Skiathos II
9. Juni in Griechenland ⋅ ☀️ 24 °C
Unser Mietauto war ein lustiger kleiner Skoda Citigo mit knapp 200.000km am Tacho. Wahrscheinlich ist dieses Auto nie von der Insel runter gekommen, somit ist der 4. und 5. Gang quasi werksneu!
Nach der typisch griechischen Übernahme (keine Kaution, schnelles Video rundherum, Sprit same/same) holten wir Ulli & Micha ab, die uns begleiteten.
Wir wollten zuerst zur Ruinenstadt Kastro.
https://www.kastra.eu/castleen.php?kastro=skiathos
Unser kleines Auto war leider nicht in der Lage den zumindest in Teilen Offroad Weg nach Kastro zu fahren, somit blieb uns nichts anderes übrig als auf Schusters Rappen Richtung der Ruinen zu wandern.
Zuerst ging es über einen ausgewaschenen Hohlweg und durch einen ziemlich dichten Urwald zu einer kleinen orthodoxen Kirche. Die Gebäude gut erhalten und gepflegt. Eine mit Naturstein gepflasterte Straße mit kaum Ausweichmöglichkeiten führte weiter durch den Wald und dann später durch einen Olivenhain immer wieder steil bergauf und bergab bis man endlich von der Ferne die Felskuppen von Kastro sah.
Kаstrο liegt аuf einer fеlsigen Hаlbinsel an dеr Νordküste von Skiаthοs. Die Аussicht auf dаs Μeеr ist atemberaubend.
Die Siеdlung Κastrо wurde im 14. Jahrhundеrt vοn den Еinwοhnern vоn Skiathоs gegründet. Die ständigеn Ρiratеnangriffe zwangen die Bewohner dοrthin zu ziehеn. Im 19. Jahrhundеrt zοgen diе Βewоhner von Кastro dann wieder zurüсk in die Stadt Skiathos und hоlten allе Μatеrialien аus ihren Häusеrn. Aus diеsem Grund sind heutе nur nοch Ruinеn und Мauern zu sеhen. Mittlerweile finden dort ständig Ausgrabungen statt. Auch wurden schon einige Kirchen renoviert und auch das Stadttor wurde wieder aufgebaut. Noch kann man das alte Dorf ohne Eintritt besuchen. Man erreicht es entweder per Auto (SUV oder Offroader) oder Motorroller, per Wanderung wie wir oder mit dem Ausflugsschiff, welches am Strand unterhalb der Festung anlegt.
Etwa 500 Meter von der Festung entfernt ist Ourania's Place, ein kleiner Getränkekiosk. Vor 37 Jahren war das ein kleiner Verschlag aus Ästen wo Ourania aus Kühlboxen Getränke verkaufte. Leider war geschlossen, ich hätte gerne mit ihr ein paar Worte gewechselt.
Nachdem wir völlig erledigt zurück beim Auto waren sind wir hungrig und durstig zurück zur Küste und in eine typisch griechische Strandtaverne eingefallen... Essen, Trinken, Seele baumeln lassen!
Weiter ging es dann nach Megalos Aselinos. In dieser weitläufigen Bucht mit etwa einen Kilometer Sandstrand war mal der Campingplatz auf dem wir vor 37 Jahren unser Zelt aufgeschlagen hatten. Ich hab doch einige Zeit gebraucht bis ich den Platz wiedererkannt hatte. Den Campingplatz gibt es längst nicht mehr, aber offenbar wird der Strand mit einem Restaurant wiederbelebt. Erinnerungen keimten langsam auf und ich habe mir natürlich die Fotos von damals durchgesehen. Eine interessante Reise in die Vergangenheit...Weiterlesen


























