• Auf nördlicher Erkundungsrunde

    November 29, 2025 in Kenya ⋅ ☁️ 14 °C

    Neben allerhand bärtiger Wälder wirken auch die zahlreichen Niederungen mit saftigen Mooren und Wasserläufen entzückend auf uns. So viele unterschiedliche Grüntöne haben wir schon lange nicht mehr wahrgenommen! Ein Seitenweg wirkt besonders verlockend auf mich, denn er ist von einem umgeschubsten Baum versperrt. Dahinter sieht er zudem nicht sonderlich befahrbar aus 😏. Laut Karte soll er zur Gikururu Private Campsite an einem Flüsschen führen. Solche "private" Campsites zeichnen sich aus durch das Nichtvorhandensein jeglicher Anlagen und sind eigentlich nur minimalistische, meist gar unerkennbare Stellplätze, deren exklusive Nutzungsgenehmigung man sich allerdings für Extrageld erkaufen muss. Das würde ich mir ja gerne mal anschauen, aber wir haben nicht so viel Zeitpuffer für Experimente. Gerade, als wir wieder wegfahren wollen, rauscht ein Inder mit Familie im alten Land Cruiser dazu und wirkt sichtlich verwundert, dass wir umkehren wollen. Er würde dort häufiger picknickieren, es sei ein toller Spot und er kennt den Weg. Kurzerhand schieben wir gemeinsam den Baum zur Seite und er brettert voraus. Wir sehen ihn nur mit rauchender Dieselwolke von links nach rechts schlittern. Ohne Vorfahrer würde ich hier nie langfahren, denn das hohe Gras verdeckt so einige tückische Matschrinnen. Unser Toyo stellt sich paar Mal quer und setzt etwas auf. Holla die Waldfee, aber nun gut, so fährt man hier anscheinend 💁‍♂️. Der Zielort ist "nett" und abgeschieden, aber irgendwie war der Weg hierher das Highlightigere der Unternehmung. Wir lassen der Family ihren verdienten private space und rauschen wieder ab.

    Der Chania-Wasserfall ist der erste von dreien, die wir heute erkunden. Jeder ist sehr anders und es gibt viel an Pflanzen- und Tierwelt drumherum zu entdecken. Auch andere verstreute Touris begegnen uns. Weiter nordwärts zieht sich die Piste gefühlt endlos durch Hügel und niedrige Bergwälder. Irgendwo kommt man angeblich nach Nakuru runter, aber ob das alles befahrbar ist? Das müssen wir irgendwann anders mal herausfinden. Inmitten von Nichts picknicken wir einfach mitten auf dem Fahrweg hinter einer fast verkompostierten Holzbrücke und schnabulieren unsere Curry-Reste mit nem frischen Kaffee. In dieser remoten Ecke ist sonst niemand unterwegs. Nun geht es zurück in Richtung Süden!
    Read more