• 47 Von natürlichen und anderen Steinsäulen

    August 4 in China ⋅ ⛅ 33 °C

    Tschüss Bergwelt - Hallo Weltstadt!Unser Flug von Zhangjiajie um 14.50 Uhr bringt uns in zwei Stunden nach Shanghai, dem Finanz- und Wirtschaftszentrum Chinas. Am Flughafen werden wir wiederum erwartet und zum Hotel gefahren. Die stündige Fahrt ins Stadtzentrum beim Eindunkeln ist bereits eine eindrückliche Einstimmung auf diese Metropole. Das Hotel SSAW Boutique Hotel Shanghai Bund liegt 15 Gehminuten vom Huangpu Fluss und der spektakulären Wasserfront The Bund entfernt. Also nichts wie hin und eingetaucht in dieses Lichtermeer! Die Skyline ist spektakulär mit den vorbeifahrenden Schiffen davor, wow! Ich bin beeindruckt von diesen hochaufragenden Säulen, wie ein paar Tage zuvor von den natürlichen Steinsäulen im Zhangjiajie-Nationalpark! 😊

    Unser junger Guide Evan war ein gesprächiger und offener Typ. Als grosser Fan von Messi hat er eine andere Sichtweise auf die Ereignisse an der Fussball-WM als ich!🤣 Offen können wir jedoch über politische und gesellschaftliche Themen reden. Das ist alles andere als selbstverständlich in China! So erwähnt Evan, dass man das Regime durchaus auch kritisieren oder sich offiziell beschweren darf. Es sei jedoch eine Frage des Masses und eine Gratwanderung, inwieweit der Staat oder auch das soziale Umfeld den "Nestbeschmutzer" akzeptieren oder schmähen würde. Das könne dazu führen, dass es schwierig werden kann, zukünftig Arbeit und Wohnung zu finden! Auf unserer Reise erhalten wir den Eindruck, dass China durch gewaltige Infrastrukturprojekte die Lebensqualität der Menschen verbessert. Wir hören auch von verschiedenen Seiten, wie sich vieles zum Positiven verändert hat in wenigen Jahren. Beispielhaft der Anteil erneuerbarer Energien oder der Wirtschaftsaufschwung vor allem in den Städten, wo der Grossteil der Bevölkerung mittlerweilen wohnt. So seien 100 Mio Menschen in den letzten Jahren aus der extremen Armut geholt worden. Das darf jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass z.B. die Arbeits- und Lebensbedingungen von 300 Mio chinesischen Wanderarbeiten - welche als Motor des wirtschaftlichen Aufschwungs in den Städten arbeiten - oft noch sehr prekär sind. Die Schere zwischen Arm und Reich resp. Superreich vergrössert sich kontinuierlich!

    Noch nie haben wir jedoch soooo viele Überwachungskameras in einem Land gesehen. Gefühlt an jeder Ecke sind Kameras installiert. Andauernd wird auf den Strassen geblitzt - nicht nur wegen der Geschwindigkeit - oder die Identität und das Gepäck an öffentlichen Orten kontrolliert. Ein Überwachungsstaat, der für Sicherheit und Ordnung sorgt, was für Touris sehr angenehm ist und auch gegen Kriminalität auf den Strassen abschreckt. Wir erhalten den Eindruck, dass die Menschen hier ein zufriedenes Leben führen, wie in anderen Ländern auch, sofern sie sich an die "Spielregeln" halten! Abweichungen werden teilweise (hart) bestraft! Das Wohl der Familie und des Landes steht im Zentrum, weniger das Individuelle, wie bei uns.
    Natürlich ist dies pauschalisierend und basiert nur auf unseren klitzekleinen Erfahrungen, die wir auf unseren touristischen Pfaden gemacht haben!🤔 Ich erhalte jedoch das Gefühl, dass allenfalls unseren demokratischen Gesellschaften etwas China gut anstehen würde!🤔
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