• Ein kurzer Bericht zum Ende des Tages

    August 26, 2025 in Serbia ⋅ ☀️ 23 °C

    Bis zum frühen Nachmittag verbringen wir die Stunden bei Mercedes. Unsere Campingstühle stehen in der Sonne – ich lasse mich von ihr küssen, während Sven lieber im Schatten verweilt. Er war noch nie der große Sonnenanbeter, und so teilen wir uns den Tag: ich mit dem Licht, er mit der Kühle.

    Zwischendurch wärmt uns köstlicher Kaffee, dazu Madeleines, die ich noch kurz vor unserer Abfahrt eingekauft hatte. Kleine, süße Trostspender inmitten des Wartens. Wir beobachten, wie die Zeit an uns vorbeizieht – eigenartig still, zwischen Autolärm und Werkstattgeräuschen.

    Gegen Nachmittag kommt der Servicemitarbeiter und bittet uns, ihn auf eine Fahrt zu begleiten. Rund 20 Kilometer, denn sie dürfen keine ausländischen Fahrzeuge selbst fahren. Also rollen wir gemeinsam über die Autobahn, während die Sonne über uns brennt.

    Das Ergebnis: der Ladedrucksensor sollte ausgetauscht werden. Nicht zwingend, aber ratsam, damit wir nicht wieder mit einer blinkenden Lampe am Straßenrand stehen. Er muss bestellt werden – vielleicht trifft er morgen ein.

    Wir fahren weiter, ein Stück hinaus, und finden einen Platz zwischen hohen Maisfeldern und Obstbäumen – ich meine, es sind Äpfel oder Pflaumen. Die Hitze des Tages hält sich noch, und für einen Moment träumen wir uns ans Meer, wo wir eigentlich heute schon sein wollten. Doch der Gedanke tröstet uns: Besser jetzt innehalten, als später erneut festzustecken.

    Der Abend klingt aus mit dem restlichen Essen von gestern und einer stillen Beobachtung der Natur. Die Maisfelder rauschen, als würden die trockenen Blätter einander Geheimnisse zuflüstern. Ein leises Gespräch der Erde, das uns begleitet, während die Sonne sich neigt.

    Drückt uns die Daumen, dass wir morgen weiterziehen können. 🙏🏻
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