Sterne 🌟 auf dem Wasser
August 30, 2025 in Greece ⋅ ☀️ 33 °C
Welch schöner Anblick mich heute Morgen wach küsst: das Meer glänzt und die Sonne malt mit ihren Reflexionen tanzende Sterne und feine Lichtlinien auf das Wasser. Es liegt klar und ruhig vor uns, perfekt für ein paar Bahnen in der Stille. Während ich dem Spiel von Licht und Wellen nachspüre, spielt Sven noch ein wenig mit unseren Baderatten. Heute ist es Chippo, der mutiger als sonst ins Wasser geht, während Charly vorsichtiger bleibt – vielleicht erschreckt ihn etwas, vielleicht spürt er auch meine eigene Unsicherheit und spiegelt sie auf seine Weise.
Nach der Dusche brechen wir zum Einkaufen auf. Doch hungrig einkaufen – das geht selten gut, bei uns. Immer wieder hören wir uns sagen: „Oh, darauf hätten wir auch Lust.“ Bis wir uns schließlich bremsen: nicht zu viel, nicht aus Hungerphantasien. Die wichtigsten Dinge sind besorgt, der Rest ist nur Verführung, der wir widerstehen können.
Sven findet unweit des Ladens eine kleine Stelle direkt am Meer, wo wir frühstücken können. Ich zaubere Menemen – eine türkische Omelett-Variation, die wir beide lieben. Während Sven den Tisch deckt, brutzelt die Pfanne und wir genießen ein ausgiebiges Frühstück mit Blick auf die glitzernde Weite.
Auch während des Essens zieht es meine Aufmerksamkeit zurück aufs Meer. Immer wieder brechen die kleinen Wellen an derselben Stelle. Ein Stein ragt dort verborgen im Wasser, zwingt sie zu brechen und flüstert still: „Umlaufe mich, umarme mich, werde eins mit mir.“ Ein poetischer Dialog, der sich in meinen Gedanken entfaltet – klar, stark, zart zugleich.
Nach einem kleinen Budenzauber fahren wir weiter, suchen eine Wiese für die Jungs. Bald finden wir ein Feldstück, vielleicht 1.500 Quadratmeter groß, direkt am Meer. Der Ausblick lässt mich träumen. Dann das Schild: For Sale. Sofort beginne ich zu spinnen, was wir alles daraus machen könnten, wie wir dort Saisonal leben und den Rest der Zeit vermieten würden. Träumen ist ein Geschenk, das nie aufhören darf. Sven schlägt lachend vor, einfach die Telefonnummer zu fotografieren.
Der Ort Livantes grenzt gleich an Arkitsa, beide wirken verschlafen, fern vom Tourismus. Berge im Hintergrund, das Meer davor – ein Bild, mit dem ich jeden Tag beginnen könnte. Wir stellen fest, wie sauber Griechenland inzwischen geworden ist. Früher war es der Müll, der uns an jeder Ecke traurig stimmte, heute staunen wir über die Klarheit und freuen uns, dass sich etwas verändert hat. Die Mülltonnen stehen überall und der Müll darin statt wie sonst daneben verteilt.
Gegen 13 Uhr sind wir wieder abfahrbereit. Das Navi zeigt schon die Villa an, in die wir bald einziehen werden. Heute fahren wir aber nicht bis dorthin, aber in die Richtung. Über die Brücke nach Euböa öffnet sich uns ein herrlicher Blick auf die Küste – ein Vorgeschmack auf das, was kommt.
Wenig später erreichen wir den Platz, den ich ausgesucht habe. Ein kleines Dörfchen und wieder mündet es direkt ins Meer. Wir parken auf einer kleinen Landzunge, halten Mittagsruhe, gehen mit den Jungs ins Wasser, kühlen uns ab, liegen in der Sonne.
Während die Stunden still vergehen, spüre ich nur eins: Glück, Zufriedenheit, Dankbarkeit. Für alles, was uns geschenkt wird. Tag für Tag.Read more
















