• An 1 Tag Abu Dhabi entdecken

    December 30, 2025 in the United Arab Emirates ⋅ ☀️ 24 °C

    Abfahrt frühmorgens 8.30 Uhr. Zu früh für mich, um glamourös auszusehen, aber genau richtig, um Dubai noch schlafend zu verlassen. Unser privater Fahrer Jan Muhammad sitzt bereits geschniegelt im Wagen, freundlich, ruhig und offensichtlich wach genug für uns alle. Ein Luxus, den man schnell zu schätzen weiß.
    Große Moschee, große Wirkung und sehr genaue Regeln
    Erster Stopp: die Sheikh Zayed Grand Mosque.
    Schon von außen überwältigend. Weiß. Riesig. Still. Und innerlich denke ich noch: Ach, ich bin doch gut vorbereitet.
    Spoiler: war ich nicht.
    Dresscode-Realität
    • Männer dürfen kurzärmlig, aber bitte mit langen Hosen erscheinen.
    • Frauen benötigen lange Kleider bis über die Knöchel, Ärmel bis zu den Handgelenken und ein bedecktes Haupt.
    Mein Cape sah sehr elegant aus. Fand ich. Die Sicherheitskontrolle fand es… optimistisch.
    Ergebnis: nicht genehmigt.
    Mein Mann reagierte schneller als ich diskutieren konnte und reichte mir sein langärmliges Hemd und ging im weißen T-Shirt. Ich schlüpfte hinein, bestand die Kontrolle und lernte wieder einmal: In Abu Dhabi entscheidet nicht Stil, sondern Regelkonformität.
    Der Einlass selbst erinnert stark an einen Flughafen. Taschenkontrolle, Scanner, klare Ansagen. Feuerzeuge sind tabu und nicht nur das, vieles muss nummeriert abgegeben werden. Man bekommt es später tatsächlich wieder zurück. Ordnung kann also auch sehr zuverlässig sein.

    Drinnen wird es dann ruhig. Fast automatisch, trotz der vielen Besucher. Die Moschee entschleunigt. Man wird leiser, langsamer, respektvoller. Selbst das Fotografieren fühlt sich plötzlich nachdenkenserfordernd an und es beeindruckt die große Kunst des Bauwerks.
    Weiter geht’s!
    Mandarin Oriental Palace – nur schauen, nicht sitzen
    Ein Gebäude, das schon beim Ankommen flüstert: Du bist hier nur zu Besuch. Ob man es sich leisten kann hier Nächte zu verbringen, diese Frage stellt sich uns nicht.
    Wir bewundern das Hotel in seinem Glanz und Gloria, verzichten bewusst auf einen Kaffee mit Goldstaub und lassen es beim Staunen. Man muss nicht alles testen. Manche Orte wirken auch im Vorbeigehen.

    Souk, Farben und der Hunger danach …

    Der Souk in Abu Dhabi folgt. Keine Blechhütten, nein, ein außergewöhnliches Bauwerk erwartet uns! Gänge, Lichter, Muster, kleine Entdeckungen. Kein hektisches Kaufen, eher ein neugieriges Schlendern. Und irgendwann dieser Moment, in dem man merkt: Jetzt wäre Essen wirklich eine gute Idee.

    Also weiter zur Marina Mall. Klimaanlage, Auswahl, Sitzplatz. Sehr willkommen und klar - wir essen italienisch.

    Finale am Meer – Saadiyat Island

    Zum Abschluss fahren wir auf die Saadiyat Island.
    Strand. Meer. Palmen. Kaffee in der Hand, Blick aufs Wasser. Nach all den Eindrücken genau das richtige Tempo.

    Keine Regeln mehr, kein Scanner, kein Dresscode. Nur Luft, Weite und dieses Gefühl, dass ein Tag genau richtig endet, wenn man nichts mehr sehen muss.

    Fazit

    Abu Dhabi überrascht. Mit Strenge und Großzügigkeit. Mit Ordnung und Gelassenheit.
    Und manchmal auch damit, dass ein Cape einfach nicht reicht.

    Aber genau das macht Reisen lebendig.
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