• Die Ausgrabungen von Dion

    24. juni, Grækenland ⋅ 🌧 27 °C

    Ein Auto muss her. In der Rezeption wollte man uns Eines für 6 Tage um 250€ aufschwatzen.
    Eine kurze Recherche ergab ein Auto vom Flughafen um 60€ für den selben Zeitraum. Da fährt man auch gerne um 26€ mit dem Taxi zur Abholung und Rückgabe.
    Unser kleiner weißer Ford Ka+ wurde vollgetankt und los ging es nach Dion.
    Dion ist eine recht große Ausgrabungsstätte am Fuße des Olymp, wo König Phillip II von Makedonien, der Vater von Alexander dem Großen schon Hof gehalten hatte und in den diversen Tempeln Isis und Zeus Opfer dargebracht hatte.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Dion_(Makedonien)
    Wir wählten den Weg über die Landstraßen und fuhren kilometerweit durch Kiwihaine, Marillen- und Kirschenwälder, auch Olivenhaine immer wieder, Pfirsiche, Nektarinen und Walnussplantagen, vereinzelt durchbrochen von Zuckermaisfelder.
    Am beeindruckendsten waren die tausenden und abertausenden Kiwiplantagen. Griechenland ist Europas größter Produzent von grünem und gelben Kiwi, und auch weltweit ist Griechenland in den Top 10!
    Am Weg dort hin erhaschten wir immer wieder einen Blick durch die Wolken auf den Gipfel des Olymp, der sich vor uns mit 2.918 Meter mächtig und beeinduckend aufbaute.
    In Dion angekommen erwartete uns eine riesige Ausgrabungsstätte. Bei drückender Hitze quälten wir uns durch das weitläufige Areal, von den Ruinen diverser Tempel zum römischen Theater, weiter zum hellenischen Theater welches rekonstruiert wurde und heute noch bespielt wird bis in die Reste der alten Stadt mit Odeon und Agora. Viele Ruinen wurden der üppigen Vegetation abgetrotzt. Der Kampf gegen Vegetation und dem Versumpfen durch den Fluss scheint stellenweise hoffnungslos zu sein!
    Irgendwann hat es uns dann gereicht und wir sind ein paar Kilometer am Fuß des Olymp hinauf zu einem malerischen Wasserfall, in dem angeblich Daphne schon gebadet haben soll.
    Nach einem Fußbad im eiskalten Wasser und der Darbietung einiger Jugendlicher als Klippenspringer machten wir noch eine kurze Bierpause beim Food Truck und sind dann aufgebrochen nach Petras Olympos, einem winzigen Bergdörfchen an den nördlichen Flanken des Olymp.
    Während wir die Serpentinen Kurve für Kurve höher fuhren trokneten die Wolken auf den Gipfeln (es gibt derer Drei) immer mehr ab und wir konnten den Sitz der Götter endlich klar und deutlich sehen! Was für ein Anblick!
    In der einzigen Pension des Dörfchens wurden wir freundlich empfangen und nach einer üppigen Grillplatte ging es bald ins Land der Träume...
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