07 Was für ein Fanal!
14 aprile, Portogallo ⋅ ⛅ 15 °C
Was ist eigentlich ein Fanal? Wir haben heute wieder etwas dazugelernt. Es ist doch so schön, immer wieder etwas Neues in sein eigenes Wissen integrieren zu dürfen. Dazu etwas weiter unten.
Heute bewegen wir uns mehr oder weniger an der Küste entlang in den Nordwesten der Insel. Wir besuchen das bekannte Porto Moniz mit seinen aufregenden Meeresschwimmbecken, die direkt in den Atlantik übergehen. Eine sehr interessante Kombination zwischen aufgewühltem Meer, hohen Ozeanwellen und ruhigem Schwimmbad (siehe unsere Fotos dazu). Danach gibts bei Ribera da Janela noch einen Abstecher zu tollen, spitzen und löchrigen Felsformationen, die im Atlantik stehen. Wunderschön! Sie erinnern uns ein wenig an den schwarzen Strand Reynisdrangar in Island, den es seit kurzem so nicht mehr gibt. Riesige Wellen haben ihn dort im Februar komplett abgetragen. Aber die vier Felsspitzen im Wasser stehen noch.
Abgestorbene, bizarr geformte Bäume im Nordwesten Madeiras finden sich vor allem im Fanal-Wald (Posto Florestal do Fanal), Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Laurissilva. Diese uralten Lorbeerbäume sind oft durch Nebel, Wind und Alter gezeichnet, was eine mystische, märchenhafte Atmosphäre schafft. Sie sind aber nicht alle gestorben…..
Einige wichtige Fakten zu diesen Bäumen: Die skurrilen, oft hohlen oder auch abgestorbenen Lorbeerbäume im Nordwesten sind ein Hauptmotiv für Fotografen und Naturfreunde.
An vielen Hängen, insbesondere im Zentralgebirge (Pico Ruivo) und vereinzelt im Norden, zeugen knochenweiße, abgestorbene Baumstämme von verheerenden Waldbränden in den vergangenen Jahren.
Die Natur erholt sich langsam. Die toten Bäume stehen oft als Kontrast zur wiederkehrenden Vegetation. Und nachgewachsenen Lorbeerbäumen. Genauso krumm und verrückt anzuschauen.
Um den stark besuchten Fanal-Wald zu schützen, wurden einige Baum-Bereiche eingezäunt und Wege vorgegeben. Und das ist wirklich gut so. Schutz vor Selfies produzierenden Touristen.
Aufgrund von Sturmschäden oder toten Bäumen ist Vorsicht geboten. 2017 kam es zu einem tödlichen Unfall durch einen umstürzenden Baum.
Der Fanal liegt im Hochplateau oberhalb von Seixal und Ribeira da Janela und ist über die ER209 erreichbar. Die besten Lichtverhältnisse und der berühmte Nebel ("Feenwald") entstehen durch wetterbedingte Feuchtigkeit meist am späten Nachmittag. Es scheint als würden dann die Wolken vom Himmel herab sinken. Nach ein paar Minuten sind unsere Haare klitschnass und die Klamotten ganz schön feucht.
Der Wald ist daher besonders für seinen Nebel bekannt, der die moosbewachsenen Bäume in eine märchenhafte Kulisse verwandelt. Diese mystische Atmosphäre hat uns so gefangen genommen, dass Andrea ausgerechnet über eine Wurzel gestolpert ist und ihr Schienbein einen leichten Schaden erlitten hat. Aber es ist nicht schlimm, alles wieder gut. Wir haben Glück und dürfen diese geheimnisvolle Stimmung heute intensiv miterleben. Einfach genial. Vielleicht fahren wir dort nochmal hin ….
Ein Fanal ist ursprünglich ein weithin sichtbares Feuer- oder Leuchtzeichen, das als Warnung oder Signal dient. Im übertragenen Sinne ist es ein eindrucksvolles, symbolträchtiges Ereignis, das eine grundlegende Veränderung, einen Aufbruch oder ein wichtiges kommendes Ereignis ankündigt. Ein Fanal setzt ein deutliches Zeichen. Ein solches haben wir heute Nachmittag dort erlebt. Ein echtes Naturwunder!
In diesem Gebiet grasen oft friedliche, freilaufende Kühe als Statisten zwischen den Bäumen. Das sieht schon etwas komisch aus!
Ein See, der Fanal Pond, der sich nach starken Regenfällen in einem alten Krater jeweils neu bildet. Ein Märchen. Verwunschene Hexen und Feen und Kobolde könnten hier wunderbar leben.Leggi altro
















Viaggiatore
Das könnte fast auch Island sein!
ViaggiatoreOk, das habt ihr auch erkannt.
Andrea on TourJa haben wir, aber du auch! 😂❤️