• Symi

    September 24 in Greece ☀️ 25 °C

    Zum Glück sind wir alle Vier eher Langschläfer. Irgendwann ist der Letzte aus der Koje gekrabbelt und dann wurde mal ein ordentliches Frühstück gezaubert. Nach Ebendiesen war es an der Zeit das Dinghy zu besteigen und die Insel zu erkunden.
    Begonnen hatten wir im Kloster Moni Panormitis, welches quasi vor unserem Balkon lag.
    Wesentlich schönere und beeindruckendere Klöster hatten wir schon etliche besucht, trotzdem hat auch dieses seinen Reiz.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Panormitis
    https://panormitisymis.gr
    Das Kloster ist eines der wichtigsten zur Verehrung des Erzengels Michael, wird von tausenden Pilger jedes Jahr besucht, bietet einfache klösterliche Übernachtungsmöglichkeit, eine Bäckerei und einen Laden, in dem die Früchte des Klostergartens verkauft werden.
    Es wird täglich von Rhodos und zwei mal von Gyalos (Hauptort von Symi) per Fähre angelaufen, je nach Jahreszeit mehrmals täglich per Bus und auch Taxis bringen Interessierte und Pilger zum Kloster.
    Das Bauwerk wurde etliche Male von diversen Eroberern zerstört und mindestens einmal mehr wieder aufgebaut.
    Ein Spaziergang zur kleinen Windmühle bei der Einfahrt zur Bucht rundete den Vormittag ab.
    Nach der Besichtigung nahmen wir einen der Busse um in die Hauptstadt Gyalos am anderen Ende der Insel zu besuchen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Symi
    Abenteuerlich schlängelt sich die Straße in vielen Kehren auf den Oros Vigla, den höchsten Berg der Insel, um auf der anderen Seite ähnlich abenteuerlich wieder runter zu fahren. Ein Erlebnis der besonderen Art! Manche Haarnadelkehren sind 15 Meter in den Berg gesprengt und die Steigung ist oft größer als 10%. Die Fahrt geht durch Karstlandschaft und auch durch bewaldete Gebiete, an zwei oder drei weiteren Klöster vorbei und endete genau so spektakulär durch den engen Hafen im Zentrum des malerischen Städtchens Gyalio.
    Die Insel Symi liegt nur ein paar Kilometer vom türkischen Festland entfernt und war wie alle Inseln der Ägäis und des Dodekanes bis zum zweiten Weltkrieg ständig ändernden Besatzern und Eroberern ausgeliefert.
    Historisch war jahrelang die Schwammtaucherei maßgeblich, mittlerweile sind die zum Verkauf angebotenen Schwämme von anderen Inseln oder aus Fernost. Die Wirtschaft stützt sich hauptsächlich durch den Tourismus.
    Wir schlenderten durch den Ort mit den wunderschönen bunten Häuser, ein gänzlich anderer Baustil wie auf all den anderen besuchten Inseln. Neben der Farbenpracht zeichnet sich der Stil durch Giebeldächer aus. Wir genossen mal hier, mal da ein Bierchen oder Kaffee, und am Abend begaben wir uns in eine nette Taverne in zweiter oder dritter Reihe, Familienbetrieb versteht sich.
    Nach dem ausgezeichneten Abendessen mussten wir ja wieder zurück in die Panormitis Bucht, wo die "Ostbahn" auf uns wartete.
    Bus ging leider keiner mehr, also musste ein Taxi her. Der Fahrer war etwas erstaunt dass um diese Uhrzeit jemand zum Kloster will, aber als ich im sagte dass unser Boot dort liegt, war alles klar! Die Fahrt über den Berg war ein weiteres Erlebnis. Der Blick immer wieder über einige Dodekanes Inseln, der fast volle Mond schimmerte am Meer, und auch immer wieder sah man in die fast rundum geschützte Panormitis Bucht und das Kloster.
    Dort angekommen stand uns noch eine nasse Prüfung bevor. Der Meltemi hat ordentlich zugelegt, blies durch die Einfahrt mittig in die Bucht und unser Dinghy tanzte in den aufgeworfenen Wellen ordentlich an der Mole.
    Todesmutig hüpfte ich in das Boot welches sich wie eine wilde Ziege gebärdete, legte ab und fuhr durch die Wellen zu einen kleinen Anleger gleich hinter dem Heck der "Ostbahn". Dort fischte ich auf zwei mal Moni und unsere Gäste ein. Die Fahrten waren zwar auch nicht ganz trocken, aber wesentlich weniger nass als von der Mole vor dem Kloster.
    Aber nicht einmal das konnte uns den tollen Tag auf dieser interessanten Insel vermiesen!
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