Tag 8 - self-drive Safari
18. april, Sydafrika ⋅ 🌙 14 °C
Um kurz nach 7 Uhr standen wir an der Rezeption am Südeingang des Addo Elephant National Park.
Heute ist unsere vorerst letzte Safari – die geplante Safari vom Pferd aus wird hier nicht mehr angeboten. Also: Planänderung ✅🤷🏽♀️
Im Nationalpark ist es möglich, als Selbstfahrer auf Safari zu gehen. Es gibt jedoch ein paar Regeln, die man beachten muss:
Im Auto bleiben – Aussteigen ist nur an ausgewiesenen Plätzen erlaubt und immer auf eigenes Risiko. Ansonsten gilt: Fenster runter.
Auf den Straßen bleiben – das Verlassen der Wege ist verboten.
Geschwindigkeit – angepasst an die Straßenverhältnisse, maximal 40 km/h.
Vorfahrt für Tiere – egal welches Tier, sie haben immer Vorrang. Kein Drängeln, kein Hupen.
Unser heutiger Plan: vormittags der südliche Teil des Parks, mittags eine Pause im Hauptcamp und am späten Nachmittag der nördliche Teil.
Mit unserem SUV kamen wir gut voran. Immer wieder haben wir Autos überholt – nicht, weil wir es eilig hatten, sondern weil unser Geländewagen mit den teilweise leicht ausgewaschenen Straßen einfach besser zurechtkam.
Diesmal dauerte es etwas länger, bis wir die ersten Tiere zu Gesicht bekamen. Wir haben zwar immer wieder welche gesehen, aber die meisten nur weit entfernt am Horizont – und plötzlich, da stand er: der sanfte Riese unter den Giganten Afrikas.
Ein Elefant. Mitten auf der Straße. Was für ein Moment.
Unbeeindruckt von uns zupfte er ganz friedlich mit seinem Rüssel Gras. Wir fuhren langsam weiter.
Im südlichen Teil des Parks war deutlich weniger los. Die Chance, Tiere zu sehen, war hier spürbar höher als im Norden. Auch kamen uns deutlich weniger Autos entgegen.
Natürlich waren wir vom Vortag verwöhnt. So eine Tierdichte gibt es im Addo nicht. Trotzdem haben wir einiges gesehen: Antilopen, Warzenschweine, Zebras, deutlich mehr Elefanten und sogar einen Löwen. Der war allerdings nur kurz zu sehen und schon wieder verschwunden, bevor wir überhaupt reagieren konnten. Ein Foto war nicht drin. Aber eine Löwensichtung bleibt ohnehin immer Glückssache.
Gegen Mittag machten wir Halt im Hauptcamp. Während wir in der Küche unser Essen zubereiteten, kamen wir mit einem Rentnerpaar ins Gespräch. Sie erzählten uns vom Baviaanskloof-Offroad-Track, den wir am Dienstag fahren wollen. Machbar sei er, aber Fehler würden schnell mit einem platten Reifen bestraft.
Oh Gott – jetzt bin auch ich langsam nervös. Einen Platten brauche ich wirklich nicht.
Langsam fahren, keine hektischen Bewegungen und vielleicht doch den Reifendruck senken. Aktuell liegt der Reifendruck bei etwa 2,7 bis 2,8 bar. Das Paar erklärte es ziemlich einleuchtend: Je höher der Druck, desto kleiner die Auflagefläche – und desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass ein „prall gefüllter Ballon“ beschädigt wird.
Ich werde vor Ort entscheiden. Aber die Argumente sitzen 😁
Im angrenzenden Souvenirladen habe ich dann noch Biltong gekauft. Südafrika ist wirklich ein Paradies für Trockenfleisch. Rind kannte ich schon aus Australien, also wollte ich etwas Neues probieren und habe Springbock genommen.
Und was soll ich sagen: Nach anfänglicher Skepsis – gar nicht schlecht. Wird nicht meine Lieblingsspeise, aber absolut in Ordnung.
Unsere zweite Self-Drive-Safari startete um 16 Uhr. Uns blieben also noch zwei Stunden, bis die Tore des Nationalparks schließen.
Wir sahen wieder Antilopen, Warzenschweine, Zebras, Affen und Elefanten. Besonders schön waren zwei Szenen: spielende Zebras und Antilopen, die sich ein kleines Gerangel lieferten.
Um 18:05 Uhr erreichten wir das Tor – genau rechtzeitig. Direkt nach uns wurde geschlossen.
Was wäre gewesen, wenn wir zu spät gekommen wären? Wahrscheinlich hätte es eine Lösung gegeben. Aber so war es uns definitiv lieber.
Morgen machen wir, durch die entfallene Safari, einen Abstecher an den Strand und fahren danach weiter Richtung Eingang der Offroad-StreckeLæs mere













