• Durchs Páramo

    November 24, 2025 in Kenya ⋅ ⛅ 11 °C

    Bald erreichen wir den anderen Teil der offiziellen Chogoria-Route, die die landschaftlich schönste der Routen zum Gipfel sein soll. Der Weg bisher ist nicht sonderlich steil, aber man merkt die dünne Luft schon ganz gewaltig! Nach kurzem Picknick zwischen riesigen Felsen wird die Landschaft immer karger. Die Wolken bringen feuchte Eisluft, aber mit unserer intensiven Knobi-Zwiebel-Guac-Fahne kommen wir auch gegen diese mystische Atmosphäre an!

    Und: Heftigst cooles Landschaftsbild! Mit diesem ganzen buschigen Gras, den Rosettenstauden und Riesenlobelien erinnert mich das alles hart an die Vegetationsform des Páramo in den kolumbianischen Anden 😃. Hinter der nächsten Kuppe dann endlich der erste Blick auf den Lake Michaelson 💪. Ich gehe voll auf die ganzen Gesteinsformationen ab. Hier muss vulkanisch und glazial irgendwann mal ordentlich die Post abgegangen sein: Schwarze, massive Gesteinsschichten mit bunten Bartflechten wölben sich über loseres Agglomerationsgestein aus ascheartiger Grundsubstanz mit Einschlüssen größerer Brocken. Letzteres erodiert offensichtlich wesentlich rascher und wäscht sich regelrecht unter den massiven Deckeln heraus.

    Bei unserer Mittagspause mit Ausblick auf meinen See dann die Überraschung: Unser Guide kommt hinzu, hahaha! Es scheint ein Kommunikationsproblem gegeben zu haben und er hatte erwartet, am 2. Gate von uns mit dem Auto abgeholt zu werden. Nun ja, der Ranger hatte uns allerdings gesagt, der Guide würde uns morgens am Lake Ellis abholen 😉. Jetzt ist er 8 km zusätzlich gewandert und hat uns auch noch eingeholt. Krasser Typ!
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