Me, myself and I ... damit ausreichend Gesellschaft ;-)
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  • Day11

    Nagoya

    November 28, 2017 in Japan ⋅ ☀️ 15 °C

    Nutze die Zeit vor dem Boarding nach Friedrichshafen, um hier einen Schlussstrich zu ziehen.

    Die Konferenz war lohnend, vor allem wegen der Kontaktpflege. Auch habe ich wieder neue Kolleginnen und Kollegen kennengelernt. Es gab viele Anfragen für Kooperationen, da werde ich erstmal schauen müssen, was ich davon wahrnehmen kann.

    Das Highlight der Konferenz war der Schoolvisit. Es ist immer ganz besonders spannend Schulen, deren didaktisches Konzept, deren Ausstattung und vor allem die Schülerinnen und Schüler (SuS) in anderen Ländern kennenzulernen. Die japanischen SuS waren besonders herzlich. Wir haben dann auch gemeinsam gegessen, immer jeder Besucher mit ca. 10 SuS. Und zwar gemischte Altersgruppen (vertical deviding), Erstklässler bis 6. Klässler. Das war total nett, wie man mit einem Wortschatz von 20 englischen Wörtern so viel Spaß haben kann.

    Nagoya selbst ist keine Reise wert. Höchstens noch Nagoya Castle. Ich habe auch noch einen großen Tempel besucht, dieser war aber total schmucklos. Ein schöner überdachter Basar und ein futuristisches Einkaufszentrum machten den Kohl auch nicht fett. Insgesamt ist Nagoya eine typische Arbeiterstadt, so wie Friedrichshafen ;-)

    Zum Abschluss war ich mit Roland und dem Organisator der Konferenz (besondere Ehre und Wertschätzung für uns) nochmal megamäßig Essen. Noch nie so gut gegessen in meinem Leben!

    Jetzt geht es gleich heim - ich freue mich saumäßig!

    Danke nochmal an alle virtuell Mitreisenden, egal ob per Blog, WhatsApp, Mail oder auch als stumme Genießer!

    —- END —-
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day6

    Tokyo Station - Tschüß Großstadtperle!

    November 23, 2017 in Japan ⋅ ☀️ 14 °C

    Erinnert ihr euch noch an das schöne alte Gebäude der Tokyo Station? Von der anderen Seite nicht wieder zu erkennen. Unheimlicher Trubel hier.
    Was mir auch nicht bewusst war: der Shinkansen fährt echt alle 20 Minuten. Wir durften übrigens nicht gleich einsteigen, da der Zug von einem Großtrupp Frauen einmal kpl gereinigt wurde - in 10 Minuten! Aber tippitoppi! Lustig auch, jedesmal wenn der Zugbegleiter durchläuft verbeugt er sich tief bei Betreten des Wagens und dann nochmal beim raus gehen. Das mit dem Verbeugen ist ja eine Wissenschaft für sich - man sollte das als Wessi nicht bewerten, auch wenn einem diese (scheinbare) Unterwürfigkeit manchmal zum Fremdschämen bringen möchte.

    Tja, das war Tokyo. Ich glaube, ich bekomme noch kein Fazit hin. Zu viel, was noch im Arbeitsspeicher auf Verarbeitung wartet. Wie nähert man sich überhaupt einer Bewertung? Über Vergleich vielleicht ... (hier standen gerade noch min. 200 Wörter Text - alles gelöscht)

    Nee, das waren so großartige Tage, die mir persönlich auch so gut getan haben. Und die ich auch gebraucht hatte. Ich denke die vorhergehenden Berichte und Bilder sprechen für sich. Mehr braucht‘s nicht.

    Tschüss, du gelassen pulsierende Perle im Land der aufgehenden Sonne!
    Wir sehen uns wieder! Und alle die mich kennen wissen, dass das schon mal ein Ausnahmekompliment ist. Normalerweise reise ich immer nach dem Motto: Das Leben ist zu kurz um etwas zweimal zu machen.

    Danke euch fürs Mitreisen!
    Schreibe in der Folge evtl. noch was zu Nagoya und der Konferenz, aber spannender wird‘s eher nicht ;-)

    Reto
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  • Day6

    Nihombashi - exklusiv Pinkeln

    November 23, 2017 in Japan ⋅ ⛅ 13 °C

    Mandarin Oriental Hotel, 38th floor.
    Das nenne ich Wasserlassen deluxe! 😀
    Auch wieder Tipp aus dem Führer.

    Eigentlich bin ich nach Nihombashi um den Mittelpunkt Japans zu sehen. Nihombashi heißt übersetzt „Japanbrücke“. Diese Brücke, bis 1911 noch aus Holz, war während der Edo Zeit der wichtigste Verkehrsknoten auf dem Handelsweg „Tokaidostraße“. Um für die Händler Entfernungsangaben machen zu können, maß man von hier aus alle wichtigen Wegstrecken zu Zielen in ganz Japan aus.
    Unter Einsatz meines Lebens machte ich sogar eine Nahaufnahme.

    Nach dem Motto „Täglich ein Schrein - und dein Geist ist rein!“ 😉 besuchte ich einen weiteren Neubau: den Fukutoku-Schrein. Klein aber fein.
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  • Day6

    Ueno, Ost-West-Konflikt

    November 23, 2017 in Japan ⋅ ⛅ 12 °C

    Der skeptische Unterton zu Ameyoko, dem lebendigen Bezirk um Ueno herum, ist mir gestern in Flurinas Kommentar natürlich nicht verborgen geblieben, konnte das abends aber noch nicht einordnen - heute schon! Aber mal eins nach dem anderen:

    Mehr aus Zufall, bzw. aus einer plötzlichen Eingebung heraus, bin ich da gestern Abend noch zum Soba Nudeln essen gegangen. Leider ohne Fotoapparat und ans Handyknipsen denke ich irgendwie gar nicht mehr.
    Wert festzuhalten wäre nämlich eine ausgelassene, südländische Atmosphäre gewesen. Kneipe an Kneipe, Restaurant an Restaurant und trotz Regen voll besetzte Tische mit ausgelassenen Afterworkern im Außenbereich. Wie auf der Plaza im sommerlichen Spanien. Da ich aber in Asien bin, ist mir gestern als Vergleich sofort die Khao-san Road in Bangkok (BKK) eingefallen. Also mir hat es da ganz toll gefallen.

    Nach dem Ausschecken im Hotel, so gegen 10.30 Uhr habe ich mich nochmal auf nach Ueno gemacht. Übrigens eigentlich ein sehr schöner Bahnhof, wenn nur der ganze Christmas Sch... nicht wäre.
    Zuerst mal am Automat den Shinkansen nach Nagoya gebucht und dann mein Gepäck im Schließfach verstaut. Diesmal folgte ich dem Reiseführer und der verzeichnete die Ameyoko Einkaufsstraße(n) auf der anderen Seite der Gleise, nämlich westlich. Ich war gestern im Osten.
    Schon gleich als ich nach der Unterführung um die Ecke bog, war mir klar, was Flurina mit „trashig“ meinte. Hier reiht sich eine Ramschbude an die andere und der passende Vergleich zu BKK wäre hier das unerträgliche Chinatown. Also zum Vergessen, muss man nicht gewesen sein!

    Momentan 12.45 Uhr, sitze ich gestärkt von einer ausgezeichneten Miso-Suppe (ich stellte mich einfach an einer Schlange mit an und wurde nicht enttäuscht - Bezahlung des Menüs übrigens am Automaten, haben viele Thekenrestaurants, dann können die sich aufs Kochen konzentrieren und haben zudem schnelleren Durchlauf) in meinem Büro: Starbucks. Neben gutem (aber überteuertem) Kaffee gibt es vor allem stabiles Internetz. Ich fahre jetzt noch weiter nach Nihombashi. Mein Shinkansen fährt nämlich erst um 16.00 Uhr.
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  • Day5

    Edo Kultur und Laugenweckle

    November 22, 2017 in Japan ⋅ ⛅ 8 °C

    Mit lästiger Unterbrechung durch ein sehr penetrantes Zimmermädchen konnte ich so 2,5 Stunden schlafen, ehe mich wieder der Hunger weckte. So lecker das Essen hier auch ist, es hält nicht lange. Ich bin zwar immer satt nach dem Essen, aber schon nach zwei drei Stunden müsste ich nachlegen. Daheim esse ich meist nur zwei mal am Tag, hier müssten es fünf sechs Mahlzeiten sein ^^
    Direkt vor dem Hotel gibt es eine schöne kleine Garküche mit Sate-Spießen, ganz wie in Thailand. Da habe ich gerade mal einen Snack genommen. Zum Abschluss meines Tokyo Aufenthalts möchte ich aber am Abend irgendwo noch Udon Nudeln essen. Daheim bin ich am Teig kläglich gescheitert; brauche neben küchenhandwerklicher Inspiration aber einfach auch was Sättigendes ;-)

    Es war dann so kurz vor drei bis ich los kam. Ich wollte wenigstens ein mal ein Museum besuchen und mich mit der Edo Kultur auseinandersetzen. Natürlich gibt es das große Edo-Tokyo-Museum. Ich wollte es heute aber bewusst gemütlicher und einfacher haben. Da bot sich das kleine und ganz liebevoll gestaltete Fukagawa-Edo-Museum besser an. Dieses kleine Heimatmuseum vermittelt sehr anschaulich die Lebensweise zur Edo-Zeit. Dazu wurde ein kleines Viertel von um ca. 1830 mit Läden, Lagerhaus, ... und Bootssteg nachgebaut. Beleuchtungseffekte und Hintergrundgeräusche machen das Ganze noch authentischer. Wie auch in der Nacht, war ich auch hier froh, um meine lichtstarke Linse. Die anderen Objektive werde ich verkaufen, das 20er reicht völlig.

    In der Nähe gibt es die deutsche Bäckerei Tanne. Mit wirklich kpl. rein deutschem Angebot: Laugen, Vollkorn, Christstollen, ..
    Ich unterhielt mich dann noch auf Deutsch mit einem jungen deutschen Bäcker, der dort aber erst seit drei Wochen arbeitet. Leider, und auch etwas dumm, wie ich finde, konnte er keine Angaben zur Firmengeschichte machen.
    Das Laugenstängele und das Vollkornweckle waren vom Feinsten und ja, auch sättigend :-)

    Hier im Bezirk Ningyocho gibt es auch einen ganz speziellen Schrein, den Suitengu. Es handelt sich um einen kpl. Neubau! Das war auch interessant, wie sich hier traditionelle und spirituelle Elemente mit der Moderne vereinen. Beton, Stahl und Kupfer zusammen mit Bambus - spannend!

    Wettermäßig hatte ich tierisch Dusel. Gerade hat es angefangen zu regnen. Wenn ich mir meine Fotos der vergangenen Tage anschaue, kann ich mein Glück kaum fassen.
    Morgen, am Abreisetag, habe ich eigentlich noch vor mich um Ueno herum umzuschauen. Da bin ich schon 20 mal vorbei bzw. drunter durch gerauscht. Neben dem zweitgrößten Park (mit Zoo) gibt es noch das Tokyo National Museum, den Toshogu-Schrein und wohl auch eine schöne schnucklige alte Einkaufsmeile, die Ameyoko-Ladenstraße.
    Klappt aber nur, wenn ich ein Schließfach finde, welches groß genug ist, oder ich deponiere meine Sachen im Hotel, müsste dann aber nochmal zurück fahren.
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  • Day5

    Outer Market

    November 22, 2017 in Japan ⋅ ⛅ 6 °C

    Wie üblich, nach der Theorie die Praxis. Roher Tunfisch in 3 verschiedenen Qualitäten. Einfach nur mit Salz. Keine Sojasauce, keine Wasabipaste, einfach nur pur. Ein Gedicht!
    Der Outer Market hat auch sonst einiges zu bieten. Wenn man richtig gut und günstig essen gehen will, dann ist das meines Erachtens die beste Adresse in Tokio. Unter den 600 Geschäften sind mindestens ein Viertel „Restaurants“. Also eher Ständchen, Imbisse oder Mini-Restaurants mit 8 Sitzplätzen oder so. Alles duftet unglaublich gut und mehrheitlich wird irgendwas mit Fisch angeboten.

    Diese letzten Zeilen tippe ich gerade auf dem Heimweg in einem Starbucks. Es ist jetzt Ortszeit 9.00 Uhr, also 1.00 Uhr bei euch. Ich bin noch etwas aufgekratzt und demgemäß nicht so richtig müde. Werde aber nicht den Held spielen und bald zum Hotel fahren. Onsen und dann Mittagsschlaf.

    Zum Schluss noch ein Bild von meinem Arbeitsplatz. Ich hoffe ich konnte euch einigermaßen mitnehmen!
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  • Day5

    Tuna Auction

    November 22, 2017 in Japan ⋅ ⛅ 3 °C

    Es ist fast halb sechs, als es endlich los geht. 4 Stunden Warten - und es hat Laune gemacht. Natürlich war in diesem Warteraum schon ein sehr spezielles Völkchen versammelt: Traveller, Erlebnishungrige, Fotografen, ... Wenn du die Jungs und Mädels in einer Bar kennengelernt hättest, wäre es nicht weniger lustig gewesen - ok, man hätte evtl. mehr Sake getrunken. Immerhin habe ich nun auch eine Adresse in Perth.
    Auch muss man sagen, dass das Entertainment wirklich gut war. Neben dem Bieter, gab es noch einen älteren Japaner, welcher übrigens ausgezeichnet und gut verständlich Englisch sprach, der uns mit Geschichten bespaßte, eine spontane Vorstellungsrunde moderierte und dabei zu jedem Land eine gute Pointe parat hatte.

    Der Gang zur Auktionshalle war abenteuerlich. Die Wachleute, die uns über das weitläufige Gelände führten, hatten alle Hände voll zu tun, dass niemand aus der Gruppe von einem der zu hunderten umherfahrenden Elektrokärrele erfasst wurde. Ein unbeschreibliches Gewusel, wie im Ameissenhaufen oder im Bienenstock.

    Dann erster Blick in die Auktionshalle. Ich würde schätzen, dass etwa 200 Fische einzeln, entweder auf Paletten oder die kleineren auf dem Boden liegend, angeboten wurden. Jeder Tuna einzeln gekennzeichnet, damit die Bieter sich Notizen für das Höchstgebot machen können und der Auktionator seine Arbeit ordentlich verrichten kann. Sehr interessant, das hatten wir vorher auch schon erklärt bekommen, war es, wie die Fische taxiert wurden. Hatte ein Bieter einen Tuna ins Visier genommen, schaute er zuerst auf die abgeschnittene Schwanzflosse, dann hinter die Kiemen. Alle hatten so kleine Beile an einem langen Stil dabei, mit welchen Proben aus der Schnittfläche der Schwanzflosse entnommen wurden. Da alle Tunas gefroren waren, wurden die Probestückchen zunächst mit der Handfläche verrieben, auf Konsistenz geprüft und anschließend noch genauestens mit einer Taschenlampe begutachtet. Echt eine Wissenschaft für sich.
    Nach einiger Zeit kam dann die große Stunde des Auktionators. Der hätte locker auch als Rapper sein Geld verdienen können. In perfekter Fanta4-Manier ratterte er die Preise so lange runter(!), bis der erste Bieter ein kaum wahrnehmbares Handzeichen abgab - der Tuna war verkauft. Lustig war, dass er dabei mit dem ganzen Oberkörper im Takt wippte - wie wenn er ein Konzert geben würde. Ich habe ein Video mit dem Smartphone gemacht, stand aber ungünstig und das Licht war auch nicht so gut und vom Ton wollen wir gar nicht erst reden - schaut einfach selbst. Bis an die zwei Millionen Yen (15.000 EUR) gingen anscheinend die Gebote.

    Der Rückweg war ebenso abenteuerlich, aber immerhin war es da schon fast hell.

    Hat es sich gelohnt? Ja, weil es einfach weltweit einmalig ist und es das Erlebnis sein wird, welches mir von diesem Trip am nachdrücklichsten im Gedächtnis haften bleiben wird. Nein, nur wenn ich in den Erbsenzählermodus wechsele: eine Nacht für eine Viertelstunde ...
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  • Day5

    Tsukiji - weltgrößter Fischmarkt

    November 22, 2017 in Japan ⋅ 🌙 4 °C

    Ich hatte ja noch etwas gehadert, bin dann aber doch um 23.30 Uhr mit einer der letzten Bahnen los bis Ginza und dann die 1,5 km gemütlich runter zum Hafen gelaufen. Vorher war ich nochmal im Onsen (jap. Bad), habe direkt neben dem Hotel ausgezeichnet essen und habe eine Stunde geschlafen.
    Tja, warum tut man sich das an, sich eine Nacht nahezu ohne Schlaf um die Ohren zu hauen. Ganz einfach, das hier ist a) weltweit einmalig und b) wird es den Fischmarkt in der Form nicht mehr lange geben. Die Verlegung an einen anderen Ort steht wohl 2018 endgültig an, nachdem der Umzug schon mehrfach verschoben wurde.
    Natürlich kann man auch erst um 9.00 Uhr kommen und die öffentlichen Bereiche ganz normal besuchen. Ich bin aber auf etwas anderes aus: die große Tunfischauktion! Diese startet um 5.00 Uhr unter Ausschluss der Öffentlichkeit - aber eben nur fast. Es werden 120 Besucher zugelassen, welche in zwei 60er Gruppen beiwohnen dürfen.
    Dazu muss man sich vorher registrieren. Und nachdem sich die Verlegung rumgesprochen hat, reicht die sonst übliche Zeit,um 3.00 Uhr, sich anzustellen anscheinend nicht mehr aus. Tja, somit sitze ich gerade (1.00 Uhr) in einer urigen Arbeiterkneipe direkt neben dem riesigen Fischmarktgelände und esse Fisch-Nudelsuppe, was sonst!?
    Nach der Auktion werde ich natürlich ausgiebig frühstücken, keine Frage was es geben wird: roher, maximal frischer Fisch in Form von Sahimi. Das Angebot und vor allem die Qualität an Sushi und Co. muss einmalig sein - viele Stände, Buden, kleine Restaurants - platze fast vor Vorfreude.
    Ich schreibe hier irgendwann weiter - evtl. steht die ganze Story ja, bevor ihr ins Bett geht, also Ortszeit hier dann 6.00 bis 6.30 Uhr. Sonst wird das eben euer Frühstück, wenn ihr mögt :-)

    Zuerst stehe ich mit einem Pärchen aus Australien und einem Typ aus Hongkong zusammen, wir sind die ersten Vier, es ist 1.30 Uhr. Die anderthalb Stunden, bis wir in den Warteraum eingelassen werden, vergehen im Flug. Das ist auch gut so, es ist nämlich sehr kalt, so um die 5 Grad. Wir quatschen über Gott und die Welt - ich bin in meinem Element: es ist Nacht und habe gute Gesellschaft. Es macht immer wieder Spaß andere junge Traveller zu treffen. Andere Junge? Ja, ich wurde grade von einer jungen Australierin auf 38 geschätzt ;-)

    Seit drei Uhr sitzen wir im Warmen, aber auf dem nackten Fußboden. Wir kommen uns vor wie Flüchtlinge im Auffanglager. Jetzt „nur“ noch weitere zwei Stunden warten, wehe es lohnt nicht!

    Gerade bekommen wir eine gute und lustige Einführung über die Tunfischauktion. Der Typ ist selber seit 20 Jahre Bieter und erzählt allerlei Zoten aus diesem sehr speziellen Geschäft. Interessant, aber auch nicht verwunderlich: Der Preis für ein Kilo Tuna liegt wegen der Überfischung schon hier, beim ersten Glied der Vermarktungskette, bei bis zu 5000 Yen (knapp 40 EUR)!
    Die Besichtigung und die ganze Betreuung hier ist übrigens kostenlos. Generell muss man sagen, dass einem hier in Japan meist nichts oder wenig abgeköpft wird. Kein Vergleich zu NYC im letzten Jahr. So ein bisschen kommt gerade raus, dass das hier alles Family-Business ist. Irgendjemand behauptet dazu, dass auch hier die Yakuza, die japanische Mafia dahintersteckt!?
    Die Führung endet anscheinend um 6.30 Uhr, dann geht es in den Outer Market zum fischigen Frühstück. Ich werde die Eindrücke also erst sehr viel später aufschreiben - geht also ruhig ins Bett. :-)
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  • Day4

    WTCB - bester Viewpoint der Stadt

    November 21, 2017 in Japan ⋅ ☀️ 10 °C

    Auch hier hat Axel Schwab recht, wenn er schreibt, dass das Observatorium im 41. Stock des World Trade Centers ein Geheimtipp für Fotografen ist. Man darf ganz im Gegensatz zu anderen Viewpoints sogar Stative verwenden. Trotzdem ist es überhaupt nicht überlaufen, ganz im Gegenteil. Es gibt viele Sitzmöglichkeiten, Loungesessel, an Tischen, Bänke, ... und summa sumarum sind hier momentan vielleicht 50 Leute oben. Und rauf fahren kostet nur 500 Yen (4 EUR) - wenn ich da an New York denke, die haben exakt genau das 10-fache berechnet ^^
    Ich bin froh, dass ich doch schon im Hellen, gegen 15.30 Uhr hergekommen bin. Von hier oben bietet sich nämliche eine einmalige Sicht auf die Bucht und den Hafen von Tokyo. Aber nichts gegen das Licht der blue hour - also die kurze Zeitspanne, in der die Sonne zwar schon untergegangen ist, aber der Himmel noch nicht schwarz, sondern blau eingefärbt ist. So wie auf den Bildern :-)

    Tja, bin etwas am Grübeln, wie ich das mit dem Fischmarkt mache. Reizen würde mich die Tunfischauktion um 5.00 Uhr schon, man sollte aber bereits um 3.00 Uhr da sein, wenn man eines der raren Tickets ergattern möchte. Dann muss ich auch noch recherchieren, wie ich überhaupt hin komme. Ab Mitternacht fahren keine U-Bahnen mehr, werde nachher mal schauen, ob die JR (Das ist die normale Eisenbahn, die hier einen Ring bildet und von der aus man auch alles gute erreichen kann.) nachts fährt. Davon werde ich es wohl abhängig machen. Um gesichert sagen zu können, dass es in der Nähe ein Vergnügungsviertel gibt, in dem es leicht ist durchzumachen, fehlt mir die Ortskenntnis - das wäre nämlich auch eine spannende Möglichkeit. Ans Steuer muss ich ja nicht und perspektivisch kann ich mich ja dann ab Donnerstag auf der Konferenz erholen ;-)
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  • Day4

    Ruhe und Erleuchtung

    November 21, 2017 in Japan ⋅ ☀️ 11 °C

    Momentan sitze ich in der warmen Sonne vor dem Zojo-ji Tempel im Stadtteil Shimbashi.
    Kein Vergleich zum Senso-ji, hier herrscht die absolute Ruhe, nur das Geschrei der zahllosen Krähen nervt ein bisschen. Trotzdem bin ich im Tempel bei meinem Erstversuch zu meditieren kurz eingeschlafen :-) Hoffentlich habe ich nicht geschnarcht.
    Es soll sich niemand Sorgen machen, dass ich jetzt zum religiösen Fanatiker abdrifte, nicht mal 10 Stufen tiefer, aber irgendwie komme ich hier zur Ruhe und zum unangestrengten(!) Nachdenken - so ähnlich wie ein meditativer Zustand beim Joggen. Es muss was mit den Düften zu tun haben, so viel spüre ich.
    Jetzt erstmal irgendwo einen Kaffee und dann möchte ich rechtzeitig auf dem WTCB sein.
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