• 08 Die Geschichte vom Kamel

    27. Juni in der Schweiz ⋅ ☁️ 28 °C

    Unser Guide Tuka verwöhnt uns unterwegs mit einer mongolischen Geschichte!

    Das Kamel war zu früher Zeit ein wunderschönes Tier, mit einem buschigern Schwanz und einem prächtigen Geweih auf dem Kopf. Das selstverliebte Wesen bewunderte jeden Tag sein Spiegelbild im glatten See. Eines Tages kam ein Pferd vorbei und fragte, ob es nicht den buschigen Schwanz für ein Fest ausleihen dürfe? Es würde den Schwanz dann am anderen Tag wieder zurückgeben. Das Kamel war einverstanden. Etwas später kam ein geweihloser Hirsch vorbei und fragte das Kamel um die Ausleihe des Geweihs. Auch damit war das Kamel einverstanden. Soweit so gut. Am anderen Tag wartete das Kamel auf Pferd und Hirsch. Doch beide erschienen nicht ... und ja, das Kamel wartet bis heute noch! Daher schaut das Kamel seither so traurig in die Welt! Und ja, der Hirsch dagegen streift jedes Jahr sein Geweih ab, da es ihm ja eigentlich nicht gehört!

    Und es wird auch noch gewandert heute ... und nicht zu knapp! Wir überqueren gleich zu Beginn des Tages wieder einen Pass, den Gyalash 2453 m. Die knapp 7-stündige Wanderung (+700 m/-500 m) führt uns über coupiertes Gelände bis zu den Ufern des Flusses Turgen, wo wir campieren (2350 m). Die gesamte Wanderung war begleitet von ständigem An- und Ausziehen der Regenmontur! Zwischendurch erfreute uns jedoch immer wieder die warme Sonne.

    Das kalte und erfrischende Bad im Fluss ist der verdiente Lohn heute, inkl. Wäsche waschen. Dabei müssen wir darauf achten, dass das Wasser nicht verschmutzt wird. Die Reinheit des Wassers ist hier in der Mongolei ein wertvolles Gut!
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