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Ausflug zur FOSS4GE 2026

Ab nach Timisoara in Rumänien auf die FOSS4G-Europe-Konferenz! Read more
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    🇷🇴 Temeswar, Rumänien

    Puszta-Vogelparadies

    Jun 27–28 in Hungary ⋅ ☀️ 32 °C

    Nach zwei spontan-genüsslichen Stücken
    Obst-Sahne-Torte in Kisköre fahre ich auf einer skurrilen Eisenbahn-Auto-Kombibrücke – die Verkehrsführung muss man so unvorbereitet erstmal raffen – über den Tisza-Fluss.

    Kurz darauf erreiche ich meine heutige Destination. Ein furchtbarer Ort. Es zerreißt mir die Seele, hier wieder wegfahren zu müssen! Was geht hier bitte ab? Unvorbereitet trumpft mal wieder ‼️ Nachdem all meine Unterkunftsrecherchen um Tiszafüred herum mich hochgradig abturnten, weil das alles nur so aufgeblasene Massen-Touri-Camps mit Freibädern, Thermen und Plastikspielzeugeinkaufsmeilen zu sein scheinen, lasse ich meinen Blick etwas weiter schweifen. "Puszta Eldorado", Bingo! Ein von Holländern seit 12 Jahren geführtes Birding-Camp. Wääh?! Kaum zu finden, nicht ausgeschildert, aber total ruhig, urig und nice. Die schmücken sich hier mit einem für mich bisher unbekannten Wildlife-Paradies zwischen der wasserreichen Region um Tiszafüred mit dem Fluss Tisza und dem Hortobágy-Nationalpark, welcher das letzte verbliebene Realabbild der bis zur Mongolei reichenden Puszta-Steppe sein soll. Woöäah, wat 😮?

    190 Vogelarten? Ich raste aus. Ein Pirol besingt mich am Abend. Blutspechte schreien um die Wette und die Turteltäubchen klingen sehr tansanisch? Für die Singdrossel braucht man fast schon Ohrenstöpsel.

    Morgens schmuggle ich mich ins Frühstücksbuffet und lausche beim Kaffee den unweit segelnden Bienenfressern 🥰. Die habe ich in Europa noch nie gesehen. Ein Wiedehopf tanzt um eine der Hütten herum. Und ich hab mein Fernglas nicht dabei!

    Zwei Holländergästinnen sind mit den Rädern zu nem Unterstand in der "Steppe" geradelt, um die Blauracken (European roller) zu beobachten. Krass! Vor 3 Wochen noch bin ich in Lettland in deren angeblich nordwestlichstem Brutgebiet vorbeigeradelt. Und hier ziehen die wohl gerade Babies groß und sind bei der Fütterung zu beobachten. Ich raste aus. Von den Blauracken habe ich mit Franziska in Kenias Tsavo-West-Nationalpark im November noch ein paar schöne Portraitfotos geschossen, und nun sind sie hier irgendwo neben mir? Die Natur ist so großartig!
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  • Den Schmetterlingen ausweichend

    June 27 in Hungary ⋅ ⛅ 31 °C

    Nationalpark Bükk ist gut! Nichts los zwischen den vielen schattigen Buchen. Und die Luft ist verdammt nochmal gesättigt mit Insekten, Faltern und Schmetterlingen! Auf 760 m hält man heute ganz gut aus, herrlich.

    Wer diese Straßen hier geplant hat, muss Mopedfahrer gewesen sein. Allerdings sind einige der Michi-typischen "Abkürzungen" auf dem Weg hierher dann doch etwas ruppig. Ich bin entzückt, wie sofrig-bequem sich die betagte Guzzi durch all die aufgerissenen Asphaltspalten- und löcher windet. Ein Fahrgenuss! Vor einigen Monaten habe ich die Federgabel komplett zerlegt, bis in die letzte Ritze gesäubert, neu beölt und neu abgedichtet. (Identisches Konzept wie bei der Marzocchi von meinem Fahrrad.) Was für ein Unterschied zur vorjährigen Balkan-Tour, krass!
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  • Los jetzt!

    June 27 in Slovakia ⋅ ☀️ 27 °C

    Da komme ich nun also gemütlich über Nacht in der Ost-Slowakei an. Nach kleiner Erkundungsrunde durch das noch verschlafene Košice zieht es mich direkt in die Hügel. Mit einem Bogen über Pässe auf 950 m geht es langsam Richtung Ungarn. Hier kann man den Temperaturen entfliehen und sich in den neuen Alltag hineinmeditieren.

    Direkt hinter der ungarischen Grenze wartet unverhofft ein Touri-Gelage auf meinen Besuch. Das Erholungsdorf ignoriere ich, aber am Parkplatz, da stehen auch schon andere Biker. Dann könnte ich mich ja dazugesellen. Der feine Herr hinter dem Langosch-Zelt-Tresen zapft mir ein großes und grandioses Grapefruit-Birell vom Fass – der perfekte Trunk bei Sonnenüberfluss. Auch hat er eine ungarische Kuttelsuppe (Rinderpansen for the win!), die ich natürlich ordern muss. Wer mit polnischen Flaki quasi großgezogen wurde, wird das hier wertschätzen. Diese Interpretation ist weniger pfeffrig, dafür cremiger soßiert und mit ordentlich Paprika gewürzt. Et mundet. Auf dem Trampolin im Schatten der Ahörner schlummere ich weg, bis mich ein Schmusi wachklingelt 🥰.
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  • Spannriemen ...

    Jun 26–27 in Czech Republic ⋅ ☀️ 32 °C

    Mittagessen tue ich an der Elbfähre in Neštědice. Und dann, puh, komme ich eigentlich zeitlich perfekt zu Beginn der Zug-Verladung des Mopeds in Prag-Michle an. Aber da meint der Typi doch im Ernst, dass denen die Spannriemen zum Verzurren ausgegangen sind. "Naja, einen habe ich, du brauchst aber mindestens drei. Ohne Spannriemen kommst du nicht mit." 🥺 Ich las nirgendwo über die Notwendigkeit des eigenen Mitbringens. Den Keller hätte ich eigentlich voll von so Dingern, als Reste von meinem Tansania-Toyota.

    Aber nun gut. 45 min habe ich, welche aufzutreiben. An der ersten Tankstelle werde ich direkt fündig. Leider nicht so schöne Gurt-Quali, wie von meinem Seilflechter in Braunschweig, aber die Ratschen wirken zumindest vernünftig und mein Moped ist ja bekanntlich eine Leichtgewichtin. In voller Mopedmontur verzurre ich das Ding nun auf dem Wagon und komme komplett durchtränkt und tropfend zum Personengleis.

    Irgendwie unnötiger Stress, denn nach dem Beziehen meiner Schlafkoje stehe ich trotzdem noch 30 min nutzlos herum. Dafür gibt es an Bord vom Wagon-Steward direkt erfrischendes Birell und ein kleines Craft-Bierchen 🤤.
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  • Mohnkuchenpäusle

    June 26 in Germany ⋅ ☀️ 30 °C

    Mit Nickerchen auf Tisch. Hier nahe der Grenze ist kein Verkehr und man verschlummert sich einfach mal so ne halbe Stunde. Dann ein Gasflammenkäffchen zum Kuchen. Weiter geht's nach Třebín und Úštěk, wo eine meiner Omis her kam.

    Dieses Erzgebirge ist schon nett. Die geschwungenen Hochebenen laden auch zum Radeln ein, denn Birell gibt es in jedem Dorf vom Fass. An einem "langen See" baden die Leute einfach alle nackt, als hätte man sie auf mich angesetzt.
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  • In die Nacht

    Jun 25–26 in Germany ⋅ 🌙 24 °C

    In Brauni gönne ich mir noch nen Snack mit Eis im neuen Bistro um die Ecke und breche schön spät um 2030 auf. Nicht mehr ganz so heiß ...

    Ich werde mal wieder Fan von der Gegend östlich des Elms. Diese tollen Hügel und Waldkämme mit netten Abendblicken Richtung Harz und den schnuckeligen Dörfchen, wo zwei Boys in meinem Jugendalter einfach neben dem Treppensims eines Häuschens sitzen und biertrinkend auf die Straße schauen. Toll.

    Die 178 km bis zum Naturpark Dübener Heide ziehen sich ordentlich und ich komme dementsprechend auch schöön späät gegen 2345 "irgendwo" an. Ein nur spärlich besetzter Campingplatz war für ne Ankunft im Dunkeln wohl eher nicht die beste Entscheidung – die Orientierung ist kaum möglich–, aber ich finde mir einfach einen hervorragenden Gebüschplatz fürs Zelt auf dem campingeigenen Waldparkplatz 🤷🏻. Ruhig, unbeleuchtet, keine nervigen Blagen morgens, eigentlich viel besser als "drinnen" zwischen den Bäumen 😛. Zahncreme eingesteckt, Bürste aber nicht, so ein Quatsch.

    Die Campingplatzdame am Morgen ist sehr nett. Es folgen mehrere Suchen, um irgendeinem der mir selbst in den Weg gelegten Dörfer ein Frühstück zu entlocken. Na, mindestens bekomme ich eine Möglichkeit, Mohnkuchen für später einzustauen.
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    Trip start
    June 25, 2026