• Runde - Puffins, ein Traum wird wahr

    July 7, 2025 in Norway ⋅ ☀️ 20 °C

    Seid vielen Jahren ist es schon der Traum von Anne diese Tiere einmal in freier Wildbahn zu sehen. Die Reise nach Norwegen ließ dieses Ziel in eine greifbarer Nähe rucken und so wurde die Insel Runde zu einem Must Have auf unserer Reise. 2800 km sind wir hierher gefahren, um den berühmten Vogelfelsen zu besteigen und die Papageien Taucher zu beobachten. Aus Reiseberichten wissen wir, dass wir nicht vor 21:00 Uhr auf dem Felsen sein müssen, da die Tiere zwischen 21:00 und 22:00 Uhr vom Meer und ihrem täglichen Fischen zurückkehren, um die Nacht geschützt in Steinhöhlen und den Grashängen des Felsens zu verbringen. Gegen 20:00 Uhr ergattern wir nach einer malerischen Anfahrt einen Parkplatz (zu unserer Verwunderung kostenfrei), schultern die Fotoausrüstung und machen uns auf, die 45 minütige Wanderung nach oben zu bestreiten. Der Wind ist stark, wir sind am äußersten Zippel Norwegens. Das Wetter fantastisch, Sonne, ohne Wolken und das Licht für jeden Fotograf ein Traum. Goldene Stunde und das bis 23:00 Uhr mindestens. Unterwegs treffen wir ein deutsches Ehepaar, die einen Tipp bekamen, wo auf dem riesigen Kamm der beste Spott wäre. Dankbar für diese Begegnung machen wir uns auf dorthin. Auf dem Rückweg treffen wir sie wieder und versprechen zum Dank ein paar Aufnahmen zu schicken. Martin und seine Frau sind sehr dankbar dafür und wieder sind es diese kleinen Begegnungen, die Tage so besonders machen. Aber was wir dort oben an den Felsen erleben, übertrifft es nochmal. Der Anblick der Landschaft ist atemberaubend. Worte können nicht zusammenfassen, was unsere Augen sehen durften. Wie unzählige Vogelliebhaber pilgern wir an die besagten Hänge. Frauen und Männer mit riesigen Objektiven vor ihrer Kamera haben sich bereits in Position gebracht. Auch wir finden noch eine kleine Lücke und sind 20:45 Uhr bereit und warten. Und wie gesagt wurde, zwischen 21:00 und 22:00 Uhr kommen die Tiere rein. Wir sehen hunderte, wenn es nicht tausende sind von weitem auf dem Meer sitzen. Wie lauter kleine Punkte sitzen sie dort auf der Wasseroberfläche. Dann kommen sie und damit erfüllen sich Träume. Für Anne, kurz ein wenig Pippi in den Augen, ist das besonders das Highlight Norwegens. In 70 min schießt Toni knapp 900 Bilder. Immer wieder landen die Tiere bis zu 1 m vor uns. Nie hätten wir gedacht, dass sie so nah kommen würden. Es lässt uns sprachlos sein. Dankbar und mit einer Menge Fotomaterial reißen wir uns los. Lea und Kenan waren schon zum Auto zurück gekehrt und wir zwei müssen uns einfach trennen. Sonst hätten wir sie vermutlich noch Stunden beobachtet, wie die mit ihren riesigen orangen Füßen leicht tollpatschig wirkenden Tiere im Anflug an den Felsen unvergessene Bilder in unsere Erinnerung bringen. Diesen Moment erleben zu dürfen ist ein kostbarer Schatz. Dankbar und mit einem breiten Lächeln im Gesicht ist uns beiden klar, dass soll nicht die letzte Tiersafari für uns gewesen sein. Wir fahren nur von der Insel herunter und stellen uns zu 4 anderen deutschen Campern auf einen Platz gleich am Wasser. Dank Park for Night in Norwegen absolut kein Thema.Read more