Malakka: Stadt der Händler und Sultane
July 9 in Malaysia ⋅ ⛅ 29 °C
Malakka, auf Malaiisch Melaka, ist eine Stadt, die einer der wichtigsten Handelsrouten Südostasiens bis heute ihren Namen gibt. Die Straße von Malakka verbindet den Indischen Ozean mit dem Pazifik und machte die Stadt zu einem bedeutenden Handelszentrum zwischen Ost und West. Über Jahrhunderte kamen Händler aus China, Indien, Arabien und vielen weiteren Regionen hierher. Gehandelt wurden unter anderem Gewürze, Seide und Porzellan, aber auch Kulturen, Religionen und Wissen trafen hier aufeinander. Malakka wurde dadurch zu einer ausgesprochen multikulturellen Stadt.
Der Handel war für die damalige Zeit erstaunlich gut organisiert. Für die verschiedenen ausländischen Handelsgemeinschaften gab es eigene Hafenbeamte, sogenannte Syahbandar. Sie kannten die jeweiligen Sprachen, Bräuche und Handelsregeln und vermittelten zwischen den Händlern und den Behörden. Wie vielfältig der Handel damals war, konnten wir auch im Zollmuseum sehen, in dem zahlreiche beschlagnahmte Gegenstände ausgestellt sind.
Um 1400 entstand das Sultanat von Malakka. Um seine Gründung rankt sich eine bekannte Sage: Parameswara soll beobachtet haben, wie ein kleines Mausreh einen Jagdhund abwehrte. Dass sich das winzige Tier gegen den viel größeren Hund behauptete, beeindruckte ihn so sehr, dass er dies als Zeichen für einen geeigneten Ort zur Gründung seines Reiches deutete. Der Name Melaka soll auf den Baum zurückgehen, unter dem sich diese Szene ereignet haben soll.
Auch um den legendären Krieger Hang Tuah gibt es viele Geschichten. Besonders bekannt ist sein Keris Taming Sari, ein traditioneller malaiischer Dolch, dem besondere Kräfte zugeschrieben werden. Die Figur und der Dolch sind bis heute fest mit Malakkas Geschichte und der malaiischen Kultur verbunden.
Die Blütezeit des Sultanats endete 1511 mit der Eroberung durch die Portugiesen. Danach folgten die Niederländer und später die Briten. Die verschiedenen europäischen Mächte hinterließen ihre Spuren in der Stadt: Von der portugiesischen Festung A Famosa über das niederländische Stadthuys und die Christ Church bis zu weiteren Gebäuden aus der britischen Kolonialzeit. Von 1942 bis 1945 war Malakka während des Zweiten Weltkriegs von Japan besetzt. 1957 wurde Malaya schließlich unabhängig von Großbritannien.
Die Niederländer übergaben Malakka bereits 1824 an die Briten. Grundlage dafür war ein Vertrag, mit dem die beiden Mächte ihre Gebiete und Einflussbereiche in Südostasien neu ordneten. Die Briten erhielten Malakka, während die Niederländer unter anderem Bengkulu auf Sumatra bekamen.
Mit der Zeit verlor Malakka seine frühere Bedeutung als großer Handelshafen. Vor allem Singapur, das 1819 als Freihafen gegründet wurde und Händlern besonders günstige Bedingungen bot, zog immer mehr Handel an. Malakka entwickelte sich dadurch zunehmend zu dem historischen und touristischen Ort, der es heute ist.
Viele dieser unterschiedlichen Epochen konnten wir in den Museen noch genauer kennenlernen. Besonders interessant war dabei, wie viel von der Vergangenheit erhalten geblieben ist. Seit 2008 gehört das historische Zentrum von Malakka zum UNESCO-Weltkulturerbe.Read more











































Traveler
Schöner Ort.. mit Fluss und Beleuchtung 🤗
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Zahlungsmittel oder 🤔
Travelergenau :)