• Von Skopelos nach Thessaloniki

    17.–23. jun., Grækenland ⋅ ☁️ 25 °C

    Langsam war es an der Zeit den Hafen zu verlassen, wieder Seeluft um die Nase wehen zu lassen, Ankerplätze zu finden und schwimmen zu gehen.
    Und vor allem wollten wir ja nordwärts! Ganz so einfach war das aber nicht, denn es blies recht kräftig aus Norden.
    Also erst mal um die Insel in die Staphylos Bucht.
    Dort trafen wir wieder Anke und Ralph von der "Alien", mit deren kleinen Hündchen Dolittle.
    Somit stand einem gepflegten gemeinsamen Abend zu Viert (Fünft) nichts im Weg.
    Das Restaurant war sehr gepflegt, der Fisch war Top, die Preise waren echt geschmalzen! Aber man gönnt sich ja sonst nichts...
    Einen weiteren Tag verbrachten wir in dieser Bucht, weil ich wieder mal mit Ralphs Hilfe ein paar Änderungen an unserer PV-Anlage machen musste. Das alte Solarpanel spinnt immer wieder und wird in Thessaloniki edgültig ausgetauscht.
    Jeanette und Jochen von der "Nicetosee" und deren ebenfalls kleinen Hündchen Lucky gesellten sich zu uns in die Bucht und nach dem Abendessen lud die "Alien" zum Sundowner, diesmal zu Sechst (Acht).
    Tags drauf tat sich ein Windfenster auf, mit dem wir nach Norden segeln konnten. Anfangs noch recht ruppig wurde der Wind auf halben Weg nach Chalkidiki immer weniger und schlief dann komplett ein. Zum Sonnenuntergang erreichten wir nach unglaublichen 60 Seemeilen den Fischerhafen von Nea Skioni. Einen Liegeplatz konnten wir dort ergattern. Doch am nächsten Morgen urgierte ein Fischerboot den Platz aber als sein Eigentum und wollte dort anlegen. Nach kurzer freundlicher Diskussion durften wir noch bis Mittag bleiben, wofür wir uns bedankten und dann doch schon um 11:00 ablegten.
    Kurzer Badestopp am Goldenen Horn von Possidi, Mittagsbierchen und der Wind trug uns weiter nordwärts. Leider war er dann gegen 16:00 wieder aus. Also Karpfenhäcksler an und wieder mal zu Sonnenuntergang in den Fischereihafen von Nea Kallikratia.
    All diese Häfen haben normalerweise keinen Platz für Freizeitskipper, aber entweder mit Glück oder durch freundliches Fragen kann man doch anlegen, und das kostenlos!
    Am nächsten Vormittag machten wir uns auf zur letzten Etappe, nach Thessaloniki!
    Gut geplant waren wir zur Mittagszeit am nächsten Goldenen Horn, bei Epanomi. Dort liegt direkt vor dem wunderschönen Sandstrand das Wrack eines Frachtschiffes. Nachdem der Strand mehr als gut besucht war hatten wir es vorgezogen etwas weiter draußen zu ankern und das Wrack nicht zu beschnorcheln. Auch wurde der Wind immer besser von Stärke und Richtung, sodass wir nach dem obligaten Mittagsbierchen den Anker ins Trockene brachten, die Segel setzten und bei einer herrlichen Brise auf glattem Wasser Thessaloniki entgegen segelten!
    Und die ganze Zeit wachte Zeus vom Olymp herab, der im Westen wirklich prominent bis auf 2.918 Meter aus dem Meer empor steigt. Ein imposanter Anblick!
    Unterwegs sahen wir auf Navily (eine Anker-, Buchten- und Hafenführer App für Segler) dass in einer Bucht knapp vor unserem endgültigen Ziel Sheenagh und Jonathan, ein englisches Seglerehepaar die seit fünf Jahren auf deren "Options" unterwegs sind, ankern.
    Die Beiden hatten wir in Limni kurz kennengelernt.
    Sie erkannten uns wieder und am Abend luden wir die Zwei zu uns zum Sundowner.
    Da erfuhren wir dass sie zumindest für eine Nacht das gleiche Ziel haben wie wir, nämlich die Marina Aretsou südlich von Thessaloniki.
    Nach einer absolut ruhigen Nacht tuckerten wir die letzten sieben Seemeilen nach Aretsou, wo wir seit etwa einem Jahr nicht mit Anker sondern mit Mooringleine festmachten. Völlig ungewohnt für uns!
    Mit Thessaloniki haben wir den nördlichsten Punkt unserer Reise durch die griechischen Inseln erreicht. Hier werden wir uns ein Mietauto nehmen und ein paar Tage Landurlaub genießen, bevor wir wieder langsam südwärts segeln!
    Bleib gespannt!
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