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  • Day130

    Spiritueller Overflow und Nõ-Theater

    August 8, 2018 in Japan ⋅ ⛅ 32 °C

    Tagesplan: Tempel- und Schrein-Intensivkur. 22 Kandidaten gab es dafür im nahen Umfeld. Wir stiefelten voller Vorfreude los. Der erste große Schrein 'Okanomiya' sah sehr prachtvoll aus, nur leider war außer uns niemand da. Umso erwartungsvoller folgten wir dem Weg an sieben Tempeln vorbei, aber auch dort totale Leere. Keine einzige Kaligraphie fürs Goshuin. Für die sammelwütige Lisa totale Ernüchterung (und Jonas ist auch angefixt). 😳
    In einer nahegelegenen Mall fanden wir dann die ganzen Matsumotler. Vielleicht ist heute Temple-zu- und Feiertag? Nach einer kurzen, frustrierenden Shoppingtour (nichts hat gepasst) kürzten wir unseren Plan ab und besuchten vorerst nur noch den empfohlenen Fukashi Schrein. Zwischen den farbenfrohen Gebäuden tummelten sich neugierige Tauben und Besucher! Im Anschluss hüpften wir auch in das nahe gelegene Matsumoto City Museum of Art, in dem eine temporäre Ausstellung zur japanischen Kaligraphie vom, zurzeit stattfindenden, High-School-Festival ausgestellt waren. 🈲 Verblüffend, wie unterschiedlich verschnörkelt, steif, rund oder eckig die Schriftzeichen gestaltet werden können. Außerdem konnten wir die moderne und ungewöhnliche Dauerausstellung der in Matsumoto geborenen und in New York geprägten Künstlerin Yayoi Kusama bestaunen. Mit neuer Motivation machten wir uns auf den Weg zum Yohashira Schrein, den wir in einer süßen Bummelstraße fanden. Auch hier war wieder was los. Juhuu! 😁
    Anschließend nahmen wir uns die Innenbesichtigung der Burg Matsumoto vor. Diese fünfstöckige Holzburg wurde vor über 400 Jahren errichtet und war der Sitz von sechs Herrscherfamilien. Im Laufe ihrer Geschichte und zu den Feudalzeiten Japans hatte sie eine wichtige militärische Funktion. Total cool alles anzuschauen, durchzulesen und mit europäischen Burgen selben Alters zu vergleichen. 🏯🌺
    Im Burggarten wurden bereits eifrig Vorbereitungen für ein abendliches Fest getroffen. Wir hatten Glück und konnten uns im Rahmen des 37. Burgfestivals die kostenlose und traditionelle Takigi Nō Theater-Vorstellung anschauen. Unter anderem ging es in den Geschichten um einen Mönch der sich als Schnecke ausgibt und Reue von gefallenen Soldaten.. Naja, oder so ähnlich. 😬 Interessante und witzige Erfahrung mit viel Sprechgesang und verrückten Storys, aber wohl auch einzigartig. 😅
    Wir beenden den Tag in einem leckeren Soba-Restaurant und schlemmen handgemachte Buchweizen-Nudeln. 🍜
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