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  • Day4

    Auckland - Ankunft/Vorbereitung

    October 28, 2018 in New Zealand ⋅ ☁️ 15 °C

    Nach einem Anreisemarathon von rund 26 Stunden bin ich endlich in Neuseeland gelandet. Die Flüge vergingen zum Glück wie im Flug😉 und ohne irgendwelche unnötigen Verspätungen. In Auckland angekommen erhielt ich auch schnurstracks mein heilgebliebenes Gepäck und machte mich sogleich auf in Richtung Bio-Security check. Für diejenigen die noch nie das Vergnügen hatten Neuseeland zu besuchen... das ist mit Abstand der mühsamste Teil! Nach rund 1h Wartezeit konnte ich dann meine Camping Ausrüstung zum überprüfen abgeben. Dank meiner überaus gründlichen Reinigung in der Schweiz, sahen die Neuseeländischen Behörden keinen Grund mehr, einen längst verlorenen Sohn (Hobbit🤗) wieder in ihr geliebtes Land einmarschieren zu lassen. Nichtsdestotrotz (schönes Wort) war ich dann zu Müde um mich noch in einen skyshuttle Bus zu quetschen und genoss die Annehmlichkeiten eines Taxi welches mich aufs erste Mal auch gleich beim richtigen Hostel absetzte! Ich sprang noch kurz unter Dusche um die bakteriellen Verunreinigungen aus den Flugzeugen abzuwaschen. Hundemüde und glücklich fiel ich um 02:00 Uhr Ortszeit auf mein Bunkerbett.

    Nach sensationellen 4h Schlaf war ich dann auch schon wieder hellwach..😂🙈 Nach mehrmaligem umdrehen und dem Versuch mit diversen Schlafpositionen noch ein wenig Zeit rauszuschinden, stand ich schlussendlich um 8 Uhr auf und bereitete mich auf den kommenden Tag vor. Es war Samstag und somit ein optimaler Tag meine noch ausstehenden Ausrüstundsgegenstände einzukaufen und letzte Vorbereitungen für den langen Weg zu treffen. Zu Fuss wie es sich gehört machte ich mich entlang der berühmten Queenstreet auf ins Getümmel. Dachte ich mir zwar, war aber komplett anders. Die Stadt war um 9 Uhr noch total ausgestorben! Zum Glück hatte das Outdoor Geschäft meines Vertrauen schon geöffnet. Ich hätte ja schlecht so füh den Morgen schon mit einem Bier beginnen können (die 11:00 Uhr Regel besteht auch weiterhin Chrigi😉). Dank einem sehr freundlichen und zuvorkommenden Verkäufer hatte ich innert kürze noch mehr Geld für Ausrüstung ausgegeben. Ok, mann muss sagen, dass der PLB ein notwendiges (scheiss teures, sorry für die Wortwahl) Stück in meiner Sammlung sein wird. Falls ich mit meinen kurzen Beinen mal den Halt verlieren und ich von gewaltigen Wassermassen mitgeschwemmt werden sollte, kann ich dieses unglaublich wohlgeformte und perfekt in der Hand liegende Gerät dazu benutzen, mir meinen süssen Arsch zu retten!😂 Genug ausgeschweift.. schliesslich lag noch einiges vor mir. Im DOC holte ich mir den Hüttenpass und im Visitor Center eine Fahrkarte in den Norden. Am 30. Oktober werde ich Auckland verlassen und mich nach Kaitaia begeben. So und weil ich mich als guter Schweizer Bürger für den Einkauf perfekt vorbereitet habe, war ich nach 1.5h auch schon durch.😂 Ich genoss den sonnigen Tag um ein umgebautes Industriegelände zu begutachten und alt bekannte Orte von meinem letzten Besuch zu suchen. Es hat sich in den letzten 7 Jahren nicht viel verändert und die Stripclubs (sandro😉) sind immer noch an Ort und Stelle und bereit, einsamen Männern vergnügen zu bereiten! (Natürlich auch den Frauen!) Nach mehreren Kilometern sightseeing und geniessen kam dann doch noch Herr jetlag vorbei und gab mir eins auf die Rübe. Nach einem feinen Burrito und dem wohlverdienten kühlen blonden auf der Hostel Terasse konnte ich meine Augen nur noch mit Kampf offen halten. Somit war klar, ich musste mich umziehen und bereit für den Ausgang machen! Scherz! Ich, als neu 30er fühlte das Alter und begab mich in die wohlbehütende Nestwärme meines Bunkerbett. 😴

    Der zweite Tag begann wie gewohnt bereits schon um 5 Uhr. Schliesslich fängt ja der frühe Fisch den Vogel!😉 Hab ich schon mal bemerkt das Jetlag echt eine unnötige Erfindung ist? Naja, dachte ich mir und wollte mir meinen gekränkten Gemütszustand mit einem leckeren Frühstück besänftigen! Dank google konnte schnell ein fantastisches Lokal ausfindig gemacht werden. Mein Magen knurrte und gab mir das Go zum kalorienschmaus. Sachen packen und nichts wie hin... während dem anziehen fiel mir noch eine randnotiz auf: öffnet erst um 08:30 Uhr!!! Ich krieg die Krise!! Naja, (mein neues lieblings Wort) nochmals hinlegen, lesen, dösen und duschen. Das warten hat sich im nachhinein zum Glück sehr gelohnt! Ich genoss ein Hippster Frühstück welches selbst den bekanntesten Influencern den Atem verschlagen hätte! Nach einem zweiten Cappuccino begab ich mich auf einen Verdauungsspaziergang Richtung Museum. Auf dem Weg dorthin versüssten mir einige Inder mit ihren verzweifelten Versuchen erfolgreich Cricket zu spielen den Morgen. Beim Eintritt ins Museum konnte ich dann auch gleich die soviel gerühmte Neuseeländische Hilfsbereitschaft erleben. Die nette Dame an der Kasse fragte mich nach meiner Herkunft und meiner geplanten Aufenthaltszeit in Neuseeland. Nach kurzem zögern, konnte ja schlecht sagen das hier mein Heimatort ist (Hobbit), bestätigte ich ihr das ich Schweizer Ahnen habe und seit längerem plane ihr wunderschönes Land zu Fuss zudurchqueren. Mit einem strahlen wollte sie mein Visum sehen. Scheisse dachte ich mir, Traum vorbei... du wirst ausgeschafft. Ha! Denkste, sie gab mir einen Gratis Eintritt weil ich solange unterwegs sein werde. Genial! Ich genoss das Museum und seine ausführliche Sektion über die Maori Geschichte und der Gedenkstätte zum 1. Weltkrieg. Ein Besuch würde ich jedem ans Herz legen, spannend und übersichtlich. Nach dem Museum ist vor dem Bier dachte ich mir. 😜 Also nichts wie los ins Stadtzentrum. Im Hafengebiet konnte ich ein herrlich, erfrischendes und berauschendes Bier mit einer tollen Aussicht geniessen. Mit einer leichtigkeit im Gang suchte ich noch nach einer weiteren Einkehrmöglickeit und fand diese in einer ebenso bekannten Belgischen Bar. Dort konnte ich Fritten und eins, zwei Gläser Stella zu genialer Live Musik verschlingen. Am frühen Abend klopfte mir ein altbekannter Herr Jetlag auf die Schulter, ich solle mich doch schlafen legen. Gesagt getan ging ich leicht beduselt in die Heia.

    Ich merke gerade, dass mein Geschwafel unglaublich weitreichende Züge annimmt und mich der alte Herr gegenüber schon ein wenig verdutzt ansieht. Egal, vielleicht liegt es ja nicht daran, das ich ein Tastaturvirtuose bin, sondern an meinen nackten Füssen die ihn seit längerem beobachten!😂

    So, der dritte Tag ist in vollem Gange! Selbstbewusst habe ich mir heute hohe Ziele gesetzt und verwachte deshalb schon um 4:30 Uhr!!!! (ri2:ngn!@&/) Fokus des heutigen Tages genoss die Wäsche und Ausrüstung. Da ich mich morgen in den hohen Norden begeben werde, musste ich mich noch von einigen Annehmlichkeiten verabschieden. Die Kleidung, die nicht auf die Wanderung mitkommt, wird gewaschen und zur Aufbewahrung vorbereitet. Ich werde diese mitsamt grossem Reiserucksack für die nächsten 5-6 Monate einlagern. Die Wanderausrüstung werfe ich in meinen Wanderrucksack und wird soweit wie möglich vorbereitet. Den Rest des Tages geniesse ich noch die Zivilisation bevor ich mich morgen früh für 6.5h in einen Bus nach Kaitaia quetsche. Dort angekommen muss ich noch eine Unterkunft suchen, Essen für die ersten Tage auf dem Track einkaufen und den Transport zum Startpunkt organisieren. Wie ihr seht, langeweile kehrt bei mir definitiv nicht ein!😉

    Falls ihr euch fragt, wieso der durchgeknallte Typ soviel Quatsch erzählt und euch vollspamt. Ich habe im Flugzeug einen unglaublich guten Artikel gelesen: "In nur zehn Schritten zum erfolgreichen Buchautor"! 😂

    Den nächsten Eintrag werdet ihr mit ersten Eindrücken aus meiner Wanderung erhalten! Bis dahin, peace und viel Spass im Schnee!
    Sili
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