Kos
September 18 in Greece
☀️ 25 °C
Nach einem wenig erfolgreichen Versuch beim Minimarkt in Chirokampos, Leros ein paar Sachen einzukaufen segelten wir nur bewaffnet mit dem Vorsegel südwärts Richtung Kos. Unser Ziel war Kefalos, ein Ort in einer weitläufigen Bucht am Westende der Insel. Dort passierte ein schmerzhaftes Missgeschick! Monatelang sind wir ohne gröberen Verletzungen unterwegs gewesen, doch beim Übersteigen vom Seitendeck ins Cockpit rutschte Moni mit den nassen Füßen am Boden aus und knallte mit den bloßen Zehen gegen den Steuerstand, mit dem Ergebnis zweier gebrochener Zehen! Genau wissen wir es bis heute nicht, die Wahrscheinlichkeit ist aber hoch. Ein Telefonat mit einer ortsansässigen Ärztin half uns wenig weiter. Wegen Wochenende doppelt und für alles Extra zu bezahlen. Kurzfristig kein Leihauto um ins Krankenhaus zu fahren, Ihr Rat: die Zehen im Dachziegelverband zusammenkleben, mehr passiert im Krankenhaus auch nicht, außer allfälliger Gewissheit durch ein teures Röntgenbild.
Wir trösteten uns mit einem unglaublich hervorragenden Essen im Restaurant Maria's.
https://maps.app.goo.gl/u9TQThggmXhqVWzV7
Am nächsten Tag segelten wir bei top Bedingungen nach Kardamena, und lieferten uns wieder ein Wettrennen mit einem Boot, welches 20 Minuten vor uns abgelegt hatte. Bei der Hafeneinfahrt hatten wir es überholt, Segel wieder bei voller Fahrt geborgen, Fender und Leinen vorbereitet und erwischten so den letzten Platz im Hafen. Dürfte langsam zur Normalität werden bei uns...
Dort angekommen mieteten wir für die nächsten zwei Tage ein Auto.
Der Sonntag war dann Ausflugstag:
Erst ging es zu den Ausgrabungen des Asklepieion.
Ein Asklepieion (altgriechisch Ἀσκληπιεῖον, neugriechisch Ασκληπιείο (n. sg.), nach Asklepios, dem altgriechischen Gott der Heilkunst, lateinisch Aesculapium) ist ein antikes griechisches Heiligtum des Asklepios, meist mit angeschlossenem Sanatorium. Etwa 300 dieser Heilstätten sind bekannt. Besondere Erwähnung verdienen die Anlagen von Epidauros, von Trikka in Thessalien, das Asklepieion von Kos sowie die Asklepieia von Messene und Pergamon.
https://de.wikipedia.org/wiki/Asklepieion_von_Kos
Beeindruckt von dieser Stätte fuhren wir dann weiter in die Altstadt von Kos. Wirklich lange hielten wir uns dort nicht auf, die Hatscherei mit den desolaten Zehen war nicht unbedingt förderlich, aber Moni war echt zäh wie Büffelleder und ließ sich nicht unterkriegen. Wer braucht schon zehn Zehen? Geht mit acht auch...
Abgerundet wurde der Tag dann noch durch einen Besuch im Bergdorf Zia. Dort vermarktet man wirklich geschickt den Ausblick und den Sonnenuntergang von den diversen Dachterrassen der Restaurants. Schön anzusehen, aber Tourismus pur. Für uns eher enttäuschend, fuhren wir bald zurück zum Boot. Sonnenuntergänge sehen wir in den diversen Buchten sicher weit schönere! Außerdem hatten wir ein Rendezvous mit Ute und Frank von der "Shiratori" zum Abendessen.
Am Montag bin ich dann zum Großeinkauf gefahren: Lidl, Sklabenitis, AB Markt. Unsere Lebensmittel waren echt fast auf Null.
Vor dem AB Markt fand ich eine echte Kuriosität! Aus einem offenbar vor mindestens 40 Jahren verunglückter und abgestellten Citroen 2CV Ente wuchs ein richtig mächtiger Gummibaum durch das Fetzendach. Dieser hat das arme Auto mittlerweile gesprengt und völlig überwuchert. Jedem Entenfreund blutet bei dem Anblick sicher das Herz!
Am Abend holte ich Sissi und Franz vom Flughafen ab. Moni brachte derweilen die "Ostbahn" auf Vordermann, Wäsche einräumen, putzta-bis-glänzta alles, Gästekabine herrichten und vieles mehr!Read more










































