Tara Nationalpark
May 31 in Serbia ⋅ ⛅ 23 °C
Noch einmal genießen wir beim Frühstück den fantastischen Blick auf Sarajevo. Der Platz hier oben ist wirklich ein Juwel und unbedingt eine Empfehlung für Camperfreunde, die Sarajevo besuchen möchten.
Nach dem Packen fahren wir ab und verlassen die Stadt ostwärts. Recht schnell nach dem Ortsausgangsschild begrüßt uns wieder die Republika Srpska. Die Landschaft bleibt spektakulär, wir fahren wieder einen Pass hinauf und überqueren ihn auf über 1200 Metern, um dann weiter unten die nächste Hochebene zu durchfahren. Ganz Bosnien ist ein ein sehr gebirgiges und aber auch sehr grünes Land. Wir sehen wenig Landwirtschaft, nur Selbstversorger, dafür mehr Holzindustrie mit Sägewerken und Pelletherstellung.
Endlich gelangen wir an die Drina und die Landschaft ändert sich dramatisch - nun geht es durch das enge Flußtal, in dem sich ein Tunnel an den anderen reiht. So fahren wir gefühlt eine Stunde am Fluß entlang bis nach Višegrad. Dort verlassen wir das Tal und begeben uns auf die letzte Etappe zum Grenzübergang Vardište. Schon im letzten Wifi in Sarajevo haben wir gesehen, dass Google die Straße an der Grenze in tiefem Rot dargestellt hat. Und so kommt es auch, wir reihen uns ein ans Ende einer langen Schlange Wartender. Und wir beobachten verschiedene Arten des Vordrängelns: da gibt es die Biker, für die selbstverständlich gilt, ich fahre vor bis zur Schranke, bin ja schließlich schmal und komme überall vorbei. Ein Bus fährt rechts über den Dreck an uns vorbei und drängelt sich ein paar Wagen vor uns rein. Ein LKW zieht links an uns vorbei und stellt sich auf die dortige Standspur, der Fahrer steigt aus und geht in die Reihe. Nach einer Weile kommt er zurück und wird auch weit vor uns eingelassen. Wer weiß, was er gegeben hat. Naja - wir haben ja Urlaub und nach 30 Minuten sind wir durch die bosnische Kontrolle. Weitere knapp 50 Minuten vergehen, bis wir auch die serbische Seite passiert und unseren - diesmal schmucklosen - Stempel bekommen haben.
Nach weiteren 15 Minuten sind wir im Tara Nationalpark auf dem Platz für heute, ein altes Schullandheim könnte man sagen - alles sehr gepflegt und wir sind die einzigen! Erst später, als wir von der Fahrradtour durchs Dorf, gesellen sich noch ein paar wenige Camper hinzu.Read more













