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Fuerteventura

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    🇩🇪 Troisdorf, Deutschland

    Arco de las Peñitas

    March 1 in Spain ⋅ 🌬 18 °C

    Die Wanderung begann vielversprechend, doch schon bald stellte sich heraus, dass dieser Weg alles andere als einfach war. Der schmale, gut ausgebaute Pfad, der uns an der Wasserleitung entlangführte, schien uns zunächst einladend. Doch als wir das Wasserrohr erblickten, das links in die Schlucht hinabführte, stellte sich die Frage: Wollen wir wirklich weitergehen?

    Der erste Anstieg über die Felsplatte war herausfordernd, und schon bald standen wir an den Mauerresten einer Bruchsteinhütte. Von dort aus bot sich uns eine atemberaubende Aussicht auf den landwirtschaftlich genutzten Talgrund des Barranco del Mal Paso, doch die Schönheit um uns herum konnte die Zweifel nicht ganz vertreiben. Immer wieder fragten wir uns, ob wir diese Kletterei auch wieder abwärts bewältigen könnten.

    Die Menschen, die wir trafen, waren eine wahre Stütze. Mit ihren hilfsbereiten Händen und aufmunternden Worten wiesen sie uns auf die besten Pfade hin. Ihre Ermutigung war genau das, was wir brauchten, um weiterzugehen, auch wenn wir wussten, dass wir uns in ein Abenteuer stürzten, das weit über das Wandern hinausging.

    Der Weg wurde zunehmend steiler und felsiger, und jeder Schritt erforderte volle Konzentration und manchmal auch die Hände, um uns abzusichern. Es war eine Kletterei, bei der der Grat zwischen Herausforderung und Risiko schmal war. Egal welchen Pfad wir wählten, die Anstrengung und das Gefühl des Unbekannten blieben stets präsent.

    Als wir schließlich dem Arco de las Peñitas näherkamen, belohnte uns die Mühe mit einem atemberaubenden Fotomotiv. Doch der Weg zurück zur Bruchsteinhütte stellte uns vor neue Fragen. Würden wir den Abstieg meistern? Trotz aller Zweifel wagten wir den Schritt zurück und folgten den gut gemeinten Ratschlägen der anderen Wanderer.

    Jeder Schritt auf dem Rückweg war ein Gefühl von Triumph, auch wenn wir wussten, dass es kein Spaziergang war. Der Pfad ins Barranco de Mal Paso versprach noch mehr Herausforderungen, doch die Entschlossenheit, die wir aufgebracht hatten, ließ uns wissen: Wir sind bereit für das nächste Abenteuer!

    Die Wanderung war ein Test unserer Grenzen, aber auch eine Gelegenheit, die Unterstützung anderer zu erfahren und die Schönheit der Natur in einem ganz neuen Licht zu sehen.
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  • Virgen de la Peña

    March 1 in Spain ⋅ 🌬 17 °C

    Die Geschichte der *Ermita de la Peña* und der *Virgen de la Peña* beginnt tatsächlich mit einer außergewöhnlichen Erscheinung, die die Bewohner Fuerteventuras in den Bann zog.


    Es war im 15. Jahrhundert, als ein Mönch namens Fray Juan in der abgelegenen Gegend des Barranco de las Peñitas meditierte. Eines Nachts, während er betete, sah er ein strahlendes Licht, das aus den Klippen emporstieg. Dieses Licht war so intensiv, dass es die Dunkelheit durchbrach und fray Juan in einen tranceartigen Zustand versetzte. Er fühlte sich von einer göttlichen Präsenz umgeben, die ihm Trost und Frieden versprach.
    Die Beobachtung durch die Hirten

    In der Nähe weideten Hirten ihre Schafe. Sie bemerkten das unerklärliche Licht und waren sofort fasziniert. Das Licht schien in der Dunkelheit zu tanzen und zog ihre Aufmerksamkeit auf sich. Neugierig und gleichzeitig besorgt machten sie sich auf den Weg, um herauszufinden, was dort geschah. Als sie näher kamen, hörten sie das Murmeln des Mönchs und spürten eine tiefgehende Spiritualität in der Luft.

    Die Suche nach Fray Juan

    Die Hirten erzählten von ihren Beobachtungen und alarmierten andere Mönche des nahegelegenen Klosters. Diese Mönche waren besorgt um fray Juan und machten sich auf die Suche nach ihm. Sie folgten dem Licht und den Geschichten der Hirten, die sie zu einem kleinen Gewässer führten.
    Die Entdeckung im Wasser

    Als die Mönche fray Juan schließlich fanden, kniete er im seichten Wasser, umgeben von einem mystischen Glanz. Sie zogen ihn vorsichtig aus dem Wasser, und zu ihrer großen Verwunderung waren seine Gewänder vollkommen trocken, als ob sie nie mit dem Wasser in Berührung gekommen wären. Das faszinierte alle Anwesenden und verstärkte den Glauben an das Wunder, das sie gerade erlebt hatten.

    Die Gründung der Kapelle

    Beeindruckt von dieser Erscheinung und dem trockenen Zustand des Mönchs, beschlossen die Mönche, eine Kapelle an diesem heiligen Ort zu errichten. So entstand die *Ermita de la Peña*, gewidmet der *Virgen de la Peña*, die als Schutzpatronin der Insel verehrt wurde. Die Geschichte von fray Juan und seiner Erscheinung wurde über Generationen hinweg erzählt und zieht bis heute Pilger und Touristen an, die die spirituelle Bedeutung dieses Ortes erleben möchten.

    Diese Erzählung ist nicht nur ein Beispiel für die tiefe Religiosität der Inselbewohner, sondern auch Teil des kulturellen Erbes, das die Menschen miteinander verbindet.
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  • Lobos

    February 24 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Heute besuchten wir zum zweiten Mal die Insel Lobos. Trotz der vielen Touristen, die die Insel an diesem Tag betraten, war es überraschend still und ruhig. Es war, als ob die meisten Menschen die Stille suchten, die diese Insel so besonders macht. Selbst am Badestrand, wo man hätte erwarten können, dass das Lachen und die Gespräche der Besucher die Luft erfüllten, war es eher still. Die sanften Wellen schwappten leise gegen den Strand, und die Atmosphäre war fast meditativer Natur.

    Als ich schließlich ins kristallklare Wasser eintauchte, umhüllte mich eine besondere Energie. Das kühle Wasser erfrischte nicht nur meinen Körper, sondern schien auch meine Seele zu beleben. In diesem Moment fühlte ich mich eins mit der Natur und der Geschichte dieser Insel.

    Vor fünf Jahren, während der stillen Zeit der Corona-Pandemie, hatten wir auch die Fähre zur Insel Lobos genommen. An diesem Tag war die Welt um uns herum in einem Zustand der Unsicherheit, doch hier, auf dieser kleinen Insel, schien die Zeit stillzustehen. Wir waren fast allein, umgeben von der unberührten Schönheit der Natur, und der Stress des Alltags war für einen Moment vergessen.

    Wir begaben uns auf den Weg zum Vulkan, dessen imposante Form sich klar gegen den Himmel abhob. Jeder Schritt auf dem rauen Terrain fühlte sich wie eine Reise in die Vergangenheit an. Ich stellte mir vor, wie die Guanches einst hier lebten, im Einklang mit der Natur und dem Rhythmus der Erde. Der Aufstieg war herausfordernd, aber die Aussicht von oben war atemberaubend. Vom Gipfel aus blickte ich auf die umliegenden Lagunen, die im Sonnenlicht schimmerten und mich mit einer tiefen Faszination erfüllten.

    Die Vorstellung der flachen Lagunen zieht mich auch heute noch an. Ihr kristallklares Wasser und die sanften Wellen, die gegen die Ufer plätscherten, schufen eine Atmosphäre des Friedens. Diese Lagunen schienen wie kleine Oasen der Ruhe, in denen ich die Verbindung zur Natur spüren konnte.

    Ich erinnerte mich daran, wie ich am Rand einer der Lagunen saß, die Füße im Wasser baumelnd, und einfach die Stille genoss. Es war, als ob die Lagunen selbst lebendig waren, ihre eigene Geschichte erzählend und mir die Geheimnisse der Insel anvertrauten.

    Die Lagunen wurden für mich zu einem Ort der Reflexion. Hier, umgeben von der unberührten Natur, fühlte ich mich mit den Geistern der Ureinwohner verbunden, die einst ihre Rituale an diesen friedlichen Orten durchführten. Ich stellte mir vor, wie die Guanches hier saßen, die Schönheit der Natur bewunderten und Dankbarkeit für die Gaben der Erde zeigten.

    Diese Erinnerungen an Lobos sind für mich bis heute lebendig. Sie sind nicht nur ein Teil meiner Reise, sondern auch ein Symbol für die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Natur, die ich nie vergessen werde.
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  • Calderon Hondo

    February 23 in Spain ⋅ ☁️ 20 °C

    Heute haben wir eine Wanderung durch die beeindruckende Landschaft von Calderón Hondo unternommen, einem Ort, den wir vor fünf Jahren schon einmal besucht hatten. Damals waren wir fast allein und konnten die Natur in vollen Zügen genießen. Heute war es ganz anders: Überall Menschen, die wie eine Perlenkette zum Kraterrand wanderten. Ich kann das zwar verstehen, aber es hat viel von dem ursprünglichen Charme verloren.

    Am Kraterrand mussten wir lange warten, um einen guten Platz für Fotos zu ergattern. Was mich jedoch am meisten störte, war, dass viele sich nicht an die Wege und Vorschriften hielten. Trotz der Schilder, die zum Schutz des Naturschutzgebiets aufgerufen haben, kletterten einige am Kraterrand herum. Es ist schade, dass die Rücksichtnahme auf die Natur oft verloren geht.

    Leider gab es kein ruhiges Plätzchen, um die Schönheit des Ortes wirklich auf sich wirken zu lassen, also beschlossen wir, uns weiter auf den Weg zu machen.

    Calderón Hondo, im Dorf Lajares gelegen, ist bekannt für seine über 5 Kilometer lange Kette von Vulkanen und Lavafeldern, die während der letzten Vulkanausbrüche vor 30.000 bis 15.000 Jahren entstanden sind. Die Landschaft ist geprägt von chaotischen "aa"-Lavas, die ein faszinierendes Bild abgeben.

    Auf dem Weg begegnen wir der Montaña Colorada, die etwa 4 Meter hoch ist, und Calderón Hondo, mit seinen beeindruckenden 120 Metern und der trichterförmigen Form. Rundherum gibt es weitere Vulkane, wie Bayuyo mit 170 Metern und die Montaña San Rafael mit einem asymmetrischen Krater.

    Die Region ist auch ein Naturparadies mit endemischer Flora wie dem Verol und dem Espino sowie einer Vielzahl von Vögeln, darunter die Alcaudales und Raben. Es gibt zudem Überreste menschlicher Besiedlung, die von der Geschichte der Region zeugen.

    Obwohl der Besuch heute nicht ganz so ruhig war wie beim letzten Mal, bleibt Calderón Hondo ein faszinierender Ort voller Geschichte und natürlicher Schönheit. 🌋✨
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  • Cadillac del Angel

    February 23 in Spain ⋅ ☁️ 27 °C

    „Ein Rückblick in die Geschichte“

    Ich habe Casillas del Ángel besucht, ein charmantes Dorf auf Fuerteventura, das eine faszinierende Geschichte hat. Es entstand nach der Eroberung der Insel im 15. Jahrhundert durch Jean de Béthencourt und Gadifer de La Salle. Zuerst waren hier nur einfache Weidflächen für die einheimischen Mahos, doch bald bildeten sich kleine Siedlungen, die sich auf Ziegenhaltung und Landwirtschaft konzentrierten.

    Besonders beeindruckend fand ich die kleine Kapelle, die dem Schutzengel gewidmet ist und aus dem 17. Jahrhundert stammt. Sie hat der Gemeinde ihren Namen gegeben. Zusammen mit der größeren Kirche, die später erbaut wurde, wurde das Dorf zu einem bedeutenden religiösen Zentrum.

    Casillas del Ángel war über ein Jahrhundert lang eine eigenständige Gemeinde und spielte eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft der Region. Auch die Tradition der *apañadas*, ein gemeinschaftliches Hüten von Ziegen, wird hier noch gelebt und verbindet die Menschen.

    Heute ist es ein ruhiger Ort, der stolz auf sein Erbe ist. Die gut erhaltenen Gebäude und die ländliche Landschaft erzählen von einer Zeit, als Casillas del Ángel ein wichtiges Zentrum auf der Insel war. Es war wirklich etwas Besonderes, diese Verbindung zur Geschichte und Kultur zu spüren!
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  • Puerttito los Molinos

    February 23 in Spain ⋅ ☁️ 26 °C

    Wir haben einen beeindruckenden Ausflug nach Puertito los Molinos gemacht, einem malerischen Ort an der Nordostküste von Fuerteventura. Die charmante Fahrt dorthin bot uns wunderschöne Ausblicke auf die Küstenlandschaft und die vulkanischen Formationen, die die Region prägen.

    Leider konnten wir nicht zu den Grotten gelangen, da die Flut den Weg abschnitt. Diese Grotten sind bekannt für ihre historische Bedeutung, da sie einst von den Ureinwohnern der Kanarischen Inseln, den Guanches, genutzt wurden.

    Der Name „Puertito los Molinos“ bedeutet „kleiner Hafen der Mühlen“. Dies weist darauf hin, dass der Ort historisch als Hafen für Fischerboote diente und dass in der Umgebung verschiedene Mühlen zur Verarbeitung von Getreide existierten.

    Trotz der Umstände war es ein tolles Erlebnis, die ruhige Atmosphäre des Ortes zu genießen. Wir haben uns entschieden, die lokalen Restaurants nicht zu besuchen, aber die kleinen, weißen Häuser gaben dem Ort einen traditionellen kanarischen Charakter, der ihn wirklich einzigartig machte. Es war ein Ausflug, der uns die Schönheit und Ruhe dieser Region nähergebracht hat.
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  • Ajuy „Wo die Wellen wetteiferten “

    February 21 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Die schäumenden Wellen mit einem Temperament von ungezähmter Natur hatten heute ein ganz eigenes Schauspiel aufgeführt. Sie spritzten und tanzten, als ob sie beim Wassersport eine Meisterschaft austragen wollten. Man konnte förmlich hören, wie sie sich gegenseitig anfeuerten – ein echtes Wettkampfgefühl in der Luft!

    Während wir am Strand standen und den wilden Tanz beobachteten, fragte ich mich, ob die Wellen vielleicht ein geheimes Leben führten. Vielleicht planten sie eine große Show für die Touristen? „Achtung, hier kommt die erste Stufe des Wellenballetts!“, könnte der Ansager rufen. Und dann – BAM! – eine besonders große Welle, die sich wie ein Superstar in Szene setzte und alle anderen übertönte.

    Selbst die Felsen schienen zu applaudieren, während sie den schaumigen Akteuren zusahen. Und wir? Wir waren die staunenden Zuschauer, die sich fragten, ob wir einen Platz in der ersten Reihe reservieren sollten oder lieber doch einen sicheren Abstand halten, bevor uns die nächste „Sternenwelle“ ins Wasser schleudert!

    Heute haben wir uns in das beschauliche Dorf Ajuy auf der schroffen Westküste von Fuerteventura gewagt. Mit seinen 100 Einwohnern könnte man meinen, hier sei die Zeit stehen geblieben – und das hat seinen ganz eigenen Charme. Es ist, als würde man in ein lebendiges Geschichtsbuch eintauchen, das von Piraten und Eroberern erzählt.

    Der Piratensand und historische Entdeckungen

    Ajuy ist bekannt für seinen schwarzen Sandstrand, der nicht nur zum Faulenzen einlädt, sondern auch eine düstere Geschichte hat: der Playa de los Muertos. Ja, genau! Hier haben einst Piraten ihr Unwesen getrieben, und der Name kommt nicht von ungefähr. Aber keine Sorge, heute haben wir keine Piraten gesehen, nur die kraftvollen Wellen, die gegen die Klippen schlagen.

    Fast genau hier, wo wir stehen, landete im 15. Jahrhundert der Normanne Jean de Béthencourt, um die Insel für die spanische Krone zu erobern. Man kann sich vorstellen, wie er mit seinen Männern über die Klippen schritt, während die Wellen wild um sie herumtanzten – ein ganz anderer Anblick als die friedlichen Strände, die wir heute kennen.

    Wanderung zu den Höhlen und dem Felsentor

    Wir haben uns aufgemacht, die Umgebung zu erkunden. Der Weg führte uns zur Caleta Negra, der „Schwarzen Bucht“, deren Höhlen wie geheimnisvolle Portale in die Vergangenheit wirken. Nach einem kurzen Aufstieg auf gut ausgebauten Pfaden und einen steilen Treppenabstieg standen wir vor einer beeindruckenden Grotte, die uns ganz schön den Atem raubte – und das lag nicht nur am Abstieg !

    Wenn die Wellen es erlauben, kann man sogar von einer Höhle zur nächsten wechseln. Es war wie ein kleiner Abenteuertrip in die Unterwelt!

    Aussicht und Küstenwunder

    Nach all den Entdeckungen haben wir uns auf eine Aussichtsplattform zurückgezogen, um die atemberaubende Aussicht zu genießen. Der Wind blies uns ins Gesicht, während wir dem Spektakel der Wellen zusahen, die gegen die Felsen prallten. Es war fast so, als würden sie uns zu einem Tanz auffordern – und wir waren bereit, mitzumachen und zu staunen.

    Ein paar Schritte weiter konnten wir das Felsentor Peña Horadada bewundern, das sich majestätisch aus dem Wasser erhob. Wer hätte gedacht, dass wir hier in der Nähe eines kleinen Kieselstrandes stehen würden, der bei ruhiger See zum Baden einlädt? Heute war das Meer jedoch eher ein wildes Tier, das uns nicht so recht ins Wasser lassen wollte.

    Auch wenn die Wellen uns nicht zum Baden eingeladen haben, so haben sie uns doch mit einem unvergesslichen Tag belohnt.

    Ajuy, du bist ein kleines Juwel, das mit Geschichte und Natur verzaubert. Wir kommen wieder, um die Wellen zu besiegen – oder zumindest ihnen zuzusehen, wie sie gegen die Klippen schlagen! 🌊✨
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    Trip start
    February 21, 2026