• Ankunft in Sarajevo

    May 29–31 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ☀️ 21 °C

    Wir hatten zum Glück reserviert auf dem kleinen Platz oberhalb von Sarajevo in 800 Meter Höhe. Als wir ankamen, hatte Nadja den besten Platz für uns freigehalten: mit Blick durch unseren Carli auf die Stadt hinunter. Andere werden fortgeschickt, die Pitches sind jetzt alle belegt.

    Die Fahrt hierher war zugegeben etwas lang - da wir gemütlich auf den normalen Straßen durch das sehr bergige Land gefahren sind. Wir haben auf dem Weg nach Südosten mehrere Gebirgszüge erklommen und mit dem Komar einen mehr als 900 Meter hohen Pass überquert.

    Im Lande scheint es einen Wettbewerb zu geben, welche Religion die prächtigsten Neubauten errichtet. Jedes Dorf hat mindestens eine (von den Saudis und/oder Türken) errichtete neue Moschee. Und zunehmend sahen wir moderne und prächtige Kirchen im gleichen Ort. Da die Minarette meist um einiges höher sind als die Türme der Kirchen, geht der Wettbewerbe zugunsten der muslimischen Gotteshäuser aus.

    Alle Schilder sind zweisprachig in bosnisch (was sehr nahe am kroatischen ist) und serbisch. Überall hängen die Landesfähnchen an den Laternen. Dann auf einmal fahren wir an einem großen Schild vorbei, welches uns in der Republika Srpska begrüßt und ab hier ist alles anders: zuerst kommt serbisch auf den Schildern und dann erst bosnisch. Überall hängen serbische Fahnen. An welcher Stelle wir die Rep. Srpska wieder verlassen, merken wir erst, als wir die Sprachen auf den Schildern wieder in der ursprünglichen Reihenfolge lesen.

    In Sarajevo ist heute Abend ein Freundschaftsspiel der Herren Fußballer gegen Nordmazedonien. Ja die Bosnier haben Italien den Platz bei der diesjährigen WM weggeschnappt. Und nun ist die Stadt zugestaut und unsere Route führt am Stadion vorbei. Wir fahren - makaber - auf der so genannten Sniper Alley (lest in Wikipedia nach) in die Stadt und entdecken große, notdürftig reparierte Kriegswunden an den Hochhäusern der Straße.

    Endlich erreichen wir später am Nachmittag unseren Stellplatz für die nächsten beiden Tage und freuen uns auf diese Stadt und ihre wechselvolle Geschichte.
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