• Sensoji-Tempel (Tokyo)

    September 23 in Japan ⋅ ☁️ 22 °C

    Heute geht's zum Sensoji-Tempel (noch in Tokyo), der eine alte Statue des Kannon -Bodhisattva aufbewahrt. Wir sehen die größte Papierlaterne von Japan.

    Der Sensō-ji in Asakusa ist der älteste und wohl bekannteste buddhistische Tempel Tokios – und schon der Weg durch das mächtige Kaminarimon-Tor ist ein Erlebnis.

    Über die lebhafte Nakamise-dori mit ihren kleinen Läden und Essensständen gelangt man zur großen Tempelhalle, in der Kannon, die buddhistische Göttin bzw. Bodhisattva des Mitgefühls, verehrt wird.
    Hier wird gebetet, Räucherwerk entzündet und mit einem Omikuji ein kleines Orakel über Glück oder Pech gezogen.
    Der Sensō-ji ist buddhistisch, was in Japan aber keineswegs bedeutet, dass hier eine scharfe Grenze zum Shintōismus gezogen wird.
    Der Shintōismus ist die traditionelle japanische Religion, in deren Mittelpunkt die Kami, also Gottheiten und Naturgeister, sowie Schreine stehen.
    Der Buddhismus kam dagegen über China und Korea nach Japan und beschäftigt sich stärker mit Themen wie Leiden, Vergänglichkeit, Karma und Erleuchtung.
    Besonders schön sieht man das Nebeneinander beider Religionen direkt neben dem Sensō-ji: Dort befindet sich der Asakusa-Schrein, der dem Shintōismus angehört.
    Für Japan ist genau diese Mischung typisch – man besucht ganz selbstverständlich buddhistische Tempel und Shintō-Schreine, ohne darin einen religiösen Widerspruch zu sehen.
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