• Irgendwo an nem Fluss

    6.–7. jun., Estland ⋅ ☀️ 17 °C

    Zum Abend klart es auf. Verträumt folge ich einfach den Radwegschildern, die mich unmerklich von meiner geplanten Route wegführen. Damit auch von meinem anvisierten Nachtlager. Erst nach 15 km merke ich, dass irgendwas faul ist, denn so circa genau jetzt sollte eigentlich der Tümpel mit Campingtisch kommen? Nix da. Ich bin zwar auf ähnlicher Breite wie er, aber viel zu weit östlich 😂.

    Nun gut. Schön war es zumindest! Der Himmel ist mittlerweile frei, die Luft erfrischend knackig und klar, die schräge Sonne einfach himmlisch. In Love with Hochdruckgebieten mit Kaltfront 🥰. Ich inspiziere die Luftbilder um meinen Standort herum und sehe, dass hinter dem Wald ein Flüsschen sein muss. Einige Hundert Meter später führt auch ein zugewachsener Weg dort hin. Bingo! Kniehohes Gras führt mich direkt an den kleinen Fluss. Ich finde um 2100 noch einen Sonnenfleck am Baum für das Zelt und gehe erstmal baden. 83 km sagt der Tacho. Der Kuckuck gibt erst nach 2300 endlich Ruhe.
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