• Ajuy „Wo die Wellen wetteiferten “

    February 21 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Die schäumenden Wellen mit einem Temperament von ungezähmter Natur hatten heute ein ganz eigenes Schauspiel aufgeführt. Sie spritzten und tanzten, als ob sie beim Wassersport eine Meisterschaft austragen wollten. Man konnte förmlich hören, wie sie sich gegenseitig anfeuerten – ein echtes Wettkampfgefühl in der Luft!

    Während wir am Strand standen und den wilden Tanz beobachteten, fragte ich mich, ob die Wellen vielleicht ein geheimes Leben führten. Vielleicht planten sie eine große Show für die Touristen? „Achtung, hier kommt die erste Stufe des Wellenballetts!“, könnte der Ansager rufen. Und dann – BAM! – eine besonders große Welle, die sich wie ein Superstar in Szene setzte und alle anderen übertönte.

    Selbst die Felsen schienen zu applaudieren, während sie den schaumigen Akteuren zusahen. Und wir? Wir waren die staunenden Zuschauer, die sich fragten, ob wir einen Platz in der ersten Reihe reservieren sollten oder lieber doch einen sicheren Abstand halten, bevor uns die nächste „Sternenwelle“ ins Wasser schleudert!

    Heute haben wir uns in das beschauliche Dorf Ajuy auf der schroffen Westküste von Fuerteventura gewagt. Mit seinen 100 Einwohnern könnte man meinen, hier sei die Zeit stehen geblieben – und das hat seinen ganz eigenen Charme. Es ist, als würde man in ein lebendiges Geschichtsbuch eintauchen, das von Piraten und Eroberern erzählt.

    Der Piratensand und historische Entdeckungen

    Ajuy ist bekannt für seinen schwarzen Sandstrand, der nicht nur zum Faulenzen einlädt, sondern auch eine düstere Geschichte hat: der Playa de los Muertos. Ja, genau! Hier haben einst Piraten ihr Unwesen getrieben, und der Name kommt nicht von ungefähr. Aber keine Sorge, heute haben wir keine Piraten gesehen, nur die kraftvollen Wellen, die gegen die Klippen schlagen.

    Fast genau hier, wo wir stehen, landete im 15. Jahrhundert der Normanne Jean de Béthencourt, um die Insel für die spanische Krone zu erobern. Man kann sich vorstellen, wie er mit seinen Männern über die Klippen schritt, während die Wellen wild um sie herumtanzten – ein ganz anderer Anblick als die friedlichen Strände, die wir heute kennen.

    Wanderung zu den Höhlen und dem Felsentor

    Wir haben uns aufgemacht, die Umgebung zu erkunden. Der Weg führte uns zur Caleta Negra, der „Schwarzen Bucht“, deren Höhlen wie geheimnisvolle Portale in die Vergangenheit wirken. Nach einem kurzen Aufstieg auf gut ausgebauten Pfaden und einen steilen Treppenabstieg standen wir vor einer beeindruckenden Grotte, die uns ganz schön den Atem raubte – und das lag nicht nur am Abstieg !

    Wenn die Wellen es erlauben, kann man sogar von einer Höhle zur nächsten wechseln. Es war wie ein kleiner Abenteuertrip in die Unterwelt!

    Aussicht und Küstenwunder

    Nach all den Entdeckungen haben wir uns auf eine Aussichtsplattform zurückgezogen, um die atemberaubende Aussicht zu genießen. Der Wind blies uns ins Gesicht, während wir dem Spektakel der Wellen zusahen, die gegen die Felsen prallten. Es war fast so, als würden sie uns zu einem Tanz auffordern – und wir waren bereit, mitzumachen und zu staunen.

    Ein paar Schritte weiter konnten wir das Felsentor Peña Horadada bewundern, das sich majestätisch aus dem Wasser erhob. Wer hätte gedacht, dass wir hier in der Nähe eines kleinen Kieselstrandes stehen würden, der bei ruhiger See zum Baden einlädt? Heute war das Meer jedoch eher ein wildes Tier, das uns nicht so recht ins Wasser lassen wollte.

    Auch wenn die Wellen uns nicht zum Baden eingeladen haben, so haben sie uns doch mit einem unvergesslichen Tag belohnt.

    Ajuy, du bist ein kleines Juwel, das mit Geschichte und Natur verzaubert. Wir kommen wieder, um die Wellen zu besiegen – oder zumindest ihnen zuzusehen, wie sie gegen die Klippen schlagen! 🌊✨
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