Der Weg führt zurück und weiter
September 11, 2025 in Greece ⋅ ☀️ 29 °C
Ein kleiner Auszug aus unserem gestrigen Tag.
Eigentlich wollten wir unseren einsamen Strand schon verlassen, doch bevor wir endgültig aufbrechen, zieht es uns noch einmal in die kleinen Läden des Ortes. Dreimal gehe ich an Geschäften vorbei, dreimal bleibe ich schließlich doch stehen und jedes Mal werde ich fündig. Mit einem Lächeln im Gesicht trage ich meine Schätze heraus, glücklich über diese Entdeckungen. Vor allem ein Set scheint wie für mich gemacht zu sein, Sven sieht mich an und nickt zustimmend. 😍
Erst gegen 13 Uhr frühstücken wir, in einem kleinen Café nahe der Promenade. Dann geht es zurück zum Auto. Wir wollen Richtung Süden der Insel, lassen uns von Google Maps führen oder vielmehr in die Irre. Sven soll links abbiegen, zögert, flucht, weil die Straße steil aussieht. „Unmöglich!“, meint er. Vielleicht hätte er diesmal doch auf Google hören sollen. Die alternative Route führt uns zwar mit atemberaubenden Blicken voran, doch die Straße ist kaum mehr als ein holpriger Weg. Nach unserer Türkeierfahrung im letzten Jahr, wo wir gefühlt dem Tod näher waren als dem Leben, kann uns hier jedoch kaum noch etwas schrecken.
Die Fahrt ist ein Fest für die Augen. Das Meer glänzt tief türkis, weit unter uns liegen winzige Buchten, unerreichbar schön, nur zu Fuß erreichbar, wenn überhaupt. Die Steilhänge sind grün bewachsen, Palmen ragen am Straßenrand hervor, dazu unzählige Pflanzen, die ich am liebsten alle mitnehmen würde, um unser Grundstück zu schmücken. Immer wieder Olivenbäume, uralt und majestätisch. Für mich haben sie etwas Magisches, als würden sie Geschichten erzählen. Ich spüre eine tiefe Verbindung zu ihnen.
Doch als wir unser eigentliches Ziel erreichen, zeigt sich: kein Zugang zum Strand. Also fahren wir weiter, entdecken eine einsame Bucht, doch auch hier lässt sich schlecht parken. So ziehen wir weiter, die ganze Südostküste entlang, nur um am Ende dorthin zurückzukehren, wo wir gestartet sind: zu unserem einsamen Strand bei Karystos. Es fühlt sich richtig an. Übrigens auf dem Rückweg über eine gepflasterte Straße, nämlich jene, die Sven nicht fahren wollte. 🙈
Der Abend klingt still aus. Ich rolle noch einmal meine Yogamatte aus, atme, bewege mich und dann verschwinden wir ins „Haus“.
Am Morgen möchte ich länger schlafen. Sven ist leise, verdunkelt den Schlafbereich und geht hinaus. So aufmerksam, so liebevoll. Doch die Jungs haben anderes im Sinn: sie jaulen so lange, bis sie zu mir ins Bett kommen dürfen, holen sich ihre Kuscheleinheit. Danach frühstücken wir ausgiebig, packen zusammen und nehmen Abschied. Danke, wundervoller Strand, für diese Tage. 🙏🏻
Nun wenden wir uns nach Nordosten. Ein paar Tage bleiben uns noch auf dieser Insel und wir wollen sie nutzen, um weiterzuziehen, zu sehen, zu staunen.Read more


















