• 13 Die Kleinsten auf Madagaskar

    December 13, 2025 in Madagascar ⋅ ☁️ 30 °C

    Nach dem sintflutartigen Regen gestern stand unser Zimmer leicht im Wasser. Geschlafen haben wir kaum. Wir fahren von Kirindy nach Morondava zurück auf unserer Berg-und-Talbahn Straße. Diesmal staubt nichts und da, wo Löcher waren, sind braune Seen entstanden. Einige PKWs liegen im Wasser. Hier wartet man, bis das Wasser von der Sonne aufgesaugt wird.

    Wir halten in einem Reservat, um noch einige Lemurenarten zu sehen und zu fotografieren. Wir wollten letzte Nacht raus, um die kleinsten nachtaktiven Lemuren zu finden. Der Regen machte es zunichte. Das Glück ist uns hold.

    Wir treffen auf die tanzenden Sifakas.

    Die tanzenden Sifakas sind faszinierende Lemuren, die ausschließlich auf Madagaskar leben. Berühmt sind sie für ihre ungewöhnliche Fortbewegung am Boden: Wenn sie nicht von Baum zu Baum springen können, bewegen sie sich aufrecht hüpfend seitwärts, überkreuzen dabei ihre Beine und heben ihre Arme in die Lüfte – eine Bewegung, die wie ein Tanz aussieht und ihnen ihren Spitznamen eingebracht hat.

    Diese Lemuren leben in sozialen Gruppen und kommunizieren mit Rufen, Blicken und Duftmarkierungen. Leider sind viele Sifaka-Arten stark bedroht. Die Zerstörung ihres Lebensraums durch Abholzung und Brandrodung ist die größte Gefahr für ihr Überleben.

    Die tanzenden Sifakas sind ein einzigartiges Symbol für die außergewöhnliche Tierwelt Madagaskars und zeigen, wie wichtig der Schutz dieser besonderen Insel ist.

    Die Mausmakis sind eigentlich nachtaktiv. Nicht dieser kleine Kerl wie im Foto.

    Mausmakis sind mit einer Grösse (Kopf und Körper) von nur acht Zentimetern sehr klein. Je nach Jahreszeit liegt ihr Körpergewicht zwischen 30 und 55 Gramm. Während des Südwinters von Mai bis August verbrauchen die Tiere das in den Schwänzen angereicherte Körperfett. Die Weibchen fallen manchmal in einen kurzen Winterschlaf. Mausmakis leben in den Tiefland- und Bergregenwäldern Madagaskars, sind aber auch in zerstörten Waldgebieten nicht selten anzutreffen. Ihre Wohnungen befinden sich in ausgehöhlten Baumstämmen oder -Ästen mit Haustür-Loch.

    Das war es dann auf Madagaskar und unsere Zeit geht langsam zu Ende. Morgen fliegen wir zurück in die Hauptstadt und übermorgen nach Hause. Vielleicht machen wir noch eine kurze Zusammenfassung.
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