• Mischa und Katrin
  • Mischa und Katrin

Balkan

Auf dieser Tour werden wir die Länder des westlichen Balkans kennenlernen. Wir sind gespannt auf die Menschen, die Natur und die Kultur. Wie immer mit dem Wohnmobil lassen wir uns treiben. Die letzte Station vor der Heimreise ist dann in Montreux. Read more
  • Trip start
    May 16, 2026

    Packen

    May 16–17 in Germany ⋅ ⛅ 10 °C

    Wir nehmen uns den ganzen Tag Zeit und packen gemütlich unsere Sachen zusammen und verstauen alles im Carli. Wir probieren und verschieben, sortieren ein und um und sind abends guter Dinge aber auch etwas geschafft. Während des Packens sind wir immer wieder erstaunt, wieviel doch in unser Mobil hineinpasst - das verführt natürlich dazu, noch dies und jenes mitzunehmen. Schöner Luxus, der die Reise dann auch sehr anheimelnd machen wird. Besonders umfangreich ist wieder die Bibliothek für die langen milden Abende unter unserer LED-Galaxie..

    Morgen geht es endlich los und der Sonne entgegen.
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  • Zillertal

    May 17 in Austria ⋅ ⛅ 15 °C

    Unser Carli ist gepackt, die letzten Kisten und dann die Fahrräder werden drapiert und bei schönstem Sonnenschein fahren wir am Vormittag los.

    Unser erstes Etappenziel ist Stummerberg im Zillertal, wo wir unsere Kinder und Enkel besuchen. Sie haben dort eine große Ferienwohnung als Urlaubsdomizil gewählt. Und für uns liegt der Ort ideal auf der Hälfte der Strecke nach Venedig.

    Die Fahrt ist wieder einzigartig, schon allein der Abschnitt über den Achenpass und am Achensee vorbei ist immer wieder beeindruckend. Auf den Bergen liegt noch viel Schnee, das Frühjahr heuer war niederschlagsreich und auch sehr frisch hier oben. Wir kommen rechtzeitig an, um noch die Aktivitäten des Spielplatzes mitzunehmen.

    Für die kommende kalte Nacht in den Bergen haben wir einen warmen Schlafplatz im Haus bekommen, den wir gern annehmen.
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  • Punta Sabbioni

    May 18 in Italy ⋅ ⛅ 18 °C

    Dies ist Tag 2 unserer Anreisephase. Wir verabschieden uns nach dem Frühstück von unseren Kindern und Enkeln und vom Zillertal. In letzter Minute entscheiden wir uns doch für den schnelleren Weg nach Venedig und der führt über den Brenner und dann später von Trento über die Berge nach Treviso.
    Am frühen Nachmittag erreichen wir unseren Platz in Punta Sabbioni. Wir sind hier zum zweiten Mal und fühlen uns gleich heimisch. Natürlich wollen wir unseren Begrüßungsaperol in Venedig trinken. Aber wir erfahren am Ticketschalter, dass die Vaporettos heute bestreikt werden. Also bleiben wir auf dem Festland und sitzen hier in der Sonne. Einen Aperol finden wir auch hier 😉.

    An den nächsten 3 Tagen werden wir die Biennale besuchen und abseits der Touristenpfade durchs Städtchen bummeln.
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  • Biennale, Tag 1 - Giardini

    May 19 in Italy ⋅ ☀️ 20 °C

    Mit den Jahren hat es sich wohl herumgesprochen, dass man in Punta Sabbioni preiswert schläft und isst und mit dem Vaporetto bequem nach Venedig gelangt. Heute morgen jedenfalls war der Anleger übervoll mit Wartenden.

    Unser Programm zur Biennale ist immer gleich. Am ersten Tag besuchen wir die Länderpavillons in den Giardini. In diesem Jahr wissen wir durch diverse TV-Beiträge und Presseerzeugnisse, was uns erwartet: eine Menge an kontroverser Kunst und vieles Belangloses. Wir sind bis spät in den Nachmittag hinein unterwegs, so lange, dass wir danach ziemlich geplättet noch einen Espresso ordern und dann schon zurückfahren ins gemütliche Nest im Carli.
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  • Biennale, Tag 2 - Arsenale

    May 20 in Italy ⋅ ⛅ 21 °C

    Am zweiten Tag gehen wir üblicherweise in die große Halle im Arsenale, wo viele Länder in Teilen von Räumen ausstellen. Diesmal scheint uns die Wucht der Kunst besonders überwältigend - egal ob Videoinstallationen, Bilder oder Mobiles oder was auch immer: die Farbenpracht und die Thematiken sind überwältigend. Künstler und Künstlerinnen aus dem globalen Süden beschäftigen sich besonders oft mit den Hinterlassenschaften der Kolonialisierung und thematisieren ein positives Selbstverständnis - so erschließen sich uns jedenfalls große Teile der Ausstellung.

    Es ist in diesem Jahr ein außergewöhnliches Erlebnis und wird in dieser Intensität in Erinnerung bleiben, mehr als so manche vergangene Biennale, die wir schon besuchen konnten.

    Nach mehr als 3 Stunden sind wir platt und bekommen einen Rosé in der Nähe von Madonna dell’Orto.
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  • Venedig - Kunst & Aperol

    May 21 in Italy ⋅ ☀️ 23 °C

    Am Vormittag wollten wir in die Gärten des Karmeliterklosters neben dem Bahnhof. Aber leider wurden dort nur Vorreservierungen eingelassen. Schade: im Garten hätten wir Kopfhörer mit Klängen von u.a. Laurie Anderson und Nick Cave erhalten und wären so durch eine Klanglandschaft spaziert, die mit den Klängen und den Düften der Kräuter an Hildegard von Bingen erinnern sollte.

    Wir sind dann den Canale Grande zurückgefahren und waren zuerst im Palazzo Contarini Polignac, wo das offizielle Begleitprojekt „Still Joy: From Ukraine into the World“ gezeigt wird mit Arbeiten ukrainischer und internationaler Künstlerinnen und Künstler - sehr aktuell, sehr bewegend.

    Und als Kontrast gegenüber wird im Palazzo Franchetti Vyacheslav Akhunov gezeigt, ein usbekischer Künstler, der die ersten 40 Jahre seines Lebens in der Sowjetunion verbrachte. In 12 Räumen stellt er eine unwahrscheinliche Gedankenfülle zur Schau.

    Und mit dem darauffolgenden Aperol beenden wir den Kunsttrip fürs erste und setzten und für den Rest des Nachmittags am Carli in die Sonne und entspannen bei einer Yoga-Session.
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  • Slowenien

    May 22 in Slovenia ⋅ ☀️ 25 °C

    Wir verlassen die Region Venezia am Vormittag und fahren gen Osten, gemütlich neben der Autobahn entlang bis Triest und überqueren dann die Grenze. Dort halten wir für ein Picknick und die Recherche nach der Vignette und finden diese für die 20 Minuten, die wir in diesem Urlaub in Slowenien sein werden zu teuer. Mehr brauchen wir nicht um von Triest an die kroatische Grenze zu fahren!
    Also sind wir direkt an der Grenze von auf die kleinen Nebenstraßen ausgewichen und über Koper bis nach Kroatien bergauf und bergab gefahren.
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  • Fahrt nach Istrien

    May 22 in Croatia ⋅ ☀️ 23 °C

    Wir waren erstaunt, wie kurz der Küstenabschnitt ist, den Slowenien an der Adria hat! Nach der Grenze zwischen Slowenien und Kroatien ging alles sehr schnell. Unser Ziel Umag liegt an der Küste und gleich am nördlichen Beginn der Halbinsel Istrien.

    Wir haben uns einen sehr tollen Platz herausgesucht mit Swimming Pool und Strandzugang. Am Abend radeln wir ein bisschen an der Küste entlang und checken Gegend und Strandbars. Leider ist das Casino Solei verfallen und müsste daher eigentlich De-Solee heißen... Der Ausschnitt, den wir bisher kennengelernt haben, präsentiert sich genau so: hier und da ursprüngliche Wege, Strände und Gebäude - etwas heruntergekommen oder angehoben, wie die Wege durch die Wurzeln der Bäume. Und dann solche neuen Komplexe wie unser Campingplatz und die angrenzenden Ressorts. Was bleibt sind die Kiesstrände, hinter denen kleine Wäldchen stehen und sie vor den heranwachsenden Hotels schützen.
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  • Umag

    May 23 in Croatia ⋅ ☀️ 24 °C

    Herrlich ist so ein Tag mit (fast) Nichtstun. Am Vormittag entstehen die Skripte für 2 Juni-Radiosendungen, die ich irgendwann an einem ruhigen Platz in den nächsten Tagen aufnehmen werde. Am Nachmittag schauen wir uns in Umag um. Wenn wir es Städtchen nennen, ist das schon wohlwollend gemeint. Es gibt eine große Marina und eine wirkliche lange Meile an Gaststätten und Bars und Kneipen und am Rande dann die bekannten Kaufhallen.
    Wir fahren weiter an den Strand und sind erfreut vom 23 Grad warmen Wasser. So macht Urlaub wirklich Spaß, vor allem noch mit einem abschließenden Teller Cevapcici an einer der liebevoll betreuten Bars an der Küste.
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  • Rovinj

    May 24 in Croatia ⋅ ☀️ 25 °C

    Wir packen heute morgen und fahren dann gemütliche 70 km bis kurz hinter Rovinj auf einen feinen/kleinen Glampingplatz mit Pool und nur wenigen Gästen. Von hier aus nehmen wir die Fahrrädern und sind in wenigen Minuten in der Stadt. Wir stellen sie direkt am Eingang zur Altstadt ab, die als Klein-Venedig gepriesen wird. Wir laufen durch enge Gassen - immer etwas bergan - und stehen auf einmal vor der Kirche sv. Eufemija. Ich steige die abenteuerlichen Holzstufen auf den Turm hinauf und bekomme eine großartige Aussicht auf die Stadt, das Meer und die kleinen Inseln vor der Küste. Leider muss auch die Kreuzfahrtindustrie an die noch so kleinen Orte kommen, wenn es nur eine Chance gibt, die Passagiere irgendwie von Bord zu bekommen. Wir sind glücklicherweise so spät am Nachmittag in der Stadt, dass es in den Gassen schon ziemlich ruhig ist und die Menschen mit den AI-Bändchen wohl schon wieder zurück auf ihrem schwimmenden Hotel sind.

    Wir radeln zurück in den Schatten vor unserem Carli und kochen uns was Feines.
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  • Fahrt nach Krk

    May 25 in Croatia ⋅ ☀️ 27 °C

    Oft gefragt im Kreuzworträtsel - nun sind wir endlich einmal hier 😊. Nach dem wir einmal quer durch Istrien gefahren sind, geht es dann ab Plomin an der atemberaubenden Küste der Bucht von Rijeka entlang. Die Straße windet sich hinauf und hinab und man könnte aller 2 Kilometer anhalten für einen Fotostopp. Immerhin ergeben sich für uns ein paar solcher Gelegenheiten. Bei der ersten Bergwertung treffen wir einen Schweizer, der mit dem Fahrrad unterwegs ist und am Berg oben ohne Wasser ankam. Wir haben ihn ordentlich aufgepäppelt und dann noch seine triumphale Bergankunft fotografisch für ihn dokumentiert.

    Kurz vor Rijeka fahren wir durch Opatija und dieser Ort erinnert uns an die Montreux Rivera oder an Lugano - jedenfalls sieht man den Gebäuden und Straßen den Glanz vergangener Zeiten eines Kurbades an.

    Tja und dann sind wir endlich am Campingplatz oberhalb der Stadt Krk angekommen und legen uns bis zum Abendessen an den Pool.

    Nachher radeln wir noch in die Stadt, die Fotos davon gibts morgen.
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  • Abends Krk

    May 25 in Croatia ⋅ ☀️ 27 °C

    Schussfahrt nach San Krk - mit den Rädern können wir vor dem entscheidenden Kreisverkehr gerade noch bremsen, so dass wir gefahrlos einbiegen in den Corso, der uns in die Altstadt von Krk führt. Nach einer ganz kurzen Umrundung des Zentrums sitzen wir schon am Hafenbecken und feiern das Leben.

    Übrigens: die Bergwertung 2. Kategorie auf dem Rückweg war dank ausreichender Akkureserve kein Problem 😂🔋.
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  • Heut mach ick ma jarnischt (fast).

    May 26 in Croatia ⋅ ☀️ 23 °C

    Das Wifi auf dem Platz scheint ausreichend und so geht es nach dem Frühstück an die Arbeit. Ich muss bis Anfang Juni 2 Radiosendungen fertigstellen und auf insgesamt 3 Kanälen uploaden - jeweils so ca. 600 MB. Erfahrene Camper wissen, dass es WiFi’s gibt, die daran grandios scheitern und die Bezeichnung WLAN eigentlich nicht verdienen. Hier in Kroatien haben wir damit bisher immer nur gute Erfahrungen gemacht und so auch hier in Krk.

    Also bin ich bis in den Nachmittag hinein beschäftigt mit Einsprechen, Schneiden und Uploads. Alles geht reibungslos und so fällt eine große Last von mir.

    Und so genießen wir den Abend wieder im Städtchen Krk und essen (und trinken) gut, bis wir wieder am Carli sitzen und darauf warten, dass sich die Temperaturen im angenehmen Bereich für den Schlaf einpegeln. Und dementsprechend gibt es auch heute wieder Fotos aus Krk.
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  • Auf dem Weg zu den Plitvicer Seen

    May 27 in Croatia ⋅ ⛅ 30 °C

    Wieder fahren wir durch wunderschöne Landschaften. Nachdem wir von der Insel Krk runter sind, geht es südlich entlang der Küste. Die Straße schlängelt sich durch kleine Küstenorte und an den Bergen hoch und runter. Bei Senj biegen wir ab in die Berge, es geht hinauf auf knapp 700 Meter und dann wieder etwas hinunter. Wir durchfahren eine sehr fruchtbare Hochebene, wo wir in einem verschlafenen Dorf unser Mittagspicknick halten. Die letzten Kilometer geht es dann schon an den Seen entlang.

    Für heute fahren wir daran vorbei, der Nationalpark schließt eh schon um 16 Uhr. Wir haben uns für die Nacht den Platz Korana herausgesucht, der sich als ein wahres grünes PAradies herausstellt. Es gibt hier keine fest abgeteilten Parzellen, es fühlt sich eher an wie ein großer Park und es ist ausdrücklich erlaubt, sich irgendwohin zu stellen. Wir finden ein schattiges Plätzchen mit Strom und lautem Gezwitscher rundherum.

    Am Abend nehmend wir die Räder und erkunden die Gegend und umliegende Dörfer - eine idyllische Landschaft voller Fotomotive.
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  • Plitvicer Seen

    May 28 in Croatia ⋅ ☀️ 18 °C

    Wir haben uns gestern online ein 8-Uhr-Ticket geholt und sind entsprechend unter den ersten, die den Campingplatz am Morgen verlassen. Bis zum Nationalpark sind es nur wenige Minuten. Als wir hineingehen, freuen wir uns über diese Entscheidung für einen frühen Ausflug: es ist angenehm frisch und nur wenige sind mit uns im Park zu dieser Zeit. Wir bestaunen wieder eines der Wunder der Natur. Die höchsten Wasserfälle begegnen uns gleich am Anfang, danach führt der Weg an Seen entlang zwischen denen das Wasser immer wieder um ein paar Meter hinunterstürzt, teilweise sogar unter unserem Weg. Irgendwann erreichen wir eine Bootsanlegestelle und setzen über, denn wir haben den spannendsten Teil des Parks gesehen.

    Wir sind sehr angetan von der Infrastruktur. Die Wege, die Bootstransfers und ein Bus im Park sind alle so aufeinander abgestimmt, dass der Park für jede Mobilitätsstufe erlebbar wird.

    Zurück im Auto nach 3 Stunden verabschieden wir uns von Kroatien und der EU für eine Weile, vor uns liegt die Grenze zu Bosnien-Herzegowina in fühlbarer Nähe. Unser Ziel für heute erreichen wir schon 70 Kilometern.
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  • Una Nationalpark

    May 28 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ☀️ 23 °C

    Wir passieren die Grenze zu Bosnien-Herzegowina und bekommen mal wieder einen Stempel in den Pass! Und das in Europa - ist schon ungewohnt. Danach fahren wir durch Bihač und weiter zum Una Nationalpark. Sprachlich erinnert die Gegend an Kroatien. Die Silhouetten der Dörfer allerdings sind geprägt von Moscheen. Auch finden wir immer wieder Häuser mit vielen Kriegswunden, sehen zerschossene Fassaden sowie gänzlich verfallene und verlassene Gebäude.

    Im Una-Tal werden wir mit Honigschnaps auf dem Campingplatz begrüßt. Wir müssen uns hier an das fehlende Roaming der EU und an das schlechte Internet vor Ort gewöhnen.

    Später in der Abendsonne fahren wir zu den Wasserfällen Štrbački buk an der Una - heute ist ja internationaler Tag der Wasserfälle. Bei einer solch langen Reise ist es sehr sinnvoll, thematische Tage zu planen, an denen man an verschiedenen Orten fast das gleiche sieht 😂.

    Auch hier ist die Natur beeindruckend - aus einem ganz still dahingleitenden Flüsschen werden reißende Stromschnellen. Der Unterschied zu Koratien ist am Zustand der Anlagen ablesbar, hier in Bosnien geht es etwas langsamer mit der Annäherung an den Westen.
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  • Ankunft in Sarajevo

    May 29–31 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ☀️ 21 °C

    Wir hatten zum Glück reserviert auf dem kleinen Platz oberhalb von Sarajevo in 800 Meter Höhe. Als wir ankamen, hatte Nadja den besten Platz für uns freigehalten: mit Blick durch unseren Carli auf die Stadt hinunter. Andere werden fortgeschickt, die Pitches sind jetzt alle belegt.

    Die Fahrt hierher war zugegeben etwas lang - da wir gemütlich auf den normalen Straßen durch das sehr bergige Land gefahren sind. Wir haben auf dem Weg nach Südosten mehrere Gebirgszüge erklommen und mit dem Komar einen mehr als 900 Meter hohen Pass überquert.

    Im Lande scheint es einen Wettbewerb zu geben, welche Religion die prächtigsten Neubauten errichtet. Jedes Dorf hat mindestens eine (von den Saudis und/oder Türken) errichtete neue Moschee. Und zunehmend sahen wir moderne und prächtige Kirchen im gleichen Ort. Da die Minarette meist um einiges höher sind als die Türme der Kirchen, geht der Wettbewerbe zugunsten der muslimischen Gotteshäuser aus.

    Alle Schilder sind zweisprachig in bosnisch (was sehr nahe am kroatischen ist) und serbisch. Überall hängen die Landesfähnchen an den Laternen. Dann auf einmal fahren wir an einem großen Schild vorbei, welches uns in der Republika Srpska begrüßt und ab hier ist alles anders: zuerst kommt serbisch auf den Schildern und dann erst bosnisch. Überall hängen serbische Fahnen. An welcher Stelle wir die Rep. Srpska wieder verlassen, merken wir erst, als wir die Sprachen auf den Schildern wieder in der ursprünglichen Reihenfolge lesen.

    In Sarajevo ist heute Abend ein Freundschaftsspiel der Herren Fußballer gegen Nordmazedonien. Ja die Bosnier haben Italien den Platz bei der diesjährigen WM weggeschnappt. Und nun ist die Stadt zugestaut und unsere Route führt am Stadion vorbei. Wir fahren - makaber - auf der so genannten Sniper Alley (lest in Wikipedia nach) in die Stadt und entdecken große, notdürftig reparierte Kriegswunden an den Hochhäusern der Straße.

    Endlich erreichen wir später am Nachmittag unseren Stellplatz für die nächsten beiden Tage und freuen uns auf diese Stadt und ihre wechselvolle Geschichte.
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  • Sarajevo

    May 30 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ☀️ 24 °C

    Das Leben pulsiert in der Alstadt von Sarajevo. Die Straßen sind voller junger Menschen, in den Cafés muss man auch schon mal auf einen Platz warten oder weitergehen. Und in den Gassen drängen sich die Menschen aneinander vorbei.

    Doch die schreckliche Vergangenheit ist an verschiedenen Orten immer wieder präsent: da gibt es Gedenksteine mit frischen Blumen für die ersten Toten der serbischen Belagerung der Stadt im Mai 1992, ein Genozidmuseum klärt über das Töten auf und manche Fassaden lassen noch erkennen, was hier geschehen sein muss.

    Wir haben kein Gefühl, ob und wie die Spannungen der Vergangenheit heute weiterleben. Nur eines: gestern Abend wurden wir im Taxi etwa 100 Meter vor dem Campingplatz von der serbischen Polizei angehalten. Wir hatten die Grenze zwischen zur Republika Srpska überfahren und sie sagte uns, dass sie auf dem Rückweg mit einer Strafe rechnet. Für uns Schikane… Und ein Zeichen alter Feindschaft und des Unwillens, freundlich miteinander auskommen zu wollen.

    In der Stadt jedoch leben die Menschen zusammen, die Religionen ebenfalls wie seit Jahrunderten. Architektonisch ist Sarajevo dabei wirklich eine Perle: In der Altstadt gibt es den islamisch geprägten östlichen Teil, der urplötzlich und abrupt in den Habsburger Teil übergeht, An dieser Grenze gibt es dafür extra den Punkt des „Meetings of cultures“.

    Wir sind sehr angetan von dieser Stadt. Die Fotos sind von gestern Abend, als Bosnien-Herzegowina gegen Nordmazedonien Fußball spielte, und von heute.
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  • Tara Nationalpark

    May 31 in Serbia ⋅ ⛅ 23 °C

    Noch einmal genießen wir beim Frühstück den fantastischen Blick auf Sarajevo. Der Platz hier oben ist wirklich ein Juwel und unbedingt eine Empfehlung für Camperfreunde, die Sarajevo besuchen möchten.

    Nach dem Packen fahren wir ab und verlassen die Stadt ostwärts. Recht schnell nach dem Ortsausgangsschild begrüßt uns wieder die Republika Srpska. Die Landschaft bleibt spektakulär, wir fahren wieder einen Pass hinauf und überqueren ihn auf über 1200 Metern, um dann weiter unten die nächste Hochebene zu durchfahren. Ganz Bosnien ist ein ein sehr gebirgiges und aber auch sehr grünes Land. Wir sehen wenig Landwirtschaft, nur Selbstversorger, dafür mehr Holzindustrie mit Sägewerken und Pelletherstellung.

    Endlich gelangen wir an die Drina und die Landschaft ändert sich dramatisch - nun geht es durch das enge Flußtal, in dem sich ein Tunnel an den anderen reiht. So fahren wir gefühlt eine Stunde am Fluß entlang bis nach Višegrad. Dort verlassen wir das Tal und begeben uns auf die letzte Etappe zum Grenzübergang Vardište. Schon im letzten Wifi in Sarajevo haben wir gesehen, dass Google die Straße an der Grenze in tiefem Rot dargestellt hat. Und so kommt es auch, wir reihen uns ein ans Ende einer langen Schlange Wartender. Und wir beobachten verschiedene Arten des Vordrängelns: da gibt es die Biker, für die selbstverständlich gilt, ich fahre vor bis zur Schranke, bin ja schließlich schmal und komme überall vorbei. Ein Bus fährt rechts über den Dreck an uns vorbei und drängelt sich ein paar Wagen vor uns rein. Ein LKW zieht links an uns vorbei und stellt sich auf die dortige Standspur, der Fahrer steigt aus und geht in die Reihe. Nach einer Weile kommt er zurück und wird auch weit vor uns eingelassen. Wer weiß, was er gegeben hat. Naja - wir haben ja Urlaub und nach 30 Minuten sind wir durch die bosnische Kontrolle. Weitere knapp 50 Minuten vergehen, bis wir auch die serbische Seite passiert und unseren - diesmal schmucklosen - Stempel bekommen haben.

    Nach weiteren 15 Minuten sind wir im Tara Nationalpark auf dem Platz für heute, ein altes Schullandheim könnte man sagen - alles sehr gepflegt und wir sind die einzigen! Erst später, als wir von der Fahrradtour durchs Dorf, gesellen sich noch ein paar wenige Camper hinzu.
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  • Belgrad

    June 1 in Serbia ⋅ 🌧 21 °C

    Wenn man im Leben vorher wüsste, was einen erwartet, würde man manche Unternehmungen nicht beginnen. Man wäre aber auch um einige Erfahrungen ärmer.

    Wir fahren heute gut 2,5 Stunden nach Belgrad und haben einen Campingplatz in den nördlichen Industrievororten an der Donau herausgesucht. Der Empfang ist sehr freundlich und der Platz sehr gut ausgestattet und modern. Nach einer Stärkung und einsetzendem Regen machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Die Bushaltestelle erreichen wir nach 15 Minuten Fußweg. Der Nahverkehr in Belgrad ist kostenlos, tolle Idee! Der Bus benötigt für die 12 Kilometer allerdings 50 Minuten, weil es im Zentrum staut.

    An der Endstelle am Gemüsemarkt sehen wir uns um und sehen nur grau. Dasselbe Grau, das wir vorher auf dem größten Teil der Busfahrt auch schon gesehen haben. Wir fragen herum und fahren dann weiter Bus, um zur größten orthodoxen Kirche der Welt (?) zu gelangen: den Dom des Heiligen Sava. Zwischendurch steigen wir an der deutschen Botschaft um, wo wir noch Werbung für „C the unseen“ sehen.

    Vom Regen keine Spur mehr, die Sonne zeigt sich immer wieder.

    Am Dom steht eine Schlange, von der wir ahnen, dass die letzten Leute heute nicht mehr hinein kommen werden. So fotografieren wir das imposante Bauwerk von außen und lassen uns auf einen Kaffee nebenan nieder. Frisch gestärkt entdecken wir, dass man den Dom auch von der Seite betreten kann, wo niemand ansteht. Drinnen bemerken wir, dass die Schlange für die Segnungen der Priester ansteht.

    Das viele Gold und der Umgang der Gläubigen mit den Ikonen sind verstörend für evangelisch geprägte Augen und Verstand. Ein paar Fotos später sind wir wieder draußen und fahren mit dem Bus in die Innenstadt. Dort gibt es einerseits die Einkaufsmeile mit Zugang zur Festung und das Viertel für die serbische Küche. Wir entscheiden uns für das zweite, weil wir Einkaufsmeile und Festung morgen anschauen wollen.

    Um es kurz zu machen: wir essen gut, fühlen uns aber nicht willkommen. Die Gesichter der Menschen in den Straßen, vor allem der Männer, sind ausdruckslos, fast niemand lächelt. Auf dem Weg zurück zur Bushaltestelle sehen wir Häuser, die aussehen, als wäre vor 1989 die Zeit stehengeblieben. Es sind so viele und das in einer Hauptstadt einer doch so stolzen Nation. Ich will die Emotionen hier rauslassen. Aber auf meiner Liste der Städte, die ich besucht habe und nicht wieder besuchen werde, liegt Belgrad auf Platz 1. Und ich weiß nicht, welche Städte auf den weiteren Plätzen folgen…

    Wir beschließen, die Festung wegzulassen und morgen abzureisen. Wir freuen uns auf Natur und die anderen Balkanländer.
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  • Klosterhopping

    June 2 in Serbia ⋅ ☁️ 22 °C

    Unser Programm haben wir ja etwas gestrafft und sind schon heute auf dem Weg in den Südwesten in Richtung Montenegro. Auf dem Weg liegt die Ovčar-Schlucht, in der es mehrere Klöster auf engstem Raum gibt. Dies ist unser Ziel und nach einem Imbiss besuchen wir das erste Kloster Vavedenje. Wir stellen erstaunt fest, dass dieses von Nonnen betreut wird, eine von ihnen schließt uns die kleine Kirche auf, die sich innen prächtigst bemalt zeigt. Alles ist noch sehr frisch und farbenfroh. Der Klostergarten ist kleine und voller duftender Rosen.

    Dann fahren wir weiter bis nach Ovčar Banja, wo wir auf die Fahrräder umsteigen und auf der anderen Flussseite wieder etwas zurückfahren und 3 weitere Klöster besuchen möchten. Das erste ist das Nikolaje Kloster, auch von Nonnen geführt. Die Kirche dort ist weitaus beeindruckender: sie ist ganz klein und nach dem winzigen Vorraum betritt man durch einen schmalen Durchlass den Altarraum, in dem die Wandmalereien wahrscheinlich noch original vom Anfang des 19. Jahrhunderts sind. Das Gelände des Klosters ist etwas weiträumiger, es gibt viele Gebäude - inzwischen auch jüngere - und einen Klostergarten mit angeschlossenem Shop.

    Etwa einen Kilometer vor den beiden nächsten Klostern wartet eine Bergwertung der Kategorie 0 auf uns und die wählen wir ab. Deshalb bleibt es bei den Fotos der beiden erwähnten Klöster, die dennoch repräsentativ für diese Gegend sind.

    Nach einem Eis aus dem Dorfkonsum fahren wir noch eine knappe Stunde nach Zlatibor, wo wir die heutige Nacht verbringen werden.
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  • Zlatibor

    June 2 in Serbia ⋅ ☀️ 17 °C

    Wir werden heute im Wintersportort Zlatibor übernachten. Am Stadtrand befindet sich ein guter Campingplatz mit Wifi nur in der Nähe der Rezeption. Deshalb sitze ich jetzt auf dem Asphalt und schreibe und lade dreimal hoch, hoch, hoch!!!

    Die Stadt ist wieder so ein spezielles Gemisch: Alte sozialistische Titobauten verfallen. Neue Protz- und Prunkappartmenthäuser sind entstanden und sind zum Teil nur spärlich belegt - das kann sich aber im Winter ändern. Und dann natürlich gibt es die abgebrochenen Neubauten oder besser Investruinen genannt.

    Nach dem Radeln sitzen wir bei einem kühlen Getränk in der wärmenden Sonne und werden von einem sehr netten und sympathischen jungen Mann bedient. Serbien ist ein Land der starken Gegensätze. Wir begegneten unterschiedlichsten Menschen. Der Rezeptionist auf dem Platz hier war wieder der einsilbige und wortkarge Serbe, den wir in unseren Vorurteilen pflegen. Es ist schon eine verfahrene Kiste. Vielleicht können die jungen Leute im Lande über ihre Generation mal so langsam die Stimmung und Einstellung zu Fremden, zu den regionalen Nachbarn und zum Leben überhaupt ändern.

    Wir schauen nach vorn: da kommt der Sonnenuntergang über den Bergen und unsere Weiterreise morgen nach Montenegro!
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  • Durmitor Nationalpark

    June 3 in Montenegro ⋅ ☁️ 20 °C

    Nach dem morgendlichen Yoga widmen wir uns unserem heutigen Ziel: es ist die Durdevica Tara Brücke über die Schlucht der Tara. Gestern haben wir zufällig mitbekommen, dass die Brücke gesperrt und nur stundenweise befahrbar ist, weil sie instandgesetzt wird. Deshalb haben wir die Route geändert und einen anderen Grenzübergang nach Montenegro gewählt. Die Überfahrt war übrigens ganz entspannt, an beiden Kontrollpunkten hatten wir nur eine Handvoll Autos vor uns.

    Montenegro kommt uns noch bergiger vor als die bisherigen Länder. Wir sehen schneebedeckte Gipfel in der Ferne und fahren bei Mojkovac in die Schlucht hinein. An der Brücke angelangt finden wir uns inmitten von wartenden Autos wieder, die auf die Passage der Brücke warten. Wir suchen den Weg zu unserem Camp weit unterhalb der Brücke. Als wir losfahren und unten ankommen, bleibt ein leicht mulmiges Gefühl, ob wir es morgen ohne Allrad wieder nach oben schaffen. Aber da kein weiteres Wohnmobil hier steht, gehen wir davon aus, dass alle, die hier waren, auch ohne Probleme wieder wegfahren konnten. Wir werden vom Besitzer mit Pflaumenschnaps begrüßt, dann gehen wir zum Fluss und testen die Wassertemperatur. Als wir zurückkommen, sind zwei weitere Camper angekommen.

    Montenegro ist hinsichtlich seiner Währung etwas besonders: der Euro gilt als offizielles Zahlungsmittel. Es gibt keine nationale Währung, an den Automaten gibt es nur Euro. Allerdings ist das Land nicht in der Eurozone und hat daher kein Recht, eigene Münzen zu prägen, womit wir hier eine bunte Auswahl an vielerlei Rückseiten erwarten dürfen. Und das Beste: der Liter Diesel 1,66€ - wir können gar nicht so viel fahren wie wir tanken möchten 😆.
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  • Kloster Ostrog

    June 4 in Montenegro ⋅ ☁️ 19 °C

    Gestern fuhren wir von der großen Brücke hinunter bis fast auf Flussniveau und als nach dem Abendbrot der Regen einsetzte, beschlich mich ein mulmiges Gefühl. Ich hatte große Bange, dass wir die Piste durch den Wald und die 2 engen Kehren wieder hinauf kommen. Heute morgen schien die Sonne, der Boden war feste und die Piste bestand doch aus mehr Asphalt, als ich sie in Erinnerung hatte. Ohne Allrad kämpften wir uns mit manuellem Schalten zwischen 1. und 2. Gang nach oben bis die letzte Rampe kam - wo wir 3 Versuche brauchten, bis wir sie überwunden hatten. Mir fielen mehrere Steine vom Herzen.

    Dann fuhren wir mit Kaffeepause und Lunchtime durch das spektakulärste Land unserer Reise bisher. Montenegro zeigt sich als Land, das seinem Namen alle Ehre macht. BergeBergeBerge - schneebedeckt ganz oben, gründ darunter, Schluchten, Hochebenen und Täler. Es gibt fast keine flachen Straßen, nur ein dauerndes Hinauf und hinunter. So eine überwältigende Natur haben wir selten gesehen.

    Unser Ziel heute liegt in einer Felswand auf ca. 900 m Höhe: das Kloster Ostrog. Dorthin fahren wir enge Serpentinen hinauf - recht langsam, da die Straße sehr eng ist und an den Seiten teilweise keine Leitplanken sind. Das Kloster lässt uns die Münder offen stehen - die Fotos sprechen für sich.
    Ach und Schlösser sind übrigens so was von gestern, heute hängt man Socken an Geländer.

    Später am Nachmittag fahren wir hinunter ins Tal auf einen familiären Stellplatz, dessen Besonderheit der Bierzapfhahn des Vertrauens ist 😊 🍺.
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  • Urlaub vom Urlaub

    June 5 in Montenegro ⋅ ☀️ 25 °C

    Die letzte Nacht haben wir unterhalb des Klosters Ostrog verschlafen. Heute morgen wachen wir auf und bekommen gerade unser Weißbrot an den Wagen gebracht. Wir frühstücken und schwatzen mit den Nachbarn, dann packen wir und fahren einmal durch Podgorica. Die Stadt wurde nach dem 2. Weltkrieg neu aufgebaut und ist dementsprechend modern. Aber was uns gleich auffällt, ist, dass diese Hauptstadt trotz der sozialistischen und postsozialistischen Architektur einen ganz anderen Charme versprüht als zum Beispiel Belgrad. Und die Menschen hier sind fröhlicher, moderner gekleidet und strahlen ganz anders als in der serbischen Hauptstadt. Das Thema ist immer noch in unseren Köpfen gegenwärtig. Wir finden keinen Parkplatz für den Besuch der größten orthodoxen Kirche des Landes - aber wir sagen uns, wir haben schon so viel gesehen, da ist es jetzt auch nicht schlimm, wenn wir gerade diese verpassen. 😄.

    Dann geht es an die Küste, wir wollen mindestens das Wochenende über nichts als faul am Carli oder am Strand liegen. Der Platz in Buljarica ist groß und voller Bäume und spendet somit eine Menge Schatten. Wir finden einen ruhigen Paltz und Zeit für eine große Trommel Wäsche und dann eine kostenfreie Liege am Strand mit anschließender Getränke- und Essensentspannung bis die Sonne hinter den Hügeln verschwindet.
    Wir bieten übrigens 24 Grad Wassertemperatur - so kann es weitergehen!
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