Der Olymp ruft!
26. juni, Hellas ⋅ ⛅ 24 °C
Nach einer totenstillen Nacht in dem abgeschiedenen Bergdorf Petras Olympus erwachten wir etwas gerädert, denn die Matratzen und Pölster unseres Quartiers waren bretthart!
Die Vögel zwitscherten und in der Ferne hörten wir Kuhglocken. Das Ambiente ähnelte schon sehr alpin, wäre da nicht die komplett andere Vegetation.
Die Wirtin zauberte uns ein Frühstück was Seinesgleichen suchen muss! Eine fluffige Eierspeise von den eigenen Hühnern mit Gewürzen und Käse, Gurken, Paprika und Paradeiser, alles aus eigenem Anbau. Und dazu pikante Plätzchen die herrlich nach Dille rochen und schmeckten.
Nach einem kleinen Rundgang durch den verschlafenen Ort düsten wir los, wieder durch Obstplantagen so weit das Auge reicht!
Irgendwann tat sich rechterhand eine Schlucht am Fuße des Olymp auf. Der Straße folgten wir, immer höher und höher, das Tal und die Straße wurde enger und dann waren wir endlich am Talschluss. Dort befindet sich Prionia 1100 (Meter über Meer), die höchstgelegene Möglichkeit mit dem Auto den Berg zu erreichen. Der Parkplatz war völlig überfüllt, da die Veranstaltung "Olympus vertcal" stattfand.
https://www.olympus-marathon.com/olympus-vertical
Wir hatten aber Glück und ergatterten doch einen Platz.
Prionia ist nicht nur Ausgangspunkt etlicher Laufevents.
Von dort startet man auch die zweitägige Besteigung des Berges.
https://greece-moments.com/olymp-gebirge/
Wir wollten nur ein paar Dutzend Höhenmeter wandern. Grade mal so viel wie unsere Ausrüstung und Monis neue Hüfte zulässt.
Also hatten wir erstmal in der Prionia Hütte eine traumhaft gute Ziegensuppe genossen und uns danach auf den Aufstieg gemacht.
Das Olymp Massiv ist unglaublich dicht bewaldet, und durch diesen angenehm kühlen Wald stiegen wir Meter für Meter hinauf.
An einem romantisch malerischen Wasserfall legten wir ein Päuschen ein, um unsere heiß gelaufenen Füße zu kühlen.
Nach gut eineinhalb Stunden mussten wir ein ausgetrocknetes Bachbett queren. Diese Kletterei über die großen runden Steine war für uns Beide nicht einfach. Nach einem Blick aufs GPS stellten wir fest dass wir knapp 170 Höhenmeter zurückgelegt hatten. Ein schönes Stück mehr als die angepeilten 150 Meter!
Lächeln mussten wir beim Abstieg als uns eine deutsche Familie mit Kleinkind entgegen kam und uns fragte, ob wir irgendwo Schnee gesehen hätten. Jo eh... der Berg ist 2.918 Meter hoch und wir waren grade mal auf 1.250 Meter.
Kurz drauf eine rumänische Familie, in Sandalen, ausgestattet mit einer halben Flasche Wasser fragte uns allen Ernstes wie weit es noch zum Gipfel ist. Ungläubig lauschten sie mir als ich erklärte, das wären noch zwei Tage und andere Ausrüstung wäre dringend angeraten!
Nach dem Abstieg gönnten wir uns in der Hüttte noch ein eiskaltes Bier und erstanden ein großes Glas Honig um wohlfeile 11€.
Bei der Fahrt vom Berg stoppten wir immer wieder bei diversen Aussichtspunkten. Der Anblick ist unbezahlbar: der mächtige Berg im Rücken und vor uns die fruchtbare Ebene von Dion und der thermaische Golf...
Vorbei an der mächtigen Burg Platamonas ging es weiter in das malerische Tal von Tembi. Doch wir bogen rechts ab, wieder hinauf in ein kleines Bergdörfchen namens Rapsani, wo wir wieder Quartier mit herrlicher Aussicht über die Weinberge hatten.Les mer




























Reisende
Na endlich! Snoo am Berg! So soll das sein!😉
Reisende😉😘