• Magura- und Karuru-Wasserfälle

    29. November 2025 in Kenia ⋅ ☁️ 14 °C

    Wir flitzen die bisherige Strecke wieder zurück in südliche Richtung und bleiben länger als erwartet an den ansonsten vergleichsweise unspektakulären Magura-Falls hängen. Hier gibt es nicht nur bunt schillernde Starenfamilien bei der Fütterung zu beobachten, sondern direkt am Parkplatzrondell besuchen uns auch zwei zutrauliche Natal Red Duiker. Mich fasziniert zudem so ein verrückter Krakenpilz! Wie kommt der denn hier her? Muss der hier sein? Sieht ja völlig fehlplatziert aus. Wikipedia sagt aber, dass er "eventuell auch in Ostafrika" beheimatet ist. Wieso denn nur "eventuell"? Hat das denn noch niemand eindeutig erforscht? Also, liebe Mykologen, bei so nem crazy Pilz würde mir das ja keine Ruhe lassen 😉!

    Über die Seitenstraße bei unserem Nachtlager an der Reedbuck Public Campsite und der Fishing Lodge vorbei, schlagen wir uns einen durchaus wilderen Weg zum Karuru-Wasserfall durch. Wie so immer, sieht man direkt am Wasserfall stehend vom eigentlichen Wasserfall nix. Aaaber, der Blick auf das riesige, steile und weitläufige Waldtal ist grandios! In weiter Ferne kann man wunderbar den Gura-Wasserfall erkennen, der mit 300 m Fallhöhe angeblich der höchste in Kenia sein soll. Andere Quellen behaupten, dass der Karuru-Wasserfall – an dem wir gerade stehen – mit knappen 275 m über mehrere Stufen der höchste sein soll. Na, was denn nun? Die Kaskadologen, Kataraktologen, Rheokasskadographen dieser Welt – oder wie auch immer man Wasserfallforscher korrekterweise bezeichnen müsste – sollten mal gemeinsam mit den Pilzforschern nachsitzen, um zu lernen, ihre Arbeit vernünftig zu machen 😛.

    Wir sind mal wieder ganz allein und bemerken viele Spuren größerer Wildtiere entlang der Trampelpfade hier. So recht geheuer ist uns das nicht. Bald dämmert es. Nicht, dass die Büffel hier abends auf Touri-Jagd gehen?
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