11 Die wundersam-riesigen Baobabs
December 12, 2025 in Madagascar ⋅ ☁️ 30 °C
Am heutigen Tage fahren wir von unserem Hotel in der Hauptstadt zum Flughafen, steigen dort in eine wohltuend ruhig fliegende Propellermaschine und fliegen 1 Stunde lang in Richtung Westen. Wir landen in Morondava. einem kleinen Dorf oder Stadt (wir wissen nicht, was es wirklich ist) an der Westküste Madagaskars quasi vor Ostafrika gelegen. Wir sehen vom Flugzeug aus das blaue Meer und die schönen Wellen. Die Propellermaschine landet sanft und wir sind da.
Als wir aus der Maschine aussteigen, empfängt uns eine Hitzebombe. Komplett anders als auf der Ostseite von Madagaskar. Es ist staubtrocken. Von Regenwald keine Spur mehr. Wir empfinden das Klima hier als wesentlich angenehmer, da die super Luftfeuchtigkeit hier nicht mehr vorhanden ist. Hier regiert die Steppe, wenig Grün ist zu sehen, jede Menge Palmen und ab und zu die berühmten Baobabs. Auf die kommen wir später noch mal zu sprechen.
Am Airport erwarten uns drei neue Fahrer in drei Toyotas, die uns nach 20 Minuten wohlbehalten in einem wunderschönen Hotel namens „Le Palissandre Cote Ouest“ abliefern. Wir bekommen in einer romantisch gelegenen Ecke einen riesigen Bungalow, in dem wirklich alles vorhanden ist. Man kann auf der gemütlichen Holzterrasse sitzen und zum Meer hinaus schauen.
Am Spätnachmittag steigen wir wieder in die Autos und fahren ungefähr 1 Stunde über zunächst asphaltierte Straßen und dann eine wiederum mit großen Bodenwellen und Schlaglöchern übersäte Staubpisten. Daran sind wir ja inzwischen gewohnt und wenn man vorne sitzt im Wagen geht es einigermaßen, wenn man hinten sitzt, rumpelt es schon ganz ordentlich. Uns kommen ständig fahrradartige Rikscha-Fahrer entgegen. Mal links mal rechts, mal in der Mitte. Unser Fahrer muss aufpassen, dass er die fahrradstrampelnden Menschen nicht über den Haufen fährt. Aber wir überleben auch dies. Die Rikscha-Fahrer irgendwie auch. Nach dieser etwas abenteuerlichen Fahrt erreichen wir die wunderschönen und riesigen Affenbrotbäume der berühmten Baobab-Allee von Madagaskar. Wir werden sie heute Abend beim Sonnenuntergang und in der blauen Stunde fotografieren. Und die sehr schöne und stimmungsvolle Landschaft drumherum.
Die monströsen Dinger sind wirklich gigantisch. Der Stamm ist unfassbar dick. Wir schätzen, dass es ungefähr sechs Männer braucht, die mit ausgebreiteten Armen den Stamm umfassen können. Ganz oben finden sich mitteldicke Äste und dann kommen ganz dürre, dünne Ästchen, die in den Himmel ragen (im Zeitraum von April bis Oktober - davor und danach hat er Blätter). Es sieht wirklich ganz ungewöhnlich und bizarr aus. Wie von einem anderen Stern. In unserem nächsten Tagesbericht erfahrt ihr einiges mehr über diese Baobabs. Es gibt eine Legende über sie und natürlich auch seriöse Infos. Also freut euch schon mal auf den Pinguin von morgen.
In der Mitte dieser fast links und rechts in einer Reihe gewachsenen Riesenbäume verläuft eine staubige Piste, auf der jede Menge Menschen entweder entlang laufen oder fahren. Ganz oft sehen wir hölzerne Karren, die von zwei schweren Ochsen gezogen werden. Was für ein Gegensatz. Was wir - nicht nur fotografisch betrachtet- super schön finden, sind die dunkelhäutigen Menschen. Meistens sind es Frauen und Kinder. Sie leuchten uns mit ihrem farbigen Klamotten entgegen. Andrea macht wirklich Traum-Fotos von ihnen. Die Kinder stehen am Straßenrand oftmals in kleinen und größeren Gruppen und tanzen afrikanische Tänze. Die ganz Kleinen stehen mit umgedrehten Strohhüten davor und versuchen Geld einzusammeln. Sie murmeln ohne Unterlass so etwas wie „Monnä, monnä“ …. Unabhängig davon sind alle begeistert, wenn sie fotografiert werden. Manchmal sind sie sehr albern, manchmal versuchen sie kleine Fotomodelle zu sein und manche gucken einfach wunderschön in die Kameralinse. Und alle freuen sich wie afrikanische Schneekönige/innen, wenn man ihnen ihr eigenes Foto zeigt. Sie lachen sich kaputt. Ein geniales Fotomotiv nach dem anderen.
Dann geht langsam die Sonne unter. Hinter den riesigen Baobabs. Er scheint zunächst so zu sein, dass unser heutiger Sunset nicht so doll ist. Aber nachdem die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist, explodiert der Himmel in traumhaften Farben. Erst orange, dann rot, dann pinkfarben und darüber der blaue Himmel mit weißen Federwolken. Ein Hammer!!! Aber das seht ihr ja selbst auf unseren Fotos. Wir bleiben ganz lange dort, bis das Licht so schwach ist, dass es besser ist aufzuhören. Zurück geht’s ins Hotel. Es gibt wie immer ein leckeres Dinner und dann geht’s ins Bett.
Ach ja, fast hätten wir das vergessen: Uns umgeben wie schon oft in dieser Welt weibliche (und ein paar wenige männliche) Wesen aus dem großen China. Ungefähr 25 Frauen. Allesamt bestens gekleidet in luftigen, wirklich schönen und farbigen Kleidern. Ungewöhnlicherweise sprechen ganz viele Englisch. Sie sind sehr aufgeschlossen, offen und lustig. Andrea gibt ihnen offline Foto-Unterricht und zeigt, wie man schön im Sonnenlicht die Farben ihrer Kleidung und ihre Gesichter noch besser zur Geltung bringt. Sie freuen sich sehr darüber und machen bestimmt 1 Million Selfies. Eine China-Dame scheint eine Art Profi zu sein. Sie macht knapp 2 Stunden lang Videoselfies von sich und posiert dazu fast professionell vor ihrem Smartphone. Andrea und ich wir beschließen spontan, ein wenig von unserem Vorurteil bezüglich Chinesen und Chinesinnen abzugehen und geben dieser Gruppe von 25 Damen die Note gut bis sehr gut. Wenn nur mehr aus diesem riesigen Land so wären. Es war wirklich total lustig, sie anzuschauen und mit ihnen zu sprechen. Einfach toll!
Mitten in der Nacht steht unsere Fotogruppe und Andrea (Matthias bleibt im Bett liegen) um 3:30 Uhr auf, um die gleiche Strecke noch einmal zu fahren und den darauffolgenden Sonnenaufgang (5:05 Uhr) zu fotografieren. Darüber könnt ihr dann in unserem nächsten Tagesbericht lesen.Read more























Traveler
Klasse! Diese Farbexplosion.
Traveler
Ein tolles Foto!
Andrea on TourDankeschön 🙏