• Ann-Kathrin
  • Ann-Kathrin

Lateinamerika

Die Schmidts 12 Wochen unterwegs in Ecuador, Kolumbien, Panama und Costa Rica. Weiterlesen
  • Tourimassen

    29. Januar in Costa Rica ⋅ ☀️ 26 °C

    Direkt nach dem Aufstehen fahren wir los, die Kinder verschlafen sogar noch einen Teil der Fahrt. Unser Ziel: möglichst früh am Manuel Antonio NP anzukommen und der liegt in 1.5 h Entfernung. Die letzten Kilometer sehen wir schon einen Reisebus nach dem nächsten und auch wenn wir um 8.15 Uhr am Eingang stehen, ist da schon jede Menge los.
    Wir betreten den Park, der der berühmteste Costa Ricas ist. Doch was uns eigentlich schon vorher klar war, bestätigt sich hier: wenn man so lange wie wir unterwegs ist und bereits so viele nahe Tierbegegnungen hatte, kann man ihn sich komplett sparen. Wir machen eine Challenge draus: wer findet zuerst raus, welche Menschentraube gerade was beobachtet?! Das Spiel hat teilweise in der Serengeti schon gut funktioniert. Aber hier stehen sie wirklich fast nur bei kleinen Eidechsen, Krebsen oder Faultieren, die in 30 m über uns mit Fernglas sichtbar sind.
    Die Jungs sind schnell gelangweilt, wir ehrlich gesagt auch. So baden wir einmal an dem zugegebenermassen wunderschönen Strand und dann verabschieden wir uns auch schon wieder von diesem „Highlight“.
    Nach einer kleinen Mittagspause in einem Café geht’s weiter zu unserer nächsten Unterkunft. Unterwegs finden wir eine Autowäscherei mit zwei netten Mitarbeitern, die unsere Dreckskarre kurz dazwischen schieben. Wir kaufen noch etwas ein und arbeiten uns danach den Berg hoch zu unserer relativ teuren Villa, die wir uns die letzten Tage am Meer gönnen möchten. Doch dort angekommen, trauen wir unseren Ohren nicht.
    Vor lauter Zikadenlärm können wir uns nicht einmal unterhalten, geschweige denn draussen sitzen. Einen solchen Lärm, der in den Ohren schmerzt, haben wir noch nie von den Viechern erlebt. So sitzen wir auf der Terrasse mit Kopfhörern oder drinnen bei verschlossenen Türen. So haben wir uns das nicht vorgestellt. Freundlicherweise dürfen wir unseren Aufenthalt verkürzen und morgen weiterreisen, denn das ist wirklich kein Zustand hier.
    Zum Sonnenuntergang regeln die Viecher ihre Lautstärke immerhin auf 55 dB runter, sodass wir diesen aus dieser Traumlage bestaunen können.
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  • Hauswechsel

    30. Januar in Costa Rica ⋅ ☀️ 27 °C

    Wir geniessen heute Morgen die Ruhe, bis die Zikaden um ca. 9 Uhr wieder loslegen und eine Stunde später schon wieder erstaunlich laut sind. Wir sind froh, uns für die Abreise entschieden zu haben, denn wir sitzen nur drinnen bei verschlossenen Türen.
    Da die nächste Unterkunft nur 7 km entfernt ist, jogge ich dorthin - trotz Gefälle und Schatten eine heisse Angelegenheit. Die neue Unterkunft liegt schön schattig mitten in Uvita und wir verbringen die heisse Mittagspause erstmal am Pool, wo Henri noch fleissig schnorcheln übt und total motiviert ein paar „Workouts“ macht. 🥰 Schwimmen kann er inzwischen auch. Luis ist plötzlich zur Leseratte geworden und liest heute drei Geschichten.
    Am späten Nachmittag bummeln wir noch durch den kleinen Ort, buchen eine Bootstour für morgen und dann machen wir eine leckere BBQ Night inkl. Marshmallows auf unserer Terrasse.
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  • Whale Watching

    31. Januar in Costa Rica ⋅ ⛅ 27 °C

    Wir stehen heute alle früh auf, denn ich darf endlich mal wieder mit jemandem zum Arzt… Luis hat seit Tagen Ohrenschmerzen und vermutlich ein Swimmer‘s ear und da die bisherigen Tropfen nicht geholfen haben und der Flug sich nähert, müssen wir zu stärkeren Mitteln greifen. Eine sehr nette Ärztin empfängt uns früh am Morgen, sodass alles schnell verschrieben ist, bevor unsere Whale Watching Tour startet. Die beginnen wir wie immer bei glühender Hitze auf einem kleinen Boot mit rund 20 Personen an Bord. Unser Guide macht einen guten Eindruck und bereits nach 10 Minuten haben wir unsere erste Buckelwalkuh mit Kalb entdeckt. Ein wunderschöner Anblick, insbesondere, weil sich die rund 5 Boote drumherum höchst professionell verhalten, was vorab meine grösste Sorge war. Auch hier zeigt sich Costa Rica vorbildlich im Sinne des Naturschutzes und es gibt klare Regeln für Abstand und Beobachtungsdauer. So lassen wir sie auch bald wieder alleine und sehen kurz darauf ein weiteres Duo. Nach einer weiteren kurzen Zeit begegnet uns noch eine ganze Schule Spotted Dolphins, die aber mit der Jagd beschäftigt sind und somit schnell weiterziehen. Wir fahren zu einem Schnorchelspot, an dem man zwar nichts sieht, Henri aber trotzdem Spass hat. Luis muss wegen der Ohren aussetzen. Umso mehr Spass hat er, als wir danach noch zu einem einsamen Strand fahren, wo wir durch eine Höhle laufen und an einem kleinen Wasserfall Kokosnüsse knacken. Da kommt der Robinson Crusoe in Luis zum Vorschein.
    Glücklich und zufrieden gehen wir nach der Tour an den Pool für eine ausgedehnte Mittagspause im Schatten mit Schach, Workout und Lesen - und mit einer weiteren Kokosnuss, die Luis beschäftigt.
    Unser Versuch, den Sundowner am Strand zu verbringen, scheitert an den Öffnungszeiten des Nationalparks und somit passiert heute nicht mehr viel.
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  • Letzter Tag an der Küste

    1. Februar in Costa Rica ⋅ ☀️ 28 °C

    Nach dem Frühstück fahren wir eine Viertelstunde den Berg hoch bis zu einer paradiesischen Flussstelle mit Felsen, kleinen Becken und Stromschnellen. Hier oben sind wir ganz allein, es ist angenehm kühl und die Kids spielen begeistert im Wasser. Als es sich nach zwei Stunden langsam füllt, fahren wir für unsere Siesta wieder ans Haus.
    Dort beglückt uns Henri mit einer spektakulären Stunt-Show im Pool, sonst passiert nicht viel.
    Am Nachmittag nutze ich das leicht kühlere Wetter für eine Joggingrunde zur Playa Hermosa, wo ich die Jungs wieder treffe, wir ein letztes Mal baden und einen kitschigen Sonnenuntergang bestaunen, begleitet von lauter aber guter DJ-Musik.
    Zuhause gibt’s noch leckere Pizza und dann geht’s ins Bett.
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  • Vom Pazifik über die Wolken

    2. Februar in Costa Rica ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute ist es bewölkt und unerträglich schwül. So fällt uns der Abschied von der Küste nach dem Frühstück nicht schwer. Unterwegs halten wir an einem kleinen Reptilienpark und bestaunen Schlangen, Kaimane und Schildkröten.
    Weiter geht die Fahrt immer bergauf und die Sonne blickt immer wieder durch die Wolken.
    Es geht hoch bis auf 2‘300 m ü.M., wo wir unsere Lastminute-Traumunterkunft beziehen. Gerechnet hatten wir mit trübem Wolkenwetter, stattdessen geniessen wir über den Wolken einen spektakulären Weitblick, haben ein Whirlwanne und einen wärmenden Kamin für später. Ich ziehe sogar einen Pulli an und bin den Rest des Nachmittags nicht mehr vom Balkon wegzubewegen. Meine „Kamerarolle“ füllt sich dazu in beeindruckender Geschwindigkeit, während wir die magischen Wolkenformationen beobachten.
    Nach Sonnenuntergang wird der eisige Fotografenkörper wieder in der Badewanne aufgewärmt, der Kamin angemacht und ein Familienschachturnier eröffnet, das Luis gewinnt.
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  • Sonniger Nebelwald

    3. Februar in Costa Rica ⋅ ⛅ 10 °C

    Ich geniesse noch mal einen schönen Sonnenaufgang, während die anderen noch schlafen. Dann frühstücken wir kurz und fahren los Richtung Nebelwald. Unterwegs halten wir an einem Hügel auf über 3‘300 m Höhe, den wir schnaufend erklimmen und von oben Blick auf Meer und Nebelmeer geniessen. Von dort geht es bergab nach San Gerardo de Dota - bei strahlendem Sonnenschein trinken wir einen Kaffee umzingelt von brummenden Kolibris. Danach fahren wir noch etwas durch das schöne Tal, wobei alle Bäume von Moos und Epiphyten bedeckt sind, sodass man sich gut vorstellen kann, wie feucht es hier die meiste Zeit des Jahres sein muss. Heute zum Glück nicht.
    Nach erfolgloser Suche nach dem Quetzal fahren wir weiter die lange Strecke nach San José, dank der drei Fragezeichen zum Glück ohne Gejammer.
    Am Nachmittag erreichen wir unsere Unterkunft am mit Hortensien bewachsenen Hang des Vulka Poás, wo wir mit Blick auf die Hauptstadt einen gemütlichen restlichen Tag verbringen - natürlich wieder im Schachwahnsinn.
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  • Vulkan am letzten Tag

    4. Februar in Costa Rica ⋅ ☁️ 12 °C

    Die Nacht am Hang des Poás Vulkans haben wir gut geschlafen und nutzen die nahe Lage zur Einfahrt des Nationalparks, um zu den ersten Besuchern am Morgen zu gehören. Das Wetter ist klar und wir laufen den Kilometer bis zur Aussichtsplattform. Der Krater ist riesig und es ist schon sehr beeindruckend, einen aktiven Vulkan so aus direkter Nähe zu besuchen. Aus der säurehaltigen Lagune dampft es kräftig und auf den Treppenstufen sieht man ein paar Einschlaglöcher von Gesteinsbrocken aus der Vergangenheit. Wir beobachten den Giganten eine Weile und dann geht’s zurück - für die Jungs ins Café, für mich noch auf einen kleinen Wanderweg zu einem erloschenen Nebenkrater mit Lagune.
    Zufrieden mit dem Morgen geht’s zurück zu unserem Häuschen, wo wir noch etwas in der Sonne faulenzen. Nach dem Checkout stoppen wir als Nächstes im nahen Laberinto, das ich mit den Jungs in Angriff nehme. Wir kämpfen uns durch die Mittagshitze und finden 4 von 5 Zielen, danach geben wir auf. Zu heiss, alle k.o. Also dringend noch eine Stärkung bei der offiziellen Starbucks Hacienda einnehmen und im kühlen Designer Café ausruhen.
    Am Nachmittag erreichen wir unser Hotel in der Nähe des Flughafens. Dirk und Luis bringen den Mietwagen zurück, Henri und ich packen und danach wollen wir eigentlich noch irgendwo gemütlich snacken und spielen, finden in der scheusslichen Umgebung aber nichts Passendes. So kaufen wir nur ein paar Drinks im Supermarkt und gehen zurück zum Hotel, wo wir noch etwas spielen. Mit Uber Eats lassen wir uns unser Abendessen liefern und gehen dann früh ins Bett.
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  • Rückreise

    5. Februar in Kanada ⋅ ⛅ -14 °C

    Wir nehmen um 6.15 Uhr einen Shuttle zum
    Flughafen, wo alles schnell und unkompliziert verläuft. Nach einem leckeren Kaffee boarden wir und auch der Flug nach Toronto ist ganz entspannt, die Jungs schauen Filme und wir arbeiten etwas.
    In Toronto haben wir einen längeren Aufenthalt, der aufgrund Verspätung des zweiten Fliegers auch noch etwas länger wird, aber nach 7.5 h mit leckerem Essen, spielen und chillen geht’s an Bord des letzten Fliegers. Wir haben gemütliche Plätze, essen noch mal etwas und schlafen dann wenigstens ein paar Stündchen.
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  • Oh wie schön ist Panama

    6. Februar in der Schweiz ⋅ ☁️ 0 °C

    Um 11.15 Uhr landen wir im neblig-nassen Zürich. Wir entscheiden spontan, ein Uber zu nehmen, da es kaum teurer und deutlich schneller als die Zug-Bus-Kombi ist. Und so holen wir die Verspätung des Fliegers auch wieder auf und erreichen um 12.45 Uhr unser liebes Steckborn.

    »O Tiger«, rief der kleine Bär, »was sehen denn da unsere scharfen Augen, sag!« »Ein Haus, Bär. Ein wunderbar, wundervoll schönes Haus. Mit Schornstein. Das schönste Haus der Welt, Bär. Da könnten wir doch wohnen.«

    »O Tiger«, sagte jeden Tag der kleine Bär, »wie gut es ist, dass wir Panama gefunden haben, nicht wahr?«

    »Ja«, sagte der kleine Tiger, »das Land unserer Träume. Da brauchen wir nie, nie wieder wegzugehen.«
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    Ende der Reise
    6. Februar 2026