• 24 Kloster Manzushir und Terelj-Nationalpark

    July 13 in Mongolia ⋅ ☀️ 19 °C

    Wir besuchen heute das Manzushir Kloster, welches 40 km ausserhalb von Ulaanbaatar in einer wunderschönen Umgebung liegt. Das Kloster war früher ein geistiges Zentrum in der Mongolei. Die Anlage zählte über 20 Tempel mit über 300 Mönchen. Im Zuge der russischen Säuberungen wurde die Klosteranlage 1937 zerstört. Ein Wiederaufbauprojekt ist im Gange. Ein kleines Museum wurde aufgebaut und ein Tempel restauriert. Die anderen Gebäude sind Ruinen, die vom ursprünglichen Klosters aus dem Jahre 1733 stammen. Einzelne Artifakte sind ausgestellt. So auch ein grosser Kessel, mit dem bei buddhistischen Festen bis zu 1000 Mönche bekocht wurden.

    Auf der Fahrt zum Gorkhi-Terelj Nationalpark kommen wir durch Nalaikh, die Geburtsstadt unserer Fahrerin Byambaa. Sie erzählt, dass die Stadt wegen des Kohlevorkommens gegründet worden sei und heute 40'000 Einwohner habe. Auch ihr Vater hat im Kohlebergwerk gearbeitet. Sie ist die Jüngste von 8 Geschwistern. Zehn Jahre lebte und arbeitete Byambaa in Japan. Seit 15 Jahren nun arbeitet sie als Fahrerin bei der Tsolmon Travel Agency. Die bodenständige und sympathische 53-jährige kann ein paar Brocken Deutsch und ist motiviert dazu zu lernen.

    Auf der Fahrt sehen wir Solaranlagen und Windmühlen, was wir eher selten gesehen haben. Die Mongolei produziert ihren Strom vor allem mit Kohle oder importiert Gas aus Russland. Dabei wären die Voraussetzungen gegeben für Alternativenergie mit über 250 Sonnentagen und viel Wind! Sanaa meint, dass die junge Generation dies ändern wird!

    Der nahe von Ulaanbaatar gelegene Nationalpark ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Mongolei. Wir staunen über die gosse touristische Infrastruktur auf dem Weg zum Buuveit Ger-Camp, das auch der Tsolmon Travel Agency gehört. Dieses liegt etwas abseits der Hauptroute wunderschön unter skurillen Felsformationen eingebettet. Mittagessen und Pause. Zusammen mit Sanaa unternehmen wir dann eine dreistündige Wanderung und streifen durch die Hügel- und Felslandschaft rund ums Ger-Camp. Gemütlich und erholsam! Zum Abendessen werden wir mit köstlichen Teigtaschen verwöhnt (Buuz).
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