• Tag 13 - Willkommen in der Türkei

    9 agosto 2025, Turchia ⋅ 🌙 30 °C

    Von Kos fährt innerhalb 30min eine Fähre nach Bodrum - Türkei. Warum nicht die einmalige Chance nutzen, um mit einer Fähre in die Türkei einzureisen.
    Aber erstmal von vorne:

    Die letzte Nacht auf dem Segelboot war zäh. Aufgewacht bin ich erneut mit Rückenschmerzen. Mein Rücken verträgt die hauchdünne Matratze einfach nicht mehr. Die Nacht war unglaublich warm und total stürmisch.

    Am Vormittag packten wir unsere Sachen zusammen, putzten gemeinsam die Oberflächen des Segelboot und gegen 12 Uhr verabschiedeten wir uns von Karsten, seiner Tochter und Tanja.
    Ein bisschen Herzschmerz hatte ich gegenüber Tanja. Wir verstanden uns die letzten zwei Wochen super. Diese Frau hat eine unfassbare Lebensenergie und erfreut sich über jede Kleinigkeit im Alltag, ist immer freundlich, zuvorkommend und steht’s bemüht für Unterhaltung zu sorgen. Mit Tanja machten die letzten zwei Wochen wirklich unheimlich viel Spaß.

    Um 14.20 Uhr fuhr die Fähre von Kalimnos nach Kos und eine weitere Fähre beförderte uns nach Bodrum - Türkei. Zusammen mit Bernd, der ebenfalls früher von Board ging, verbringe ich die nächsten zwei Tag in Bodrum. Die erste Fähre hatte gute 20min Verspätung, wodurch wir in Kos ein 1,5km Workout absolvieren mussten. Zügig liefen wir mit unserem Handgepäck auf die andere Seite des Hafens.
    Am türkischen Hafen angekommen hieß es erstmal Passkontrolle. Die Frau am Eingang meinte: „You're too early. But if you want, you can already walk through.“
    Äh? Wir hatten 15:50 Uhr und die Fähre sollte 16 Uhr ablegen. Was auch immer die dumme Kröte labert, wir gingen zum Eingang und zum Einstieg der Fähre. Wenige Minuten später fuhr die Fähre auch schon los.

    Bevor ich meine Reise nach Griechenland startete, entschied ich, lediglich den Hinflug nach Kos zu buchen. Durch die Flexibilität des Rückfluges konnte ich mich spontan für einen Abstecher in die Türkei entscheiden.
    Am Anfang hatte ich tatsächlich etwas Bedenken, nicht, weil ich Angst hatte, alleine in die Türkei zu reisen. Eher davor, weil ich in meinem Handgepäck nichts besaß, was die türkische Tradition widerspiegelt: Schultern bedeckt - knielang🙈
    Jedoch musste ich später feststellen, dass sich all die Bedenken wie in Luft auflösten.
    Bodrum ist eine sehr touristische Gegend und man sah alle möglichen Kleider-Konstellationen, jedoch nur selten Schultern bedeckt - knielang. Etwas erleichtert war ich ja, jedoch möchte ich versuchen mit meinem täglichen Outfit nicht ganz so uncharmant aufzutreten.

    Bevor wir in Bodrum angekommen sind habe ich vorsichtshalber mein Smartphone in den Flugmodus geschalten. Im Normalfall habe ich Roaming im Ausland immer an, jedoch ist die Türkei nicht Teil der EU-Roaming-Regelung, wodurch zusätzlich Kosten entstehen können, wenn sich das Smartphone in das ausländische Mobilfunknetze einwählt.

    In Bodrum hatte es knapp 40 Grad. Auch wenn ich „nur“ mit Handgepäck unterwegs war, entschieden wir uns gegen eine weitere Wanderung und nahmen ein Taxi.

    Bernd buchte ein Hotel, weiter im Stadtzentrum von Bodrum. Mein Hotel lag auf dem Weg und wir konnten dennoch gemeinsam ein Taxi verwenden.

    Nur fünf Minuten später wurde ich am Hotel Atrium rausgelassen. Mein Zimmer - super zufriedenstellen. Ein großes bequemes Bett, Klimaanlage und eine Dusche mit ausreichend fließend Wasser 😂🙃 - erstmal ausgiebig Haare waschen.

    Im ersten Moment war die Überlegung ob ich die nächste Woche in der Türkei auch ohne Mobilfunk auskommen würde. Jedoch hatte ich in dem Hotel nur im Bereich der Rezeption und der Poolanlage WLAN, was mich zu der Entscheidung führte kurzerhand eine eSIM zu kaufen. Einfach und online buchbar entschied ich mich für 5GB - umgerechnet 7€ für die nächsten Tage in der Türkei. Jetzt hatte ich jederzeit die Möglichkeit nach Sehenswürdigkeiten zu googeln, den richtigen Weg zu finden und im Notfall Freunde und Familie kontaktieren zu können.

    Um 18.30 Uhr traf ich mich mit Bernd zum Abendessen in einem traditionell türkischen Restaurant. Auf dem Weg dorthin lief ich durch die Gassen von Bodrum. Links und rechts FAKE Souvenir Läden von Rolex über Gucci bis hin zu Nike und den traditionellen Krimskrams Läden. Jeder Laden nutze die Klimaanlage auf hochtouren sodass sogar die Gasse im Außenbereich einige Grad kühler wurde.
    Fasziniert von dem ganzen BlingBling und den Ladenpromotern, die darauf spezialisiert waren, potentielle Kunden in den Laden zu locken, schlenderte ich durch die Gasse bis zum Restaurant Zakka. Das Essen sowie das Personal haben ihre top Bewertung definitiv verdient.

    Am dem Rückweg lief ich durch die Gasse hindurch, bis zur Strand- und Hafenpromenade. Auch hier reihte sich ein Restaurant neben dem anderen und überall standen diese Promoter, die nach kurzem, ungewolltem Blickkontakt einem die Speisekarte vor die Nase hielten. Verlockend - vor allem, weil ich wirklich Lust auf eine süße Nachspeise hatte. Aber zum Glück hatte ich kein Bargeld dabei und der Wechselkurs von Euro in türkische Lira war mir im ersten Moment auch nicht ganz so Geheuer. Vielleicht morgen 🙃

    Zurück im Hotel hieß es: Klimaanlage an und rauf aufs gemütliche Doppelbett.
    Bis morgen zur Sightseeingtour durch Bodrum.
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