• 07 Wasser, Wald & wilde Berge

    September 1 in Canada ⋅ ☀️ 21 °C

    Heute ging es für uns nach Kananaskis.

    Zuvor durchquerten wir noch das Diamanten-Tal. Das ist aber gar kein Tal, sondern eine kleines hübsches Westerndorf. Und wie es so kommen musste, halten wir an einer Micro-Brewery, die von außen aussieht wie ein Westernsaloon. Tatsächlich hatten dort echte Cowboys ihre Pferde mitgebracht und vor der Kneipe angebunden. Frisch gezapftes Bier und Countryrock live. So etwas gibt es wohl nur hier. Was für ein Anblick! Als Zugabe ein paar wunderschöne blankgeputzte Oldtimer mit stolzen Fahrer/innen drin davor und daneben.

    Jetzt aber zurück zu Kananaskis. Das ist eine kleine Region in den kanadischen Rocky Mountains westlich von Calgary. Der Name leitet sich von dem Namen eines Cree-Indigenen ab, der „Kin-e-a-kis“ hieß. In der Sprache der Cree bedeutet dies übersetzt „derjenige, der dankbar ist“. Die Legende dahinter: Der irisch-britische Entdecker Captain John Palliser benannte den Kananaskis River im Jahr 1858 nach diesem Mann. Der Legende nach hatte Kin-e-a-kis einen heftigen Kampf (vermutlich im Streit um eine Frau) an der Mündung des Flusses überlebt, obwohl er einen schweren Axtschlag auf den Kopf erlitten hatte. Er erholte sich von der Verletzung und war schlichtweg „dankbar“, noch am Leben zu sein.

    Und hier jagte mal wieder ein schöner Platz den nächsten:

    Los ging’s am Forgetmenot Pond (übersetzt heißt das "Vergissmeinnicht-See") mit seinem herrlich klaren türkisfarbenen Wasser und der Bergkulisse ringsherum. Danach waren wir auf dem Little Elbow Trail unterwegs – Wald, Berge und immer wieder tolle Ausblicke inklusive.

    Zum Abschluss warteten noch die Elbow Falls auf uns. Kein riesiger Wasserfall, aber dafür ordentlich Wasser, Felsen und Getöse. Ein schöner Abschluss für einen Tag, an dem Kananaskis mal wieder gezeigt hat, dass Kanada bei Landschaft wirklich nicht geizt.

    Und unsere Kameras hatten natürlich auch keine Pause.
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