mietkosten damit locker verdoppelt. Shit.
Kein so besonders schöner Einstieg in den Urlaub.
Den Wagen habe ich dann mit der Zusatzversicherung völlig problemlos erhalten, und ehrlich gesagt ist der auch ganz schick. Eine bessere Kategorie, als ich ursprünglich gebucht hatte, da meine kleinere Kategorie nicht mehr verfügbar war. Ein Nissan Juke, also ein Mini – SUV, fast nagelneu und knallrot. Mein Begleiter in den nächsten zwei Wochen. Hoffentlich mein treuer Begleiter. In jedem Fall mein teurer Begleiter.
Die Autofahrt war dann unspektakulär, ich bin erst zweieinhalb Stunden aus Manchester rausgefahren, Richtung Norden. Der Flughafen in Manchester liegt im Süden der Stadt, ich musste einmal komplett durch den Großraum Manchester. Das war anstrengend, es nieselte, es war sehr viel Verkehr auf der Autobahn, im Bereich Manchester wahnsinnig viele Auf- und Abfahrten, bis zu fünfspurig, einzelne Spuren wurden dann immer Spuren für andere Ziele, ohne dass man die Spur gewechselt hätte, ich musste erst einmal lernen, die englischen Wegweiser korrekt zu interpretieren, dann lernen wie Google überhaupt die Spuren anzeigt (fun fact: immer dann wenn es unübersichtlich wird, gar nicht…), ganz nebenbei hatte ich dann auch jetzt auch noch ein Rechtslenker-Auto, mit der Schaltung, wie sich das gehört, in der Mitte des Fahrzeugs, also links von mir. Ich war dann nicht undankbar, als ich nach ca. 2,5 Stunden von der Autobahn runter konnte.
Die Fernsehserie “Der Doktor und das liebe Vieh“, eine BBC – Produktion, habe ich als Kind gerne gesehen. Vor einigen Jahren gab es ein Remake, auch das fand ich sehr gut. Was für eine wahnsinnig tolle Landschaft! Der Autor, James Herriot, war tatsächlich Tierarzt, hieß tatsächlich Alf Wight, und wohnte und praktizierte in Thirsk. Deshalb gibt es dort das James Herriot – Museum, die Hauptattraktion dieser kleinen Marktstadt.
Das Museum war sehr bezaubernd und interessant. Es wurden zum einen die Originalräume von Alf Wight und seiner Familie gezeigt, zum andern auch Studio-Kulissen der BBC-Serie. Mir hat es sehr gut gefallen.
Zu meinem heutigen Ziel, Hutton-le-hole, waren es dann noch circa 30 km, also eine Dreiviertelstunde mit dem Auto über die Landstraßen. Ich bin hier jetzt in einem kleinen Airbnb, einem schönen alten Farmhaus. Fotos folgen morgen, hier regnet es gerade reichlich. Das Wetter war heute den ganzen Tag kalt, windig und regnerisch, und hier, unmittelbar am Rande der North York Moor ist es auch nicht anders. Im gesamten Örtchen hat leider kein Pub oder Café oder irgendetwas geöffnet, das heißt ich habe einen ruhigen Abend im Quartier vor mir. Der kann mir heute gar nicht schaden.
Morgen soll die Sonne scheinen, und die North York Moors sind nur noch 5 Minuten Autofahrt entfernt – ich freue mich. Ich habe das erste Ziel erreicht!Read more








