• SY Peanut
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🇸🇪 once more..

Et 66-dagers eventyr av SY Peanut Les mer
  • Reisens start
    16. juni 2025
  • Schnelles Segeln Baum kaputt

    26. juni 2025, Danmark ⋅ ☀️ 17 °C

    Den Mutigen gehört die Welt? Naja, fast. Auf jeden Fall verlassen wir halb 12 den Hafen und sind nach dem Windgeheule in den Masten gespannt, was uns an Seegang draußen erwartet. Ganz vorsichtig im zweiten Reff nur Großsegel geht’s am Kaiserstuhl vorbei auf die offene See. Wind kommt mit 5 Bft, das war angezeigt und wir geben Gas. Harter Seegang Fehlanzeige… Der Autopilot ist heute in seinem Element, gestern musste ich ihn schon vertreten.. In Rauschefahrt geht’s nach Bornholm. Die Genua ist längst ausgerollt und wieder kratzen wir an der 8 Knoten Grenze und knacken sie öfter. Allerdings holt das Tief nochmal Luft und mit 6 Bft. nehmen jetzt auch die Wellen wieder zu. Aber alles bleibt gut zu handeln, es soll ja am Abend abflauen.. Muss es auch, wenn ich in Hammerhavn in die kleine Einfahrt ohne Stress kommen will.. Es geht zügig aufs Ziel, ich höre den Peter Thiel Podcast vom DLF (eine Empfehlung!), es gibt sonst nicht viel zu tun. Wem die 6 Folgen zu lang sind, kürzer geht’s hier mit Lanz und Precht.

    https://podcasts.apple.com/de/podcast/lanz-prec…

    Gegen 21 Uhr erreiche ich die Hammerburg, der Seegang ist zum Glück deutlich runter, der Wind bis auf 12 kn auch. Segel bergen, Motor an…
    Doch was war das? Der Großbaum hängt tiefer als normal und ich erkenne, das er vorn aus seinem Kopfteil gefallen ist.. Die Blindnieten sind gebrochen, der Großbaum zerfällt in zwei Teile, mein neues Lazy bag hält aber allerdings irgendwie noch zusammen.. Zum Glück ist nicht beim Starkwindsegeln passiert, das hätte blöde Folgen haben können.

    Passende BlindNieten hab ich keine, außerdem braucht es eine Profizange für die dicken Dinger.. Egal erstmal rein, der Hafen ist fast leer.. dann duschen und überlegen wie ich das morgen fixen kann. Morgen ist Flaute, das muss eh erstmal der Motor ran bis Utklippan…

    Nächster Morgen: der Baum wird provisorisch gefixed, vier Bolzen und etwas Silikonkleber sollten zum weiterhumpeln erstmal reichen.. Also up and away …..

    Es war Flaute, der Diesel treibt uns voran, verschluckt sich allerdings dabei gleich zweimal.. Die nächste Denkaufgabe erwartet mich. Ich will vor der Dunkelheit in Utklippan einlaufen, also Code Zero hoch. Und weil das nicht reicht, muss das Groß mitziehen. Natürlich beobachte ich genau, ob das Tape über den Bolzen hält…. So kommen wir kurz nach 21 Uhr im kleinen Hafenbecken an, 6 andere Boote sind schon da.
    Nun ja, das war jetzt gut Strecke, aber die Schäden lassen mich schon ans umkehren denken. Wird schwierig, alles mit Bordmitteln hinzubekommen. Trübsinn.. Boot vulnerable, mag ich nicht…

    Dazu: kein Wasser, kein Strom, kein Empfang… Die Vorfreude auf die kleine Felseninsel ist verflogen… Ein paar Schritte über die Felsen laufe ich trotzdem… Und es gibt immerhin Gin, mein handgemachter. Immerhin.
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  • Karlskrona - die bessere Alternative

    27. juni 2025, Sverige ⋅ ☁️ 18 °C

    Der Tag begann mit der Frage, wie jetzt weiter nach dem ☕️? Zurück nach Hause? Es passt der Wind nicht, Vorwärtskommen nach Sandhamm? ist trist und nochmal mit einem langen Bein bis Kalmar? Danach ist mir nicht. Erstmal müssen die Schäden eingegrenzt oder behoben werden. Und dazu braucht es 🛜, komisch wie amputiert man sich ohne fühlt. Aber auf Utklippan geht kaum Telefon. Ja, ich weiß, hatten wir oder die früher auch nicht. Aber es fühlt sich blöd an. Also raus und die 13 nm bis Karlskrona waren bis 12 Uhr abgespult. Belohnung: Am Steg liegen mit Strom und Wasser (seit Greifswald nicht aufgefüllt). Wo ich gestern noch für Abbruch und zurück Segeln war, sieht es heute besser aus. Die normative Kraft des Faktischen machte mir klar, Wind für den Rückweg kommt frühestens in 4 Tagen, Dann ist der Rest der Familie aber schon fast los. Also zurücksegeln und dann auf Camping wechseln wird wohl zu knapp.. Grund zwei: auch wenn ich hier Nix passendes gefunden habe, eine Blindnietzange bis 6,3 mm kostet nicht die Welt und könnte in einer Woche an Bord sein. Solange wird mein Provisorium schon halten, wenn ich das Großsegel nicht zu hart ran nehme. Hab dann auch noch lockere Blindnieten am Niederholer entdeckt, also regiert die Vorsicht, die Mutter der Porzellankiste.. Drittens, die Passagen übers offene Meer sind geschafft, im Kalmarsund bei West bis Südwest dürfte es keine Probleme mit Seegang mehr geben. Also aktuelles mind set: morgen früh weiter nach Norden.
    Ansonsten sind die Schweden hier wachsam, aber unaufgeregt. Ich hörte über Funk, wie zwei Kapitäne ihre GPS Störungen austauschen (it comes and go) und traffic control einen ominösen Schleppverband nach seinem Begehr befragt.. Im Hafen später sehe ich an einer deutschen Yacht, wie man mit subtilen Bedrohungen auch umgehen kann. Interessante Flaggenführung….! Vielleicht passt noch eine weiße an Heck… ?!

    Draußen scheint wieder die Sonne und der Wind ballert mit 30 kn. Welcome back in 🇸🇪..
    Duschen und lecker essen, und vielleicht Rotwein.
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  • Swedish vibes

    28. juni 2025, Sverige ⋅ ☁️ 20 °C

    Kalmar ist erreicht. Ich hatte im Karlskrona Fahrwasser schon Segel gesetzt und fuhr allein auf die Einfahrt zu, die ja rechts und links U Boot Sperren hat (die älteren erinnern sich..). Dann kam wie aus dem nichts die Stena line Fähre ⛴️ mit 15 kn von hinten, also möglichst viel Platz machen. Der Rest war sehr schönes Segeln raumschots und vor dem Wind. Ich checke nur den Verkehr j d schau auf Netflix die neue Version „Das Boot“.
    Gegen halb acht einlaufen in den gut belegten Hafen. Sehe eine kleine Greifswalder Yacht (Windspiel) und bekomme Anlegehilfe von Stefan (SY Raja). Der Einladung zum Anleger folgend versacke ich dann bei guten Gesprächen über Reisen und Reisepläne mit dem Eignerpaar. Eigentlich sind alle müde, die Raja ist non stop in 33 h bis hierher.. Aber morgen ist Sonntag…
    Der Wind knallt schon im Hafen, also Liegetag an diesem schönen Plätzchen, wo der schwedische Sommer seinen vibe unter dem internationalen Seglervolk versprüht. Ich hebe heute das kulinarische Niveau an Bird wieder an, nachdem es gestern nur Brot und Fischbüchse unterwegs gab.
    Spaghettini a la Limone - einfach aber köstlich… 🍋 🍷 . Morgen geht’s weiter, vermutlich bei zuwenig Wind nach Figeholm (Ja, heißt so, und ist auch sehr schön wie ich finde. Der Eingang in den Schärengarten),
    Sonst nix Neues, außer dass ich nach gefühlter Ewigkeit mal wieder die Papierkarten auspacke… Auf dem Plotterdisplay sieht man ja hier nicht mehr durch…
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  • Durchs Tor zum Schärengarten

    1. juli 2025, Sverige ⋅ ☀️ 23 °C

    Kalmar hätte man noch länger genießen können, aber die Peanut muss Meilen nach Nord machen. Also nur mit den Fingern durch die Altstadt und noch schnell zum Schiffsausrüster. Endlich scheint sich die Wetterlage etwas zu stabilisieren, Wind zw. 7-17 kn, nur leider erstmal auf den Kopf. Nach der Kalmarsundbrücke versucht es ein Viertel der Mitfahrer mit Segeln, und das passt auch gut. Mit vielen Winddrehern geht es nach Norden das Tagesziel wird wahrscheinlicher.. Die Spagettini werden zu al oilio verarbeitet, gefolgt von „mit 🍅 Soße“ am Abend , als ich in Figeholm fest bin. Ich liebe die dünnste aller Pasta, versucht das mal mit Penne (Sven 🤣😜).
    Figeholm ist zumindest für mich die freundliche Eingangspforte in den ostschwedischen Schärengarten. Die Tausenden Inseln, die Millionen Steine rechts und links vom Schärenfahrwasser und die Aussicht, mal eine ganze Schäre für sich allein zu haben.. lockt Ostseesegler, aber auch Holländer, Belgier, Briten und Franzosen hierher. Ich hab in Kalmar ein neuseeländisches Paar getroffen, die wohl die in Greifswald Herde gekaufte 48 Fuß Yacht erstmal hier ins Pippi Langstrumpf Land gesegelt haben.

    Der Film könnte „Steine“ heißen, ab jetzt läuft er in Dauerschleife. Mit immer neuen Details, dahingleiten unter Segeln (ich hab das Glück, der Gegenverkehr heute nicht), leichter Schiebewind, 25 Grad.. Der Rest vom Europa ächzt unter Rekordhitze.. Nach 8 nm durch den engen Schärengarten erreiche ich wieder die See… Zeit für den 👣, zumal seit heute wieder ausreichend Datenvolumen an Bord ist.

    Der Schärengarten ist ein Slalomlauf, nur in Zeitlupe. Aber wehe, du fädelst an einem Tor falsch ein, dann meldet sich der Stein prompt unten am Kiel.. Rocks don’t move… ich setze nur das Groß, damit ich immer alles Voraus sehen kann..

    Geht alles glatt, nach dem Kernkraftwerk, erreiche ich die See, beide Segel ziehen die Peanut mit über 6 kn nach Norden. Der Autopilot ersetzt mich als Steuermann. Der Abwasch wartet…
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  • Leicht verwirrend

    2. juli 2025, Sverige ⋅ ☁️ 20 °C

    Das Segeln durch den Schärengarten ist ein Traum. Endlose Landschaft aus Stein, immer wieder neu zusammen gesetzt. Der Südwind bleibt und schiebt, also muss ich nur auf die Slalomstangen aufpassen. auf beiden Steiten lauern Flachs und Steinhaufen, oft nur 20 m weit weg. Und die Glatzen, die Steine, die nur ab und zu rausragen.. Aber alles geht gut, nur die Orientierung wird jetzt schwierig. Oft gibt es ja nur ein Fahrwasser, dem man einfach folgt und alles mit der Karte prüft. Hier gibt es aber einige mehr.. Welcher Weg bringt mich nun zum gewollten Ankerplatz…? Ein Irrgarten… und Etwas knifflig.. Aber meine neue Navigations App Orca findet den Weg. Sie macht mir ein Routing durch die Schören. So etwas sollte man immer skeptisch sehen, aber es passt.. Inkl. Windrichtung und Stärke.. Nicht schlecht… Daumen hoch für Orca 👍..

    Dann kommt mir noch die schnellste gesegelte Yacht der Midsommersail 2025 entgegen.. ein Dragon fly Trimaran.. mit einem zufriedenen Skipper..
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  • Dit it!

    3. juli 2025, Sverige ⋅ 🌬 19 °C

    Öxelsund erreicht, es liegen 435 Seemeilen achteraus. Es wurde nochmal kernig, zum Glück bin ich früh los für die letzten 18 nm. der Westwind kam und macht mit 6 Bft. die Ansteuerung und das Einlaufen nochmal zur Aufgabe.. Ich fand am Kopf des ersten Stegs neben einem Schwesterschiff (x-332 Sport) ein freies Plätzchen was sich gegen den Wind ansteuern lies. Kaum war alles fest, drehte der Westwind nochmal auf. Nach kurzem Beine vertreten fand ich niemand im Clubhaus aber diesen stolzen Eigner eines klassischen Schärenkreuzers aus Holz. Was für ein Kunstwerk des Bootsbaus. ❤️

    Der Nachmittag wurde mit einem spätem Mittagessen gekrönt, Räucherlachs aus der Öxelsund Rökeri… 😋

    Ich werde dann mal dem Motor etwas Liebe geben und aufräumen 🧹, die Peanut 🥜 zieht noch wie wild an den Leinen, der Windmesser zeigt 30 kn, obwohl wir hier recht geschützt liegen.

    Ich glaube, im Schärengarten hat es Rasmus gut mit uns gemeint.

    Bin irgendwie auch müde, aber nicht genug um bei der Schauklei einschlafen zu können.
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  • Hävringe ohne Sonne

    5. juli 2025, Sverige ⋅ 🌧 14 °C

    Nachdem die Crew komplett war und wohl vier Schubkarren an Proviant verstaut war, ging es nach Einkauf und Tankstelle raus auf See. Es war ungemütlich, Sprührgen und auch zunehmend 5 bis 6 Bft. Daher nur eine kleine Strecke bis Hävringe, bei dem Wind war die enge Hafeneinfahrt von ca. 5 m tricky und das anlegen gestaltet sich mehr als schwierig. Mit einer Blessur an der Badeleiter liegt es sich erstmal sicher, die kleine Lotseninsel hat viel Natur aber auch ein Dutzend Häuser.
    Auf jeden Fall könnte man hier Gin machen, frischer Wacholder steht hier in Hülle und Fülle., manche sind auch da. Mir ist klar, das ich nur ein Häuschen am den inneren Schören will, hier draußen ist es bei Wind und Wetter doch ungemütlich und bei manchen Bedingungen kommt wohl weder hin noch weg..

    Mit Zimtschnecken und Sangria ist es aber zu ertragen 😉…
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  • Private Refugium

    6. juli 2025, Sverige ⋅ ☁️ 16 °C

    Der Wind war mit uns, zu Beginn vllt. etwas schwach, aber es geht voran. Furuholmen auf Itö sieht aus, wie die schöne kleine Bucht mit Mooring Tonnen zum Steg, die wir schon einmal vor 13 Jahren besucht hatten.. nach einem sehr hundefreundlichem Segeltag biegen wir in die Ankerbucht ein, der Wind nimmt ausgerechnet jetzt zu, wo ihn keiner mehr brauchte.
    Der Steg lag nur mit Motorbooten belegt und war auch nicht daue gesuchte Bucht. Zudem stand der SW noch rein. Auf der Südseite sah es besser aus, eine Mooring ward gefunden und nach kurzem „Gespräch“ war die Genehmigung für eine Nacht erteilt. Da kam eine schwedische Familie mit ihrem Motorboot und sagte uns, die Bucht ist komplett in Hand privater Ferienhausbesitzer. Und so nett sah es auch aus…. ob der Steg 2 m Wassertiefe hatte, wusste er nicht. Er Rang wohl ein wenig mit sich, lies uns dann aber an seinen Steg, der am Kopf auch tief genug war. So lagen wir inmitten der schwedischen Ferienhäuser und konnten mit dem Hund problemlos spazieren gehen. Der erste Abend am Skottigrill im Cockpit brachte uns noch eine Überraschung. Knapp 50 m entfernt am Felsen stolzieren zwei Damhirsche in der Abendsonne…

    Schon nett, was sich die Schweden auf ihre Inseln und Schären gebaut haben….
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  • Wasa - das Schiff, nicht das Brot

    7. juli 2025, Sverige ⋅ ☁️ 21 °C

    Nach einem verregneten Nachmittag und einer Nacht, ging es frischgeduscht, mit frischen Brötchen und Kanel Bullar an die letzten 12 Meilen gen Stockholm. Die Fahrwasser waren eng, man konnte dabei gut seinen Geschmack weiter entwickeln, welche Art Ferienhaus man sich denn hier kaufen wollte,. Das wäre schon ein nettes Mitbringsel.. äh Dortbleibsel… 🏡.. Der Wasa Hafen liegt einen Steinwurf neben dem Museum, da hat es uns heute noch mal hingezogen..…. Nach klar Schiff und Anleger 🍹 , dann sehen wir weiter…Les mer

  • Thank you for the music

    9. juli 2025, Sverige ⋅ ☀️ 19 °C

    Heute ist ABBA Tag. Und wirklich, beide Museen sind lohnend, das ABBA Museum natürlich eine kleine Zeitreise in meine Jugend (80-84). Mit Freund und Freundin waren wir begeisterte ABBA Fans, weiß noch, wie ich vom 37 cm schwarz weiß Fernseher „Junost“ den Konzertmitschnitt abfotografiert habe. Und Mühe hatte, daraus in der Dunkelkammer ein paar brauchbare s/w Fotos der Idole zu gewinnen. Die Bravo hatten wir ja nicht…

    Nach dem Gang zur Gamla Stan taten die Beine schon etwas weh, zum Glück gibt es im Cockpit Sonne und Medizin dagegen… 🍹 🤣🤭….
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  • Rindö: Klassentreffen & schwarze Pfoten

    9. juli 2025, Sverige ⋅ 🌙 15 °C

    Nachdem wir im Wasserhamnen noch überraschend Besuch von Susann und ihrem Sohn Ben hatten, ging es wieder ins Stockholmer Fahrwasser. Dieses muss man sich wie Traffic in Großstädten zur Rushhour vorstellen. Fähren, Motoryachten (die Schweden lieben sie…), Segelyachten und schlussendlich Kreuzfahrtschiffe teilen sich das oft enge Fahrwasser..

    Unser Motor macht etwas Sorgen und will nicht lange und nicht stark belastet werden. Also Segeln wir. Das ging auch erstaunlich gut, wobei wir anfangs das einzige Boot waren, das die Segel gesetzt hatte. Das Problem war die Richtung, die meiste Zeit direkt von vorn. Bedeutet unzählige Wenden und immer zirkeln, ob man zwischen den nächsten zwei Fähren noch durchs Fahrwasser kommt oder eben nicht. Wir Segeln aber bei guter Brise zügig bis Waxholm. Dort wird es dann so eng, das die Winddrehungen und die Abschattungen vom Ufer kein sicheres navigieren mehr zulassen. Es drängt sich auch ein wenig der Eindruck auf, das es den anderen Verkehrsteilnehmern relativ egal ist, das eine Segelyacht nicht in jede Richtung und nicht mit beliebig steuerbarer Geschwindigkeit fahren kann.

    Der Rindo Hafen bietet uns freien Platz, Livemusik aus dem nahen sehr vollen Restaurant und einen Paradeblick für die drei auslaufenden Kreuzfahrer Mein Schiff 1, Diva und Birka…

    Erstere plärrt laut „atemlos“ übers Wasser, naja… dann lieber Mama mia..

    Bei bestem Wetter motoren wir die letzten 2 nm bis zum Hafen von Rindö. Dort winkt schon Luca‘s Klassenkameradin Pia, die mit ihren Eltern Urlaub auf der Insel macht. So gibt es einen gemeinsamen Sundowner an Board und für Luca noch eine gratis Fahrt nach Waxholm zum bummeln..

    Für mich steht die letztmögliche Reperatur mit Eigenmitteln an. Der Motor überhitzt und dreht dann plötzlich qualmend hoch, was sehr unangenehm ist. In Öxelsund hatte ich schon den Thermostaten gewechselt , was leider keine Änderung brachte. Der alte öffnete aber sehr spät und sehr wenig, also hilfreich war es schon. Immer wieder ist der Ölstand zu hoch, fast egal, wieviel ich ablasse. In Stockholm ging es früh zum Baushaus, Motorenöl kaufen. Auch das brachte es nicht. Es muss Diesel ins Öl kommen, nur wie? Wenn die Injektioren undicht sind oder ein Ventil nicht mehr richtig arbeitet, kann ich das mit Bordmitteln nicht fixen, da muss der Profi ran. Bleibt die Kraftstoff Förderpumpe. Internet und auch mein Nachbar im Washamnen sagen, das eine defekte Membran den Diesel in den Ölkreislauf bringen kann.. Eine von X ? Möglichkeiten der Ursache. Aber ich habe eine Förderpumpe dabei, die hatte ich zur Englandtour mal prophylaktisch als Ersatzteil mitgenommen. Also den windigen Hafentag nutzen und los. Die Pumpe liegt dort wo man nicht an den Motor kommt, aber nach und nach bekommt ich sie ab und die neue auch wieder dran. Nach der Entlüftung des Kraftstoffsystems springt der Motor sofort an, ich werde vorsichtig optimistisch. Ob‘s das jetzt war? Ich habe keine Ahnung, aber zumindest nichts kaputt repariert 🙌.
    Schlechter als vorher ist es nicht und nach 25 Jahren darf auch mal ne neue Förderpumpe an die Maschine…

    Zumindest werde ich sie mal testen. Vielleicht muss ich noch vorher Öl ablassen, vielleicht ist es auch eine Ölquelle… ? 💵 💵
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  • Von drinnen nach draußen

    12. juli 2025, Sverige ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute stoppen wir nach 27 nm
    in einer idyllischen Ankerbucht, eng und flach in der Zufahrt aber drinnen ruhig wie der Carola See.. Der Wind kam, wiedermal VV. Von vorne. Ab und zu ging aber mal ein guter Schlag zu segeln, den Rest besorgte ER. ER hatte heute keinen Aussetzer. ER muss aber noch mal gecheckt werden, ob die Ölquelle jetzt versiegt ist… Noch ist das aber recht vage…

    Was immer funktioniert, wenn auch die Arme nur kurze Strecken mögen, ist Ja 🚣‍♀️👍. Und so bin ich Layla erst per Beiboot an Land gerudert und dann bis zu anderen Inselseite gelaufen, wo ein Hafen wartet, dessen Kneipe auch Gäste anzog. Das Ambiente um den Hafen ist mit morbide wohlwollend beschrieben. Man könnte auch Auto- und Schiffsfriedhof dazu sagen. Egal, unterwegs gab’s die ersten Blaubeeren von Mutter Erde…
    Die Sonne hat sich nur heute morgen gezeigt, den Sundowner gibt’s natürlich trotzdem..
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  • Auf in die Euro Zone

    13. juli 2025, Sverige ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach der lauschigen Ankernacht (das Bild ist von 03:20 Uhr) runden wir die Insel Högmarsö, um Leyla eine Gassirunde ohne Beiboot zu bieten. Wir laufen nochmal durch den Jurrasic Park und finden Anregungen für Drachenboote oder einfachen Hausbau (4 x 49ft Container dazwischen Carport mit Womosammlung…

    Aber sie haben einen gut sortierten ICA und einen nettes Café. Danach geht es wechselnd segeln und etwas Unterstützung durch IHN zum Absprunghafen nach Fejan.

    Ich gönne mir die Sauna mit Meerblick und Zugang zum 14 Grad frischem Nass.. Leyla bekommt eine lange Runde und abends sitzen wir im wirklich Guten aber wie hier überall nicht ganz billigem Restaurant, anschließend bei Sundowner im warmen Cockpit. Vom Sauna Schweden lerne ich, das es vor COVID hier überall noch viel günstiger war und sehe, das Sauna zwar Volkssport ist, aber eben mit Sporthose.. Ich verhalte mich dann natürlich nach Landesbrauch..

    Die Winde bleiben schwach aber gut segelnde für eine X-332 und damit steht der Entschluss, den Alandinseln noch einen Besuch abzustatten. Das Hafengeld in Mariehamm klingt mit 96 Euro nicht einladend, aber die Alandinseln sind ja auch Sehnsuchtsort für viele. Bei der kurzen Saison und den vielen teuren Yachten hier würde ich die Preise auch anheben…

    An den Alands ist vieles besonders. Eine autonome Region 🇫🇮 Findlands wo die Amtssprache schwedisch ist. Der Archipel umfasst 6700 Inseln wovon 60 bewohnt sind. Knapp 30.000 Einwohner, soviel wie unsere Gemeinde…

    Wir starten nach 8 Uhr und finden:
    - Segelbaren Wind 👍 und
    - Seenebel 😰

    Zum Glück tutet sich nur eine Fähre an uns heran, wir fahren backbord aus den Fahrwasser und hören nur ihr Nebelhorn. Das wirkt etwas gespenstisch aber Dank AIS Signale auf dem Plotter (und auf ORCA) ist alles easy. Dann geht es nach Tagen wieder auf die Ostsee, die uns ruhig empfängt. Nur der Nebel hält noch alles feucht an Bord und grau um uns herum… Zeit für Frühstück und Wechsel der Gastlandsflagge. Mariehamm, We’re approaching….
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  • 🇦🇽 Mariehamn 🇦🇽

    14. juli 2025, Åland ⋅ ☁️ 15 °C

    Das es am Ende ein Super Segeltag wurde, war nicht zu erwarten. Meine mittlerweile hoch geschätzte Orca App sagt im Routing Wind von vorn, dann von Nord und später Ost aber nur 4 kn, also kaum segelbar… Es wurde segelbarer Wind ab Beginn, allerdings im Nebel..

    Der Nebel kam und ging und kam wieder. Das Bild der Fähre zeigt, wie er zum zweiten Mal von oben aufs Wasser fiel. Keine 100 m. Wir sehen nur schemenhaft eine entgegenkommende Deutsche Yacht, die fast auf unserer eigenen AIS Postion steht. Per Funk wissen sie von uns und wir von ihnen. Zum Glück gibt es nur Sportboote und große Fähren. Und zum Glück gibt es AIS ..

    Der Wind bleibt nämlich bei 7-10 kn und so fahren wir Speed bist zu 7 kn. Vor dem Fahrwasser nach Mariehamn klart es Gott sei Dank auf. Denn: unsere Karten enden hier und wir haben nur die Seekarten der OrcaApp , die aber auch offline.

    Kurz nach der engen Einfahrt kommen uns zwei dicke Fähren ⛴️ entgegen und jede nimmt einen anderen Ausgang. Also einmal nach Steuerbord und dann gleich nach Backbord ausweichen. Das wäre im Nebel zum Haare raufen geworden. So segeln wir bequem ins Mariehamn Fahrwasser und legen nach 36 schönen Segelmeilen am reservierten Platz an.

    So einfach war’s dann am Ende…

    Und nun warten Pizzeria und Sauna auf Freiwillige…
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  • Tag in Mariehamn

    14. juli 2025, Finland ⋅ ☁️ 19 °C

    Aus dem Tagesprogramm:

    Abends:

    Lecker Pizza
    Sauna (wenn getrennt dann wieder alle nackt, Bierdosen können mit rein…)

    Tags:
    Ausschlafen
    Bummeln
    Fischköder kaufen
    Andenken kaufen
    Westseite erkunden
    Autoschilder klauen (nicht wirklich, aber hätte gerne)

    Nachmittag:
    Auslaufen wieder mit zwei Fähren im Rücken
    Segel setzen
    Aufkreuzen bis Käringsund Gästhamn (Danke für den Tipp @Olaf @Tina)

    .
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  • Nördl. Cap Farewell: N 60,23 Grad

    15. juli 2025, Finland ⋅ 🌙 16 °C

    Der südlichste Punkt Grönlands ist Kap Farewell (grönländisch: Nunap Isua). Es liegt auf etwa 59°46′ nördlicher Breite. Knapp 70 nördlich davon liegen wir. Nur in der Ostsee und nicht im Nordatlantik. Dafür hat es hier am Umkehrpunkt unserer Reise heute 27 Grad und ein leichter Wind geht über die Nadelbäume auf den sonnengewärmten Felsen. Ein Perfekter Anlegesteg, gleich am Felsen mit wilden und betischten Grillpätzen.. Nun fehlt nur noch der selbstgefangene Fisch 🎣. Mein Kumpel hab mir etliche Tipps aber Fischen zur blauen Stunde ist hier erst am 1 Uhr machbar und auch da ist es nicht dunkel. Dazu lese ich, das auf den Ålands eine Fischlizenz erforderlich ist, im Gegensatz zu Schweden. Dann bleibt es eben bei Bruschetta und Salsice…

    Heute ist faulenzen angesagt und mit Leyla die ursprüngliche Natur erkunden. Alle sind sehr entspannt, heute Abend lockt die Bastu (Sauna) ein weiteres Mal.

    Im den kurzen Sommer kann man die Skandinavier nur beneiden, die lange Winterzeit möchte man lieber nicht dazu …

    Nachdem die Wäsche im Trockner liegt, geht es vorbei an zwei Campingplätzen an einen Binnensee, wo Leyla und ich ausgiebig Erfrischung finden im ansonsten heißen Norden. Zum Glück geht ein wenig Wind, so das jetzt nur noch die Eisbar aufgesucht werden muss…
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  • Am Felsen liegen

    17. juli 2025, Sverige ⋅ ☀️ 21 °C

    Nun haben uns die schwedischen Schären wieder. Bestes Segeln nach Fejan, wenn auch das Eintauchen in den Archipel immer für etwas Puls sorgt. Man „rast“ mit 7 kn auf eine Felsenmauer zu, wissend, das da irgendwie noch eine Öffnung kommen muss, aber es fühlt sich bis kurz davor nicht so an. Schön, wenn das Bild der Realität dann doch zur Karte passt. Wir bekommen in Fejan einen Guten Platz, erkunden mit Leyla die Insel. Kanu fahren kann und tatsächlich Zelte ⛺️ mit Blick aufs Meer mieten. Wir entscheiden uns für Bordküche, was klug war. Doch bevor wir 500 g Spaghetti aglio e olio und eine Packung Parmesan niedermachen, besuche ich noch „meine Sauna“. Diesmal haben zwei Finnen die Bude auf Temperatur gebracht. Ich kann schon etwas Hitze ab, aber die beiden kippen gefühlt Wassereimer über die Steine. Am Abend sehe ich leichte Verbrennungen an den Unterarmen, die feucht heiße Luft hat ganz schön gezwiebelt.

    Wir schlafen aus und verlassen gefühlt als letzte den Hafen. Leider ohne Fisch, 🎣 aber ich hatte mich bemüht.

    Wir Segeln langsam aber gemütlich zum Ziel Ostholmen. Vorher wollten wir noch in den Coop in Berg, was letztlich an fehlenden Anlegemöglichkeiten scheitern wird. Neben der Schleppangel geht heute auch mal der Spi hoch.

    Weder Coop noch das Meer versorgt uns mit frischer Ware, daher wird es schnöde hot 🔥 dogs geben, aber in einer lauschigen Bucht und direkt am Felsen. Allerdings ist Hochsaison, wir teilen die Bucht mit etlichen Motor- und Segelyachten.
    Leyla muss doch vom Berger des Pyrénées abstammen, so wie sie über die Felsen klettert und springt, kommen wir kaum nach.

    Ein weiterer Tag in den Schären, den man in die Verlängerung schicken will…
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  • Schickeria 🎶

    19. juli 2025, Sverige ⋅ ☀️ 18 °C

    Nach dem Felsenkuscheln ist vor der Saturday night party.. Wir Segeln/ Motoren die wenigen Meilen bis Sandhamn, das Sylt der Stockholmer Schickeria.. Leider hieß es erstmal waiting list Nr. 14 und so drehten wir unsere Kreise. It was crowed. Motoryachten, Segler, power Boote, Fähren und diverse Dinghies … Offenbar wollen die Schweden ihren kurzen Sommer nicht mit Warten auf Guten Wind verbringen, es sind Tausende Pferdestärken am Heck ihrer mal schönen mal protzigen Motorboote. Zweimal 300 PS als Außenbordmotor, eher normal…

    Naja, hier steppt der Bär 🐻. Wir bekommen einen ruhigen Platz und sind umzingelt von Motoryachten oberhalb der 700.000 EURO.

    Das muss man schon mal gesehen haben. Zweimal vielleicht nicht, dafür sind die Ankerbuchten viel zu schön..

    Was man den Gastgebern hier lassen muss, trotz allem Gewühle in der Hauptsaison ist es verhältnismäßig ruhig, außer vielleicht in Sandhamn.

    Nach dickem Einkauf und Hunderunde warten wir, das die 31 Grad bald abklingen und tun alles, um nicht zu dehydrieren 🤣🤣 🍷 🍹
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  • Der Fels ist das Ziel

    20. juli 2025, Sverige ⋅ ☀️ 20 °C

    Sandhamn heißt Sandhamn, weil wir an Bord jetzt Sand hamm… nach der Leyla Morgenrunde mit Halt am Badestrand sandet unser Hund die Peanut langsam ein.. Wir legen mit vollem Wassertank und Batterien ab und ziehen kurz nach der ersten Kurve den Spi. Das bringt uns schneller als gedacht zur Insel Ütö, wo Rånö heute unser Ziel fürs Ankern oder Felsen liegen ist. Das klappt herausragend gut, selbst durch sehr enge Passagen zieht uns die Blase südwärts. So sind wir schon 6 h später in der Bucht und finden tatsächlich einen tollen Platz am Felsen. Nicht allein, aber die Nachbarn halten Abstand. Hier sind tatsächlich 19 Grad Wassertemperatur, bisher waren es zumeist unter 15 Grad. Ein weiterer Sonnentag den es zu zelebrieren gilt.

    Heute Abend gibt es zum letzten Weißwein passend Schrimps mit Knoblauch und Rindersteaks vom Skotti. Dazu gegrilltes Gemüse und Weißbrot vom Bäcker aus Sandhamn…

    Derweil kämpfen andere Vereinsmitglieder um den Admiralscup auf dem Solent und dem Channel Race. Nach langer Flaute
    erreicht die Crew der Imagine bei 30 kn Wind neuen Topspeed..Unfassbare 27,09 kn , ich lege ein kurzes Video vom Eigner Holger Streckenbach anbei..
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  • Man könnte auch noch hierbleiben

    23. juli 2025, Sverige ⋅ ☁️ 20 °C

    Nun sind wir eine schöne Ankerbucht und einen Hafen weiter (Askofladen und Svärdsklova). Beides wieder besonders. Davor sind wir noch ausgiebig gewandert, es waren wie öfter Wandertrails in den oft verwunschenen Wege gekennzeichnet.
    Dazu man sagen, wie umsichtig die Schweden ihren Schärengarten pflegen. Oft sind es private Initiativen, die Felsnägel, Grillpätze und Trockentoiletten einrichten und instand halten.
    Es gibt aber auch die Svärdsgard Stiftung, die sich wohl global um vieles kümmert.

    Und so tapst man durch einen Märchenwald, wo auch Ferdinand (Wald) Ameise 🐜 überlebt und riesige Ameisenhügel baut.

    Gestern sahen wir sie sogar Brennholz zu den Grillpätzen bringen.. Auch hier gilt das Jedermannsrecht. Außer auf privatem Grund.

    Die schwedische Trockentoilette ist einfach aber erstaunlicherweise stinkt nichts. Oft sind es Trenntoiletten die mit einem Kamineffekt dauerbelüftet werden.

    Ein Abwassersystem inklusive Aufbereitung könnte auch nicht auf Tausenden Inseln installiert werden…

    Wir bummeln die kurzen Entfernungen ab und entdecken immer wieder neue Felsenformen. In Svärdsklova scheint man weitere Ferienhäuser zu errichten, es liegt schon auf den Festland. Mit Sauna, Tennisplatz und 24 h Lanthandel. Alles läuft ohne Personal.
    Wer hier nur kurz festmacht, findet leckeres Eis und Pizza gleich am Hafen. Wir ergänzen dies mit einem Besuch im edlen Restaurant und besten Schärenblick.
    Und noch ein Highlight, das Wasser zeigt erstmals über 20 Grad, der Hitzesommer hat hier sein bestes gegeben. Leider kommt es wie bei uns dadurch zu starkem Algenwachstum, was bei Flaute unschöne Bilder zeigt und die Sensibilität der Ostsee als eingeschlossenes Binnenmeer deutlich macht.
    Nun geht es heute die letzten Meilen nach Öxelsund und dann ist leider packen angesagt….
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  • I‘m back

    8. august 2025, Sverige ⋅ ☀️ 18 °C

    Viel passiert, aber nicht hier auf der Peanut. Die lag im Schwell, als ich heute aus Hamburg hergeflogen kam. Unbewohnbar ist der Hafen schon bei 8 kn aus Süd… Also schnell zum OXS verholt. Eine andere Welt 500 m weiter. Der ICA wurde noch um Smör, Smörebrod und lecker Käse erleichtert, so das es wieder nach Hause gehen könnte. Die Vorleinen waren leicht durchgescheuert, kein Wunder bei dem Schwell. Aber ich hatte alle doppelt gelegt, also alles fest. Ein paar Baustellen sehe ich, die können aber auch schon im Urlaub entstanden sein.. Ansonsten eine bizarre Reise, jetzt bin ich wieder da, wo wir vor 15 Tagen die Heimreise angetreten haben. Nur eben wieder allein.
    Dazwischen war das Segellager mit Benno und Lilou in Berlin und ein Wochenende mit Freunden und Luca’s Freundin Ronja. Eine intensive Zeit, die wohl den Kindern, Trainern und Betreuern auch so in Erinnerung bleibt. Anstrengend aber vor allem sehr schön…
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  • Ne schöne Jrooß

    11. august 2025, Sverige ⋅ ☁️ 16 °C

    Was so ein restart manchmal mit einem so anstellt..
    Ums kurz zu machen, der erste Tag war zum weglaufen. Was ich auch anfasse, geht nach langer Arbeit am Ende schief. Ich sage nur, falsche Bahn ab Flughafen, drei Bohrer, ein Ausrüstungsteil extra eingeflogen, und auf 6 m Tiefe versenkt. Tauchversuch ohne Erfolg und dann aus Vernunft abgebrochen. Die Umstellung von vielen Leuten jeden Tag auf alleine lief auch nicht so prächtig wie gedacht. Die anderen Baustellen zähle ich mal besser nicht auf… Älterer Mann - Älteres Boot. Eine unheilvolle Verbindung… 🤷‍♂️😆…

    So what, man segelt in einem der schönsten Gebiete der Welt und dann sowas.. Ich denke an Wolfgang Niedecken, der solche Ambivalenz schon immer gut ausdrücken konnte…

    ne schöne Jrooß ins Jahr 1981 und zur aktuellen Tournee mit Wacken usw.

    https://youtu.be/J-JddjZNGm0?si=yhdvKL53UgAfmXKe

    Nach 40 nm und einer lauschigen Ankernacht ist alles viel besser, es läuft wieder. Mein Rezept als Hobbypsychologe: geh Segeln…

    Gestern hab ich doch tatsächlich mal einen Schärenkiter gesehen, keine Ahnung wie der Junge da wieder an Land kommt… es waren auch pfiffige Bedingungen, fürs Groß im 1. Reff am Ende zuviel..

    Heute soll guter Wind nur bis Mittag wehen, mal sehen wie weit man damit kommt. Wir fahren Vollzeug, 8 kn aus 280 Grad bringen uns gemütliche 5,2 kn Speed.

    Ab Ende August ist man hier wohl völlig allein im Indian Summer …

    Ich werde heute mal etwas außen rum fahren, das Am Wind Segeln im Schärenfahrwasser ist zwischen den vielen Steinglatzen doch etwas nervig auch wenn es jede Menge Abwechslung bereit hält.

    Dann werd ich noch ein kleines Video basteln und den zweiten Mokka ☕️ ansetzen.. Speed schon bei 5,7 kn Wind bei 8,7 .. Einfach laufen lassen…
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  • Lazzy day

    12. august 2025, Sverige ⋅ ⛅ 23 °C

    Früh ging der Anker auf und ein letztes Mal ging es durch die Schärenwelt. Der kleine Wind und die kleine Welle sind die Lieblingsbegleitung der Peanut. Finde es schon sehr wichtig, dass ein Segelboot mit wenig Wind läuft. Der Diesel schweigt und der Tag auf See ist hygge wie die Dänen sagen…
    Es steht Ostwind zw. 4 und 12 kn also Meilen machen.

    Nach knapp 60 Meilen ist Figeholm erreicht. Die Schlußkreuz sieht komisch aus, ich habe keine 100 Grad Wendewinkeln geschafft. Entweder immer die Winddreher falsch erwischt oder es ging doch Strömung von vorn. Es wäre nach Byxelkrok wohl näher gewesen, aber wer will das niedliche Figeholm gegen einen Hafen auf Öland tauschen...
    Hier ist mittlerweile fast alles mit dt. Booten belegt, die Langzeitcrews begeben sich nun auf den Rückweg. Mein Nachbar, die ole Marie aus Bremen, hat hinzu die midsommersail erfolgreich absolviert, 3 ältere Salzbuckel. mit einer Rassy 31. Vielleicht sollte ich das doch nochmal von der Bucket List streichen und an der längsten Ostseeregatta teilnehmen… es sind schon wieder 32 Boote für 2026 gemeldet..

    https://www.midsummersail.com/

    Allerdings hat wieder ein Drittel der Teilnehmer aufgegeben und ein Trimaran ging vor Rügen über Kopf - danach steht mir nicht der Sinn. Aber so mit Leichtwind…

    Der Segeltag war lang und weilig und ich vertrieb mir mit Podcasts, Curry kochen und social media die Zeit. Gerade längere Podcasts sind wirklich eine tolle Erfindung.

    So zieh ich mir die 7.48 h !! vom Zeit Podcast „alles gesagt“ mit Heidi Reichinnek rein. Alter Falter, habe durchgehalten. Und es war durchaus mitunter interessant, wie überhaupt alle Formate, wo die allerorts gebashten Politiker mal reden können, was und solange sie wollen. Beim linken Social media Star müssen das wohl 100.000e Sätze gewesen sein, aber ich hatte ja Zeit und nach Gerald Baum hier auch schon Agnes Strack Zimmermann hinter mir, war also gestählt. Die Frauen haben ja ein Redetempo wie Regine Hildebrand ( das Maschinengewehr Gottes).

    Eine Empfehlung und vor allem wesentlich kürzer ist die Sommerausgabe von LANZ&PRECHT mit Leon Windscheid zum Thema „Nutzen von Langeweile“ und dem Experiment der heutigen Mediennutzung für unser Gehirn.

    https://podcasts.apple.com/de/podcast/lanz-prec…

    Ja, und so gings mit ein paar Segelmanövern gen Figeholm. Leider entfernten sich nach meinem beherzten Eingreifen während einer Windbö meine airpods deutlich voneinander. Eine Hand fürs Schiff, eine Hand für mich - also keine Hand fürs Ohr…

    Egal, früher hatten wir auch nur mono…
    …Plattenspieler..

    Dafür waren zweimal 🦭 Robben vor mir. Die sind sehr medienscheu, tauchen immer ab, weshalb ich hier kein Orginalfoto beisteuern kann…

    Der lazzy Tag ist mit Einkauf, kleinen Reparaturen und einer Idee, wie der Anker doch noch einen Bugbeschlag bekommt, schnell vergangen. Nach dem Abtauchen des UW Schiffes hab ich sogar ein kleines power napping geschafft. Im Coop gleich noch Burger und Coca Cola geholt um danach die vorhandenen Flaschen unter der Stb Koje zu finden. 🤷‍♂️ Auch egal, dabei habe ich vermutlich das Ankerlicht repariert (Test folgt heut nacht) und festgestellt, das ich noch Bodden Mule bis nach Haus dabei haben dürfte (Ginger Beer + mein eigener crafted Gin).

    Der Wind sollte heute Pause machen, hat er aber nicht. Ich hoffe, er gibt uns morgen nochmal die Chancen auf viele Meilen mit „Leichtigkeit“. Ein wenig traurig wird das Verlassen dieser begrünten Steinwelt aber sein, aber der Kalmarsund muss auch bewältigt werden, sind fast 200 km.
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