• Thailänder mögen Möhrchen

    8.–9. jun., Letland ⋅ 🌧 18 °C

    Die Restetappe bis Sigulda flutscht. Unterwegs komme ich an einem Minisee mitten im Wald vorbei, mit 2 Segelyachten drauf. 🧐🤷‍♂️

    In Sigulda will ich wieder zum Fluss runter und finde einen kleinen Campingplatz mit großen Schatteneichen. Bringt nur nicht so viel abends bei einsetzendem Regen 😛. Beim Kochen im Küchenhaus verquatsche ich mich mit nem Thailänder, der Rinderknochen auskocht und viele, viele Möhren dazuhaut und seine so entstehende Latvian-Thai-Stew aus einem Tütchen mit geheimen Gewürzen schmückt, sodass es direkt wie im Restaurant duftet. Er ist Tattoo-Künstler und wohnt gerade in Schweden und ist mit einer Dame mit österreichischem Kennzeichen unterwegs, die gerade einen komischen Hund ausführt. Tja, Dame müsste man sein, dann würde ich vielleicht auch was von dieser Suppe abbekommen ...

    Es regnet 12 Stunden durch. Weise Erkenntnis: Wenn selbst das Innenzelt morgens durch Kondenswasser etc. komplett wasserdampfgesättigt ist, sodass es direkt zu tropfen beginnt, sobald man drankommt, dann kann man es ganz hervorragend einfach mit einem Handtuch von innen dekondenswasserieren. Das hält nicht nur den Schlafsack trocken, sondern auch meinen spitzbübigen Jugendkörper. Also: Kaffee und Frühstück im Zelt, denn Zeltgemütlichkeit sticht so ziemlich alles und ich komme erst gegen 1300 in die Pedale.
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