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  • Day137

    Okayama und die Krähenburg

    August 15, 2018 in Japan ⋅ ⛅ 30 °C

    Nach sechs Nächten in Kyoto geht‘s für uns weiter nach Okayama. Eigentliches Ziel war die Insel Naoshima im Süden, übernachten ist aber unfassbar teuer. Uno, der nächstgelegene Ort auf der Hauptinsel ist scheinbar total ausgebucht. Zugtickets haben wir ja schon, also fiel der Finger auf Okayama. Das scheint auch von sich aus einiges zu bieten. ☺
    Stadtmaskottchen ist ein Pfirsichjunge. 🍑🙇 Der Legende nach hat 'Momotarõ' (aus der Steinfrucht entstanden), mit der Hilfe eines Affen, Fasans und Hundes, einen menschenfressenden Dämon bezwungen. Soso.. Die Geschichte ist selbst auf den Gullideckeln bebildert: süß. 😊
    Wir durchzotteln also die schachbrettartigen Straßenzüge der unbekannten Stadt und fanden letztendlich unser Hotel 'Maira' am hübschen Kanal.
    In Japan mussten wir unsere Ein-Tag-im-voraus-buchen-Taktik über den Haufen schmeißen. Das ging in Südostasien spitze, aber in Japan ist halt alles ausverkauft, oder unbezahlbar. Dabei ist nicht einmal Kirschblütensaison. 💸💹
    Somit fanden wir in Okayama nur noch ein Hotelzimmer, aber wir sind dennoch dankbar. So können wir für zwei Nächte den Schlafsälen entfliehen. Privatsphäre, hurra!! 😁
    Dank des ausgesprochen guten Service, der mit kostenlosem Kaffee, Kakao und Soft-Drinks sowie frei verfügbarem Eis und Milchbrötchen-Spezialitäten aufwartete, haben wir die Mehrkosten bald wieder drin. 😉
    In der Nähe steht zudem, ganz in Schwarz, eine kleine, aber prächtige Burg. 🏯
    Die "Krähenburg" wurde 1966, nach ihrer Zerstörung im 2. Weltkrieg, wiedererrichtet und ist nun beispielsweise mit einem Fahrstuhl ausgestattet. Ein historisch inkorrekter Komfort-Bonus. Von ganz oben haben wir einen schönen Rundumblick und sehen bereits unser nächstes Ziel: den Wandelgarten Kōraku-en. Er gehört zu den drei berühmtesten Gärten Japans. Wirklich wunderschön, nur spielte das Wetter nicht ganz mit. ☔ Besonders unerwartet finden wir die kleine Teeplantage und das Reisfeld. 🌱🌿

    Abends aßen wir bei einem Peruaner, der vor 17 Jahren nach Japan kam und seit zwei Jahren dieses leckere Restaurant betreibt. Auf dem Heimweg steckten wir unsere Nasen noch in ein paar Geschäfte, ehe wir einschlummern. Morgen brauchen wir wieder viel Energie. ⚡😴
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