• Badepause 🌊🐳🥶

    July 10 in Romania ⋅ ☁️ 21 °C

    Die heutige Etappe führt mich schon auf den westwärtigen Rückweg. Die vor mir liegende Bergregion gehört abgesehen von den übermäßig riesigen Salzgrotten bei Turda wahrscheinlich eher nicht zu den touristischen Magneten. Umso mehr entzückt sie trotz Wochenende mit dem Abhandensein gegnerischer Verkehrsteilnehmys 🥰.

    Gegen 1700 finde ich zufällig auf der Karte ein Campingplatzsymbol und folge dem Pfad hinunter. Nur, um mal nachzusehen, denn eigentlich ist es noch zu früh 😁. Hier beginnt der Stausee und eine weite Wiese lädt zum Wildcampen ein. Durch eine Öffnung im Fels fließt gemächlich Wasser von irgendwoher in den See. Es muss kalt sein, denn um den Auslass herum nebelt es mystisch. Sieht aus wie der Auslass eines höheren Stauwerkes, aber welches soll das sein? Der höher gelegene Beliș-Fântânele-See ist ganz schön weit weg 🤔. Da fängt es plötzlich laut an zu dröhnen und zu brodeln und es schießt eine Welle aus dieser Öffnung, die sich wie ein Mini-Tsunami zum Ufer schiebt. Uff! 😮 Na, da hat wohl oben jemand den Stöpsel gezogen!

    Kurze Zeit später verschlummere ich mich an diesem Überraschungsort in ein ausgedehntes Nickerchen im freundlichen Gras. Dann wird gesnackt und ein georgischer Oolong-Tee zubereitet. Anschließend mache ich mich nackig und springe für eine Waschung in das mittlerweile wieder etwas ruhigere Brodelwasser. Fiese Strömungen und Strudel hier! Aber mehr als bis zu den Knien schafft man es eh nicht ins Eiswasser 😅.

    Kurzer Zündkerzencheck fällt positiv aus. Ggf. mal den Vergaser etwas fetter stellen? Weiter geht's in die tollen Hügel. Die letzten Abendkilometer über Beliș nach Dealu Botii führen mich oben auf mehreren Kämmen entlang. Viele schöne Häuschen, Aussichten und Dörfchen, wo ich spontan noch Papriken und Aprikosen und Noppengürkchen einstaue 😊.
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